Custozza
Zweites Kapitel: Der Krieg von 1866 und seine Folgen in Deutschland u. Italien. 491
z^^rhaßten Gegner, dessen Kräfte sie unterschätzten, zu messen. Aberreieb ^^etränkte Wahlstatt von Custozza, wo einst Radetzky den öster-Nein n " 2ltzler zum Siege geführt hatte (K 180), sollte dem Kaiserstaatbesetzt dringen. Als das italienische Heer Villafranca in der Ebene
und m stch zugleich des nordwestlichen Höhenkranzes zwischen VeronaSg ^^chiera zu versichern, auf dessen südöstlichem Abfall Custozza unddes ^vrpagna liegen, machte sich Erzherzog Albrecht, der SohnG^*Oerzogs Karl, des Helden von Aspern (§ 57), die Unvorsichtigkeit destznto n- Zunutze, indem er das zerklüftete Hügelland in Besitz nahm.öfter durch die natürliche Beschaffenheit der Gegend, welche dender sichern aus früheren Militärübungen genau bekannt war, erfochttz^^Zderzog an einem glühend heißen Junitag in der Schlacht bei 24 .Ju»nM6ZZa einen glänzenden Sieg über das feindliche Heer. Obgleich, ^ibora nach dem ersten Zusammenstoß das Schlachtfeld verließ, undder a ^ einer einheitlichen Leitung fehlte, hielten die Italiener mitÜhr r»ten Tapferkeit unter des Königs Augen den Kampf bis gegen dreiIverd^l^^; schließlich aber mußte der Rückzug über den Mincio angetreten^ieb^' waren auch die Sieger so erschöpft, daß die Verfolgung unter-ßb ' Aus die Kunde von dieser Niederlage gab Cialdini den beabsichtigtenByp ^vg über den Po auf und zog sich in seine frühere Stellung beiZurück. Seitdem wurden auf dem italienischen KriegsschauplatzZeit alle militärischen Operationen eingestellt, da die Italiener^icö ^ Aufstellung ihres geschlagenen Heeres beschäftigt waren, die Öster-biegen der preußischen Siege Venetien preisgeben wollten (ß 247).
^chte ^ behauptete seine Stellung am Jseosee; aber die geringfügigen Ge-kiard Streiszüge, die er mit seinen Freiwilligen und einigen National-er unternahm, entsprachen keineswegs den Erwartungen, die manNu setzte, und seinem früheren Ruhme.
vwckv 248. Die Kämpfe am Main. Gegen die süddeutschen Staaten der- Aufmarschtvurd b Preußen, da die Hauptmasse seiner Truppen in Böhmen verwendety mit derselben Schnelligkeit wie dort vorzugehen. Erst nachsianl, ^Eulation der Hannoveraner war Vogel v. Falckenstein im-tems ^ verschiedenen Truppenteile, die ihm die Generale Goeben, Man-Jhr Beher zugeführt hatten, zu einer Mainarmee zu vereinigen.korr>»^genüber waren die Bnndesheere in das siebente und achte Armee-stark ^Kilt; jenes umfaßte die bayerischen Streitkräfte, etwa 50000 Mannbisckw *^er dem Prinzen Karl, dem der aus dem schleswig-holstei-als ^ Kriege von 1849 (ß 179) bekannte Generalleutnant v. d. Tann^tzj^i/beralstabschef beigeordnet war; dieses, aus den Kontingenten von.uuiberg, Darmstadt, Baden bestehend, und durch die Naffauer'und eine^and Garnison von Mainz gebildete österreichische Brigade verstärkt,des unndestens gleicher Stärke wie das andere unter dem OberbefehlEauin^Ku Alexander von Hessen. Die preußischen Truppen waren^cher 9 ' ^ so stark (etwa 47 000 Mann), hatten aber den Vorteil einheit-Kupv ^^Eung; auch als dann das Oberkommando über sämtliche Bnndes-die g?u in Hände des bayerischen Oberseldherrn gelegt wurde, konntewünschte Einheit doch nicht erzielt werden.
gch.u Hähern standen im nördlichen Franken zwischen Rhön und Thüringerwald, während Mainselbzu,iaßte ^ Armeekorps nördlich von Frankfurt in der Wettcrau aufgestellt war. FalckensteinMan, sich zwischen die beiden Heerkörper in der Art einzuschieben, daß sie sich zu