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Vierter Band.
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- Zweites Kapitel: Der Krieg von 1886 und seine Folgen in Deutschland u. Italien. 495

ausgedehnt werden, aber die kaiserliche Regierung hatte nurg ..Österreich gehandelt. So wurde denn noch im Main- und Tanber-^t ein kurzer, zweckloser Krieg geführt.

Hz. ^kwhl hierbei die badische Division unter Prinz Wilhelm bei Hundheim und 2 »., 24. JuliUnter durch ihre tapfere Haltung sich rühmlich hervortat, obwohl die Württemberger

^Wäb i d- Harddegg bei Tauberbischofsheim ihren alten Kriegsmut trefflich 24. Juliund die Bayern bald allein, bald mit andern vereinigt bei Gerchsheim unddas« tlettingen und Roßbrunn mit Ehren im Kampf standen, war doch 25., 26. Juli

Stell ^""is aller dieser Einzelgefechte, wobei die Bundestruppen in meistens gut gewähltenbesann"^" vorzugsweise ihre überlegene Artillerie wirken ließen, schließlich der Rückzug der^Usn 8* "Reichsarmee" hinter den Main und die Besitznahme der Stadt Würzburg mit 27. JuliNxs, "^vle der Feste Marienberg durch die Preußen. Nachdem noch das zweite preußische'v Van Hüter dem Oberbefehl des Großherzogs Friedrich Franz von Mecklenburgbem ?"uth eingezogen und nach dem siegreichen Gefechte bei Seybothenreuth nach Nürn-u vorgedrungen war, erfolgte der Abschluß von Waffenstillständen.

Waffen still st andsverträge mit Baden, Bayern und Würt- 2».. so. Juli^ era ied ensfch lüffe verwandelt. 2. Aug.

m'"°erg wurden einige Wochen später in Frohne Einfluß waren dabei Bismarcks

G ""-i"e Einfluß waren dabei Bismarcks Eröffnungen über NapoleonsGrnd rheinischem Gebiete gewesen; auch war er wieder von demo ""sahe ausgegangen, daß den Besiegten keine Landabtretungen zu-iwd Eet. würden, sondern nur solche Bedingungen, aus denen ein starkeseiniges Deutschland hervorgehen könnte.

A^,^^ettemberg, Baden und Bayern erkannten in diesen Friedensschlüssen zu 4?''»^''an /"ivwohl die Errichtung des Norddeutschen Bundes als die Territorialveränderungen "b-achs m ^ Preußen vornehmen würde. Als Kriegskostenentschädigung mußte Württembergerst«, Üchz, Bayern dreißig Millionen Gulden entrichten, dafür blieben die beidenGchiels^' Bayern bis auf zwei kleine Distrikte, die zur Grenzregulierung dienten, voni>u -> Abtretungen verschont. Ein Schutz- undTrutzbündniszu gemeinsamem Handeln^rzoa u" °dues auswärtigen Krieges blieb vorerst Staatsgeheimnis. Der Groß-Hessen-Darmstadt mußte Hessen-Homburg mit Meisenheim und ein Stück^>n Uferen Verbindung der Enklave Wetzlar abtreten und zugeben, daß Oberhessendyst tschen Bunde beigefügt und die bisherige Bundesfestung Mainz ausschließlich

Erst .v^°ÜchenTruppen besetzt wurde. Länger dauerten die Verhandlungen mit Sachsen.

«ach ^ preußenfeindliche Minister v. Beust seines Amtes enthoben worden war, wurdeKoni» Preußen und Sachsen „Frieden und Freundschaft auf ewige Zeiten" geschlossen. 21 . Okt.^!atzu^ -willigte ein, daß nach Dresden und auf den Königstein neben der sächsischenTaixx "2 eine preußische gelegt werde, zahlte eine"Kriegskostenentschädigung von zehn Millionenbunden m>'°Eävte sich bereit, dem Norddeutschen Bunde beizutreten und sdie damit ver-in Militärorganisation vorzunehmen. Da sich inzwischen auch die Regentin Karoline^achs ° älterer Linie in die Notwendigkeit gefügt und der Herzog Bernhard von 28. Sspt.Rnte !! ^einingen, der sich nicht zur Anerkennung der neuen Zustünde entschließenüu,,.' durch die freiwillige Übertragung der Regierung an seinen Sohn Georg eine Aus- 20 . Sspt.

3. Sept.

^vr^d^,tt^^iich gemacht hatte, waren alle Hindernisse beseitigt, die der Konstituierung deseichen Bundes noch im Wege gestanden hatten.

freiwillige Übertragung der Regierung an seinen Sohn Georg

^ußiitl/ übrigen norddeutschen Regierungen hatten sich gleich anfangs zur Annahme der Norden unddentsH^^, Vundesreform bereit gezeigt. In betreff der südlich der Mainlinie gelegenen SildenVerein , aatcn erklärte sich Österreich in Nikolsburg einverstanden, „daß dieselben in einen^heren dessen nationale Verbindung mit dem Norddeutschen Bunde der

auf beim^^üudigung zwischen beiden vorbehalten bleibt", und im Präger Frieden wurdeBronns« ^ Anregung Frankreichs diesem Verein der süddeutschen Staaten „eine inter-

v. unabhängigeHistenz" zugesichert. Am Ende des Jahres trat in München Freiherr

d^'Elften aus dem Ministerium aus; an seine Stelle berief der sungeKonig Ludwig -u»i> Chlodwig von Hohenlohe-Schillingsfürst. welcher eine Mm"; mit^

der beutle eines Kriegs dessen militärische Oberleitung, zedoch Mit ausdrücklicher Wahrung

°ilsİrffchm Souveränitätsrechte und der Unabhängigkeit des Landes, als ^Programmges8°. Auf einen Frieden mit Liechtenstein, das 90 Mann zur österreichischen Armeehatte, verzichtete Preußen.