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Vierter Band.
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Fünftes Kapitel: Das Ende d. russ. Übergewichtes u. d. Selbstbestimmung d. Völker. 421

m^nnisvollen Mannes in Paris; seine Reden bei der Eröffnung einer^rlainentsfession wurden wie Orakelsprüche betrachtet: „man erwog, was Mre-.Absagt und verschwiegen, was er mit seinem Schweigen habe sagen und, ^ seinem Sagen verschweigen wollen." Selbst der russische Hof, der^ neuen Kaiser Frankreichs anfangs die fürstliche Anrede „Mein- verweigert hatte, bewarb sich um Napoleons Freundschaft. Eine. Fwnliche Zusammenkunft Alexanders II. mit Napoleon in Stuttgart gab 27 .S-pt.i 857§ ^söhnten Gesinnung Ausdruck. In die europäische Politik griffdn v^ösische Kaiser bestimmend ein, indem er dem neuen Grundsatzn der Selbstbestimmung der Völker, wonach bei dem Wechselsoll? ^rrschaft der Wille des Volkes durch Abstimmung erforscht werdenUte, durch die er ja selbst zum Throne gekommen war, auch in andern^ aaten Geltung zu verschaffen suchte. So leitete er die Annexion voni "^°hen und Nizza durch eine Volksabstimmung ein (§ 215), führtem ^"xiko (8 225) die Errichtung eines Kaisertums auf den angeblichen^ollswillen zurück, erkannte in Italien (Z 215) die Kundgebungen der?^hner als Rechtstitel für die Einverleibung der kleineren Staaten andu auch bei dem Erbsolgestreit in S ch l e s w i g - H o l st e i n (8 237)

üie'st Sendung desselben Verfahrens. War auch diese AbstimmungH Psus nur ein Schein, so diente dieser Grundsatz doch dazu, das altean : itätsprinzip, wonach Völker und Staaten als dynastisches Eigentum^ gesehen wurden, zu erschüttern und dem Grundsatz der Volkssouveränität^Uer neuen Gestalt Eingang zu verschaffen.

dem Grundsatz der Selbstbestimmung der Völker gewann Napoleon auch in derand 8rage gegen Preußen einen Erfolg. Während der Revolutionsstürme 1848 R-u-nburg

»in cr ^ hatte das seit 1707 der preußischen Krone gehörende Fürstentum Neuenburg^ an die Schweizer Eidgenossenschaft angeschlossen. Nun machten die in derP°urt n ansässigen altadligen Familien, die fest an Preußen hielten, besonders diezastell ^ und Menron, den Versuch, durch einen Aufstand das alte Verhältnis wiederher- 2 . Sept, 1856gchn bemächtigten sich des Neuenburger Schlosses, aber schon nach zwei Tagen

„rohalistische Putsch" zu Ende. Die Republikaner, unterstützt von eidgenössischenalz U ?' dachten die Royalisten zu Gefangenen. Nun sollten die Häupter der VerschwörungÜstienx § . " Gericht gestellt werden. Da forderte Preußen die Freilassung und machte^setzen Truppen durch Süddeutschland vorzuschicken, um Basel und Schaffhausen zuin, Schweiz aber beharrte in ihrem Widerstände, bestärkt durch Österreich, das

^UrLw an den süddeutschen Höfen alles in Bewegung setzte, die Gewährung zum

i>a ^ der preußischen Truppen zu verhindern. So schien ein Krieg bevorzustehen:

Und pi ach Napoleon ins Mittel. Die europäische Diplomatie trat in Paris zusammen;

ÄLilh-/ Schweiz verstand sich nun zur Freilassung der Gefangenen, wogegen FriedrichR^en aus Neuenburg entsagen mußte. Von der Zeit an war derwche Einfluß in der Schweiz vorherrschend.

kohlst" inneren Politik suchte Napoleon auf jede Weise FrankreichsTZjx k, k ^ heben. Große Sorgfalt wendete er den sozialen Fragen zu.

Haupt ob" gesehen, daß die Revolutionsstürme der Jahre 1848 und 1849 ihrehatten <8 o dem Mißverhältnisse der arbeitenden und besitzenden Volksteilegegen » 139). So erkannte er die Notwendigkeit, dem Arbeiterstande ent-ivnrdx . mmen. Als im Jahre 1853 Brotmangel und Teuerung entstanden,schgssb Paris eine „Bäckereikasse" ins Leben gerufen, wobei durch Zu-banten o^^iadt ein mäßiger Brotpreis erzielt werden sollte. Durch Wasser-et bö F' und Flußkorrektionen suchte er den verheerenden Wirkungen

and Antretenden Rhoneüberschwemmung zu begegnen. Straßen, Brücken^auunt " k "en erleichterten und belebten den inneren Verkehr. Großartigeden - münzen, vom Staat und von den Städten ausgehend, dienten dazu,ennttelten Volksklassen lohnende Beschäftigung zu geben. Paris erhielt

Mai 1857

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