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Vierter Band.
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487
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Der Auf-marsch

15. Juni

Zweites Kapitel: Der Krieg von 1866 und seine Folgen in Deutschland u. Italien. 487

^unte eben nur unter Führung eines starken Staats, konnte nurH Vernichtung des Dualismus erzielt werden.

Kri ^«^3. Der Krieg in Norddeutschland. Als der Beschluß derU^sbereitschaft in Frankfurt gefaßt wurde, war Preußen mit seinennel, schon so weit vorgeschritten, daß es den Kampf alsbald auf-f>-s?^ konnte. Die Elb-Armee unter General Herwarth v. Bitten-der 4 als rechter Flügel zwischen Halle und Torgau aufgestellt undsU^ wachsen einzurücken; den linken Flügel bildete bei Neiße die zweiteArmee unter dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm,

"ö.die erste schlesische Armee unter dem Oberbefehl des Prinzenk.^drich Karl das Zentrum innehatte. In Berlin stand ein Reserve-unter General Mülbe. Noch in der Bildung begriffen war dieIch' unter Vogel von Falckenstein, welche Westfalen und, Mnland decken und gegen Hannover, Hessen und Nassau operieren sollte;

Dew gürten die Divisionen Goeben, Beyer und Manteuffel.istlÜ ^genüber stand die österreichische Armee unter dem Oberbefehl desbis ^Ugmeisters Benedek (K 214) in einem weiten Bogen von Krakau^ uu das^ linke Elbuser, so daß die Hauptstärke zwischen Olmütz undsM^.stadt konzentriert war. Benedek wurde vielfach durch fremde Ein-skw ^ seinen Unternehmungen gehindert, bewies sich aber auch selbst^ großen Aufgabe nicht gewachsen.

siib ^ Hannover, Sachsen und Kurhessen richtete Preußen die Forderung,

Knn nächsten Tage zu erklären, ob sie von dem Bundesvotum10 freien und sich dem neuen Bunde 'auf Grund des Entwurfs vomöer anschließen wollten. Für den Fall der Zustimmung wurde ihnen^ Tortbesitz ihrer Länder und ihrer Souveränitätsrechte innerhalb derder Bundesreform zugesichert, im Fall einer Weigerung wurde..^ulitärischen Maßregeln gedroht. In einer Proklamation „an das^ "che PM" sprach König Wilhelm den Entschluß aus, „für die imeinzelner bisher gewaltsam gehemmte nationale Entwicklungbot? den Kampf aufzunehmen." Diese Eile war um so mehr ge-

eist'"' ^ auch E Süddeutschland die Mobilmachung der Bundestruppengetrieben wurde und Preußen viel daran gelegen sein mußte, die^ .^Mng derselben mit den norddeutschen Gegnern zu verhindern. Diex..«Legierungen wiesen die Aufforderung zurück, worauf die Kriegs-

Erring und am folgenden Tag der Einmarsch der Preußen erfolgte.i5.,is^JuniKurhessen erreichtes der General Beyer seinen Zweck nicht völlig.

^och ^ auch seinen Marsch nach Kassel beschleunigte, so vermochteach? Garnison nach Hanau abzuziehen, wo sie sich anfangs mit demBiwÜ Armeekorps (tz 246) vereinigte, in der Folge aber zur Besetzung der^sfestung Mainz verwendet wurde. Dagegen wurde der Kurfürstyües ^ Wilhelm, welcher die dargebotenen Bedingungen nochmals zurück-tz; ' Staatsgefangener nach Stettin weggeführt. — Gleichzeitig setzte^'Manteuffel mit seiner schleswig-holsteinischen Division über^ött' zog auf Hannover, während König Georg V. sich zu den bei n., is. JuniUnd ^ stehenden Truppen begab, nachdem er zuvor sein PrivatvermögenAchnt ^ eine Million Landesgelder nach England geschafft hatte. Alsuffel nach Hannover kam, war die Stadt bereits von Minden ausbtiva i^^l v. Falckenstein besetzt. König Georg versuchte mit seinert9ooo Mann starken Armee nach Süden durchzubrechen, um sich mit

1888

Kurheffen

23. JuniHannover