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Vierter Band.
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498 Sechstes Buch: Die Gründg. d. neuen Deutschen Reiches u. d. Bollendg. d. stall Einheit-

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Das Abgeordnetenhaus begriff in seiner Mehrheit die Bedeutung der n ^gesuchten Indemnität. Mochten auch einzelne Mitglieder in starrer Konsequenzder Ansicht beharren, daß man diesem Ministerium in keinem Falle Geld benutzdürfe, so gab sich doch bald die Absicht der Mehrheit kund, die dargebotene Hzu ergreifen. Als der bisherige Präsident Grabow vernahm, daß ein WechsitPräsidium bei Hofe als ein Symptom einer versöhnlichen Gesinnung desHaW^angesehen werden würde, lehnte er die Wiederwahl ab, worauf v. Forckenzum Präsidenten gewählt wurde. Eine Reihe Mitglieder trat aus der vschrittspartei aus und bildete die nationalliberale Partei. Das 4s. Sept. demnitätsgesetz und nach einigem Sträuben auch der von dem FinanzmmllW. Sept. v. d. Heydt geforderte Kredit von 60 Millionen Taler wurden bewilligt,dann bei Beratung des Budgets zum erstenmal seit 1862 (8 220) wiedergesetzlich geordneter Staatshaushalt geschaffen.pAeibungen Noch geringeren Widerspruch setzte das Abgeordnetenhaus den DMlagen der Regierung über die Machtvergrößerung des Staats und überdeutsche Bundesresorrn entgegen. Am 17. August legte die Staaregierung dem Landtage die königliche Botschaft über die Vereinigung bKönigreichs Hannover, des Kurfürstentums Hessen, des HerzogtM"Nassau und der freien Stadt Frankfurt mit Preußen vor, uam 7. September wurde der Gesetzentwurf über die Einverleibung, °genannten Staaten mit 273 gegen 14 Stimmen angenommen. . EiEZeit nachher erfolgte auch die Annexion der Herzogtümer Holstein uSchleswig. Am 20. September, an demselben Tage, da das sieg^^Heer unter seinem königlichen Oberfeldherrn durch eine prachtvolle, kuMgeschmückte Via trinmxkalis seinen feierlichen Einzug in Berlin 'wurde durch ein Gesetz die Vereinigung der neuen Landesteile mitpreußischen Monarchie ausgesprochen und zugleich verkündet, daß mit d1. Oktober 1867 die preußische Verfassung darin in Kraft trete. ^Generalen und auch Bismarck wurden reiche Dotationen beschlossen. ^königlicher Amnestieerlaß für alle wegen Preß- und politischer Vergs^.unter Strafe gestellten Personen bildete den Schluß dieser denkwürdigTage. Von den entthronten Fürsten, denen Entschädigungssummenwilligt wurden, fügte sich der Herzog Adolf von Nassau; der KursuvFriedrich Wilhelm von Hessen entband seine Truppen. Beamten und Unstanen deS Treueids, gab aber seine Ansprüche auf das Kurfürstentum n^aus; König Georg von Hannover, der in Hietzing bei Wien weilte, lehjedes Zugeständnis ab. de

Welfenfonds Als tzx sogar eine eigene Kriegsmannschaft, „die Welfenlegion", im AnS ^unterhielt, wurde die Auszahlung der Abfindungssumme, welche ohnedies wegen ihrervon 16 Millionen Taler großen Widerspruch im Abgeordnetenhause gefunden hatte, ^suspendiert und auch sein übriges Vermögen, soweit man dessen habhaft werden konnte,Beschlag belegt. Die Gelder sollten in der Hand des preußischen Ministeriums bleiben »Abwehr feindlicher wölfischer Bemühungen gegen Preußen". Diese Gelder waren der Urip ^des später viel besprochenen „Reptilienfonds". Seit 1879 erhielt nach dem Tode GeorgKöniginwitwe Maria nebst ihren Töchtern eine jährliche Rente von 240000 Mark aus ^Welfenfonds ausbezahlt. Nachdem dann Georgs V. Sohn, Herzog Ernst August von Euland, am 10. März 1892 in einem Briefe an Kaiser Wilhelm II. jede AbsichtUnternehmungen von sich abgewiesen hatte, wurde die Beschlagnahme des Welfenfondsgehoben; seitdem werden die Einkünfte desselben dem Herzog ausgezahlt. ^ .

8 251. Der Norddeutsche Bund. Die Hauptfolge des Krieges abWar die Begründung des Norddeutschen Bundes. Nachdem sämtliche

Nord-

deutscher

Bund

gierungen nordwärts des Mains ihren Beitritt auf Grund der Reformvo

,rlage

vom 10. Juni (8 242) erklärt hatten, wurden Bevollmächtigte der Regier

lMgell