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Vierter Band.
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Der Krieg von 1866 und seine Folgen inDeutschland u. Italien. 497

^0- Zweites Kapitel:

des Waffenstillstandes in ihrem Besitz gewesen seien. Erstdie Nr Nbich durch neue Truppensendungen die ernstliche Absicht kundgab,?^bnzstriche selbst mit Waffengewalt zu verteidigen, und Preußen er-eint ^ ^ nur für den Erwerb von Venetien, nicht aber von Südtirol

Ann 6 " werde, gelang es Kaiser Napoleon, den König Viktor Emanuel zurNun der Bedingungen Österreichs zu bestimmen. Die Truppen wurdend^w Trientinischen zurückgezogen und der Waffenstillstand zumübst' gebracht, dem dann der Wiener Friede folgte. Eine Volks-sprach den einmütigen Willen aus, mit dem Königreich Italienzu werden, und so hielt Viktor Emanuel seinen Einzug in Venedig;feierlichen Huldigunqsakte auf dem Markusplatze schloß der zweite^ des italienischen Einigungswerkes.

Sem ^ ^fllen Monat dieses tatenreichen Jahres verließen auch infolge des Gar-baidistriim^bervertrags vom Jahre 1864 (ß 218) die französischen Besatzungs-denÄch-n-Die^ Stadt Rom, die sie siebzehn Jahre in Besitz gehabt hatten.fvlo ^^i^ung von Florenz begnügte sich vorerst mit den errungenen Er-^der die nationale Partei, Garibaldi an der Spitze, trachteted^I-^ch dem Besitze des Kirchenstaats: Rom mit seinem Kapitolium sollteNeu "^fffstadt geeinigten Italiens werden. Garibaldi wagte daher einen^ dü Einfall in die Besitzungen des Papstes. Aber eine französische Hilfs- Herbst i8s?unter General de Faillh, mit den neuen Chassepotgewehren bewaffnet,lürgte sich Mt den päpstlichen Truppen unter dem deutschen General

12. Aug.3. Okt.

7. Nov.

bine N' ""d brachte den schlecht gerüsteten Freischaren bei Mentanas. No». iss?Äspl Verlage bei. Garibaldi wurde nach kurzer Haft wieder nach seinemUleldEaprera zurückgebracht. „Das Chassepot hat Wunder getan,"lch^^der französische General frohlockend nach Paris. Das unüberlegte

Äahr

^nehmen hatte zur Folge, daß der Kirchenstaat aufs neue mehrere

Jndemni-

tätsvorlage

, ? hindurch von einer französischen Besatzung in der Hafenstadt Civita-die schützt wurde, bis endlich — wiederum durch deutsche Siege —tz^ge Stadt dem Königreich Italien zufallen sollte (Z 285).

Erfol Das Ende des Konflikts in Preußen. Die überraschenden

W Krieges, die vorzügliche diplomatische Leitung Bismarcks führten

öer s ^tzbn endlich einen Umschlag der Volksstimmung herbei. Die Früchtefichlü bekämpften Heeresorganisation waren auch den weitesten Kreisen8erin^ worden; man hatte gesehen, daß die Lasten des Krieges bei weitemdieü ^ gewesen waren, als bei den früheren Mobilmachungen: die jüngeredie m ^ hatte ausgereicht, der Landwehr hatte es kaum bedurft. So fielengi^ buwahlen zum Landtage am 3. Juli, dem Tage von Königgrätz, re-sie .^freundlich aus; es wäre vielleicht noch mehr der Fall gewesen, wennTage nach der Siegesnachricht erfolgt wären. Am 4. August kamWilhelm vom Kriegsschauplatze nach Berlin, um am folgendenbedeut " Landtag feierlich zu eröffnen. Und nun vollzog sich einer der s. Aug. isss.^vollsten Momente der neuen Geschichte. Auf der Höhe seinertza ^ Vollgenusse glänzender Siege baten der König und sein MinisteriNch bgensatz zu der Kreuzzeitungspartei, die die Lage in ihrem Sinne aus-Nachtv ^E^' ^ preußische Volksvertretung um Jndemnit ät, d. h. umder Ig Anerkennung ihrer verfassungswidrigen Schritte. Damit wardruck ^ bezeichnet, auf welchem das Abgeordnetenhaus, sollte es der Aus-der Ig * ^Esstimmung sein, mit der Regierung zusammengehen konnte:

2^3 der inneren Verständigung und der Machtvergrößerung nach außen.

"-Baldamus, Weltgeschichte. 21 . Aufl. IV. 32