10. Mär,
S. Mai
Zweites Kapitel: Der Krieg von 1866 und seine Folgen in Deutschland u. Italien. 483
Chef des Generalstabs v. Moltke, der Gouverneur von Schleswigb^^eiiffel und der preußische Gesandte in Paris, Gras v. d. Goltz,
Man der italienische General Govone in Berlin ankam, hegte
^tal- E" Zweifel mehr, daß ein Bündnis zwischen Preußen undiieun gegen Österreich im Werke sei. Die Antwort Bismarcks auf die(^rai gastliche Erkundigung des österreichischen Gesandten in Berlin,träto '^rolhi, über den Sinn seiner Erklärung: „Österreich und Preußenwieder in das Verhältnis zurück, in dem sie sich vor dem dänisch-'wen Krieg befunden", bestärkte die kaiserliche Regierung in ihremFeld "dw In einem von dem Kaiser versammelten Marschallsrate, dem "-Mär,Cs ^Lmeister Benedek anwohnte, gewann die Kriegspartei die Oberhand.
Ftal' ausgedehnte Rüstungen angeordnet, um zu gleicher Zeit gegenMime? Legen Preußen auftreten zu können. Der schwere Konflikt des^tvest Bismarck mit dem Abgeordnetenhaus, welcher in der Anklagediese!-^^ und Frentzels wegen ihrer Kammerreden und in der Gutheißungdas Art. 84 der Verfassungsurkunde widersprechenden Klage durchdes lg "brtribunal seinen Höhepunkt erreichte und den vorzeitigen Schlußsich ^ndtags herbeiführte, der Widerwille gegen einen „Bürgerkrieg", derdeutk^ ^ckn Orten Preußens laut kundgab, die Abneigung der meistenBundesregierungen gegen die preußische Politik, dies alleshche ^ ^erreich mit der Hoffnung, der Überhebung Preußens eine ähn-^ernütigung bereiten zu können wie im Jahre 1850 (§ 188).tagx. ^tzr Zwecke näherte sich Österreich immer mehr dem Bundes-^^ß den Bundesregierungen mitteilen, daß es in Berlin die be-tvalti ^ Anfrage stellen werde, ob Preußen die Gasteiner Konvention ge-zu zerreißen gedächte, und bat um eine Mitteilung, ob man inüber ^ ^ ^h^e Unterstützung rechnen könne für den Fall, daß man gegen-^halt^ drohenden Auftreten Preußens zu kriegerischen Maßregeln füreiner des Friedens genötigt sein würde. Bismarck setzte dagegen in^achd^Ä^rdepesche die Entstehung des Konfliktes auseinander und wies 24ucklich auf den Ernst der Lage hin.
Üe>itisH..„ .hurch sie geographische Lage wird das Interesse Preußens und Deutschlands^ ^ wörtlich, „dies gilt zu unsern wie zu Deutschlands Gunsten. Wennnicht sicher sind, ist unsere Stellung gefährdeter als die der anderenÜch zst?7^" Staaten; das Schicksal Preußens aber wird das Schicksal Deutschlands nach<>n der ^ir Zweifeln nicht, daß, wenn Preußens Kraft gebrochen wäre, Deutschland
Zu verpgj ^ der europäischen Nationen nur noch Passiv beteiligt bleiben würde. Dies"tzt ^^ten alle deutschen Regierungen als eine heilige Pflicht ansehen und dazu
'uit . Zusammenwirken. Wenn der Deutsche Bund in seiner jetzigen Gestalt und?! letzigen politischen und militärischen Einrichtungen den großen europäischen^ ' so ist^ Ehr als einer Ursache jeden Augenblick auftauchen können , entgegengehen"ein zu sehr zu befürchten, daß er seiner Aufgabe erliegen und Deutschland vor
mle Polens nicht schützen werde."
ist fragte darum zugleich bei den einzelnen Regierungen an, ob und mdop ÖF ^ - Biaße Preußen auf ihre Unterstützung rechnen dürfe, wenn es^nötigj^Esch angegriffen oder durch unzweideutige Drohungen zum KriegeteilZ ai z üpde. Aus diese Depesche antworteten die deutschen RegierungenAückslch, Wüthend, teils mit Verweisung aus die Bundesverfassung. Ohnesür tzÄ "drs die in ganz Deutschland sich kundgebenden Demonstrationenist Rüst,, "Est des Friedens erließ nun die preußische Regierung Befehle 27 .-hie in den am meisten bedrohten Provinzen. Zugleich wurden
^Handlungen mit Italien so weit geführt, daß ein Vertrag
16. März
März
2S.M»rz