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Vierter Band.
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in Deutschland u. Italien. 485

S. Mai

20. Mai

28. Mai

24. Mai

^ Zweites Kapitel: Der Krieg von 1866 und seine Folgen

Aufregung blieben die Kundgebungen, die sich in Sachsen und andern"aten für Erhaltung des Friedens oder für Neutralität hervorwagten,alle Wirkung. Die Auflösung des preußischen AbgeordnetenhausesEte noch die erbitterte Stimmung. Vergebens versuchte eine zahl-- He Versammlung deutscher Abgeordneten in Frankfurt die andernod ^ du, besonders die südwestdentschen, von einer Teilnahme am Kampfelan E^n. Bald sah sich auch Baden, wo die liberale Regierung schonU 8b von der ultramontanen „Kasino"-Partei angegriffen wurde, zu einerNäherung an die Nachbarstaaten genötigt, zumal jetzt an Stelle desMiherrii von Roggenbach der Minister v. Edelsheim die auswärtigenj Wesenheiten im Sinne der österreichischen Bundespolitik leitete. Danoch einmal die Hoffnung auf, der Frieden könne erhalten werden,ankreich, England und Rußland ließen eine Einladung zu einem Kon-^ bß ergehen, auf dem die Fragen der Elbherzogtümer, des italienischenh *bites und der Bundesreform gelöst werden sollten. Zugleich wurdekvos Mittelstaaten infolge einer zu Bamberg abgehaltenen Minister-^ lerenz eiu gemeinsamer Antrag auf gleichzeitige Abrüstung sämtlicherL ^desglieder beim Bundestage eingebracht, und der Großherzog vonN begab sich nach Pillnitz, um zwischen Sachsen und Preußen eine 2 . Junidigung zu vermitteln. Aber König Johann, der kurz zuvor beiÖffnung des Landtages erklärt hatte, daß auch der Mindermächtige sichLehren würde, wenn er unberechtigten Drohungen nicht mit männlichementgegenträte, beharrte, besonders durch Beust beeinflußt, bei demavi b mit Österreich. Die vorgeschlagene Pariser Friedenskonferenz aber,ivelche Preußen und Italien einzugehen bereit waren, vereitelte dasselb"^ Kabinett durch den Vorbehalt, „daß keine Kombination auf der-H M z^ Verhandlung komme, welche einem der eingeladenen Staaten^ letserweiterung oder einen Machtzuwachs zuzuwenden berechnet sei".

P , unter dieser Beschränkung das Zusammentreten des Kongresses ohnesein mußte, erklärte Napoleon denselben für „unmöglich".

Ausr: bedurfte es nur eines Anstoßes, um den drohenden Sturm zumA^s,"^.Much zu bringen. Diesen gab die österreichische Regierung, indem sie d°r B»nd°z-d^H^swig-holsteinische Frage, trotz der ausdrücklichen Erklärung Preußens,las? ^ ^e Kompetenz des Bundes in dieser nationalen Sache nicht geltend 8b, dem Bundestag zur Entscheidung vorlegte und zugleich Gablenz 1 . Juni iM>M ^fehl sandte, die Stände Holsteins auf den 11. Juni nach Jtzehoe ein-hj, ^ufln, um die Stimme des Landes über sein künftiges Geschick zu

' d^bußen protestierte gegen dieses Vorgehen, welches einen Bruch z. Zu»tp>H,^asteiner Vertrags in sich schließe; da somit in den Herzogtümern1 frühere Zustand des Kondominats eintrete, so erhielt v. Man-^8bt Befehl, seine Truppen nach Holstein einrücken zu lassen und zugleichl'vlli o^brreichischen Statthalter anheimzugeben, Schleswig zu besetzen; dochm friedlicher Weise vor sich gehen. Gablenz wartete jedoch dieTruv ^ Preußen nicht ab, sondern zog unter Protest mit seinen Juni?^bn nach Altona, begleitet von dem Herzog und der holsteinischenH^rung. Nun nahm Manteuffel, da Gablenz seine Mitwirkung zur^„^bllurig einer österreichisch-preußischen Verwaltung in früherer Art ab-^ .b, auch von Holstein Besitz, verhinderte den Zusammentritt der nach^ 8ve berufenen Landstände und stellte den Baron v. Scheel-Plessen als

I. Juni

^Präsidenten" an die Spitze der Verwaltung. Gablenz aber erklärte,