488 Sechstes Buch: D. Gründg. d. neuen Deutschen Reiches n. d. Vollendg. d. ital. Einheit-
die
den Bayern, welche Koburg besetzt hatten, zu vereinigen. Da aberBayern, die nichts von dem Marsch der Hanoveraner wußten, nicht kaust 'und diese ihrerseits ohne Kenntnis blieben, daß in Gotha und Eistu"Anur je 2000 Mann feindlicher Truppen standen — denn Vogel von Fol^s.,stein hatte trotz der Weisungen aus Berlin die Hannoveraner nichtverfolgt —, so ließen sie sich unter Vermittlung des Herzogs Ernst vM-W.Juni Ggtha auf einen Waffenstillstand ein, der zu Unterhandlungen über.eiKapitulation benutzt wurde. König Georg lehnte jedoch die preußMBedingungen ab, und nun dachten die Hannoveraner unter dem Oberst ,
26 . Juni Herrn v. Arendsschildt an den Abzug. Um den zu verhindern,
29. Juni
Sachsen
General v. Flies mit der preußischen Avantgarde trotz der großen Üb^ 2 ?.^Juni'" legenheit des Feindes bei Langensalza ein Treffen, erlitt aber elNiederlage. Indes dieser Sieg blieb unfruchtbar; schon am nächsten ^a.^waren die Hannoveraner von der preußischen Übermacht eingeschlossen, uso wurde die Kapitulation unvermeidlich. Die Mannschaft wurde nAblieferung der Waffen in die Heimat entlassen, die Offiziere behielten egDegen, verpflichteten sich aber, in diesem Kriege nicht gegen die Preuv^zu kämpfen. König Georg und der Kronprinz begaben sich nach Wst"'Während dieser Vorgänge war Sachsen bereits im Besitze der PrAst^Gleich nach der Kriegserklärung hatte das sächsische Heer, nachdem ^is. Juni Eisenbahnbrücke bei Riesa zerstört hatte, das Königreich geräumt, um 1begleitet von dem König Johann, dem Kronprinzen Albert und demv. Beust, in Böhmen mit den Österreichern zu vereinigen, wo cs A .Gelegenheit fand, seinen alten Kriegsmut zu bewähren. Nur die Wtu >Königstein, wo man die Schätze und wertvollsten Gegenstände geboll!hatte, blieb noch besetzt. Herwarth von Bittenseid nahm Besitz von Drb 'indes Prinz Friedrich Karl einzelne Abteilungen der ersten Armee uBautzen und Zittau vorschob. . „
MoitkesPlan tz 244. Der Krieg in Böhmen. Der Besitz Sachsens gewährte PreUo .
den Vorteil, daß ein konzentrisches Vorgehen der drei Armeen du
die Grenzpässe und eine rasche Vereinigung aller Heerkörper in Bohl"möglich wurde. Dieser von Moltke entworfene Operationsplan AU ^mit großer Schnelligkeit und Genauigkeit ins Werk gesetzt, obwohl
Die Kämpfe ^>„ 1 .an der Jssr- """linie
26. Juni
2«. Juni
28. Juni
Preußen in weit voneinander getrennten Kolonnen über das Gebirge ebrechen und überall den Gegner in gut gewählten, starken Post^"^„angreifen mußten. Benedek hatte erst am 17. Juni mit seiner gesawMacht den Marsch nach der oberen Elbe angetreten, um die zweite schaffst ^Armee abzuwehren, die des Prinzen Karl zu schlagen und durch Sawaus Berlin zu gehen. Einzelne Reiterpatrouillen streiften zwar nachhinein, indes wurde den Preußen beim Überschreiten der schwel!!Pässe nirgendwo ein ernster Widerstand entgegengesetzt. So rücktendrei Seiten in Böhmen ein. Während General Mülbe Sawbesetzt hielt und Graf Stolberg mit der Landwehr Oberschlesien Ae ^zog General Herwarth über den Paß von Schluckenau und ^auf Hünerwasser, wo er ein siegreiches Treffen lieferte, PrinzKarl aber marschierte über Reichenberg und erreichte nach demGefecht bei dem Dorfe Podol gegen die „eiserne Brigade" Gondrecodie Jserlinie, welche Clam-Gallas mit unzureichenden Streiter 1.zu halten suchte. Vereinigt warfen beide die Österreicher in W g ^Gefecht aus Münchengrätz heraus; Clam-Gallas wich nun nach M