Band 
Vierter Band.
Seite
464
JPEG-Download
 

464

Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863. 8

Rspublika- zu der großen Partei der „Republikaner" vereinigten, die Stirne b"^traten""'' zu können, machten die Sklavenhalter gemeinsame Sache mit den j.xkraten", den Verteidigern der Sklaverei, denen die Reichen und viele abhang^Leute der unteren Volksklasse angehörten, und wußten mit deren Hilfe wRegel bei der Präsidentenwahl die Leitung des Ganzen in ihrebringen. Dabei trugen sie in allen sonstigen wirtschaftlichen und p"Fragen auch den Interessen der Nordstaaten Rechnung, in der Sklavenft »aber ließen sie sich auf keine Zugeständnisse ein. Sie waren auch klug gew /die Sklaven, deren Zahl sich auf vier Millionen belief, so zu behandeln,nur selten Klagen über die Verletzung der Humanität erhoben werden ko""Aber das von ihnen so oft betonte patriarchalische Verhältnis zu den S'tawar doch nur das Ergebnis des freien Willens der Herren, das sie nicht mvollen Eigentumsrechte beschränkte; der Sklave blieb ein Kauf- und Handelsobsdas man zu der dem Weißen durch das Klima unerträglichen Arbeit unbedmg ^dieser Weise nötig zu haben glaubte. Deshalb wurde unter den Republikanern^Nordens die Antisklavereibewegung immer stärker, ihr Mittelpunkt war Bo> 'und ihre moralische Macht steigerte sich mit jedem Jahre durch die Einwandern^aus Europa. Da nun die nördlichen Staaten hauptsächlich von den neuensiedlern bevölkert wurden, so war auch dort bald der Hauptherd des P^nzspkampfes. Deshalb suchten die Männer des Südens durch die demokratu l„Knownothings" (so genannt von dem Eide, mit dem sie schwuren, nichtszu wollen sto ümo-w uotliin§j, was sich nicht mit ihren Pflichten gegen das 'svertrüge), welche das echte Aankeetum gegenüber den Jrlündern und Dem! lwahren wollten, der Aufnahme der Fremden in das Bürgerrecht entgegenzuarbelAber sie konnten doch nicht hindern, daß die humanen Ideen Europas chsmehr Einfluß gewannen, und in den vierziger und fünfziger Jahren diesition gegen die Sklaverei besonders in der Kirche und in der Literatur bedeutnvoller wurde. Gewaltiges Aufsehen erregte im Jahre 1852 der Roman ^Toms Hütte" von Harriet Bescher Stowe. Immer heftiger wurde ^Schmach der Sklaverei angegriffen, man fand Beispiele in Menge, wo diesetze nicht hinreichten, die unfreien Arbeiter gegen Brutalität zu schütz^ ^man entdeckte, daß bei der Erschwerung der Sklaveneinfuhr durch die europau lMächte in Amerika selbst „Züchtungsanstalten" zur Vermehrung der Sklabevölkerung bestanden. Je stärker aber die Angriffe wurden, desto hartnamü^beharrten die Männer des Südens auf ihrem „Recht und Eigentum",

24. Mai 1854 durch die „Kansas-Nebraska-Bill" das Missouri-Kompromiß aufgey^,,worden war und der Grundsatz aufgestellt wurde, daß auch in den Territol^die Zulassung oder Ausschließung der Sklaverei von der Abstimmung derwohner ohne Rücksicht auf irgend eine geographische Scheidelinie abhängigsollte, waren Kansas und die angrenzenden Teile von Missouri der Schaue ^scharfer Kämpfe zwischen den Sklavenhaltern und Freibodenmännern.letzteren sich zu dem Beschlusse einigten, daß Kansas als Freistaat der ^beitreten sollte, wußten die Sklavenhalter und die Demokraten durch dft,Raufhändel die Entscheidung hinauszuziehen; auch gelang es ihnen, die ^4. Nov. Es Buch an an s zum Präsidenten durchzusetzen und im Kongreß die

zu behaupten. Als dann doch Kansas vom Kongreß für einen freieni85s erklärt wurde, erreichte die Parteiwut einen solchen Grad, daß es im Repi"tantenhaus zu Tätlichkeiten zwischen den Abgeordneten kam. «„P

Die Präsi- Präsidenten der Vereinigten Staaten waren George Washington 1789 —1797, ^

denten ft.r Ajmins 1797-1801, Thomas Jefferson 1801-1809, James Madison 1809-1817. ^ z?,Monroe 1817—1825, John Quincy Adams 1825—1829, Andrew Jackson 1829 ^Martin van Buren 1837—1841, William H. Harrison 1841, John Thler ^41^.^,James K- Polt 1845—1849, Zachary Taylor 1849—1850, Millard Fillmore 1850-"Franklin Pierce 1853—1857, James Bnchanan 1857—1861. .ogO

§ 234. Der Bürgerkrieg. Bei der Präsidentenwahl im Jahre .6. No°. i8so ftxgwn die Republikaner: AbrahamLincoln,der Kandidat des Nor