Kompen-
sationen
500 SechsteSBuch: D.Gründg.d.neumDeutschenReichesu.d.Vollendg.d.ital.Emheit- 8^
vier Staaten einlud: nicht einmal in der Heeresorganisation konnteEinigung erzielt werden. Dagegen begannen die nationalen Ideen stauch im Süden stärker zu regen, als Napoleon auf seine Kompesationen zurückkam. ^
Wir haben gesehen (ß 247), wie Bismarck während der Verhandlungin Nikolsburg unter dem Druck der Verhältnisse Napoleons AnsinnaufGebietsvergrößerungen am Rhein dilatorisch behandeln must 'Als dann noch während der Friedensverhandlungen der französische I.A"sang Aug, Benedetti von neuem die Abtretung rheinischer Gebiete mit Einsast pvon Mainz anregte, wurde er von Bismarck abgewiesen; zugleich restGeneral von Manteuffel nach Petersburg, und es ertönte der eininuugRuf aus Deutschland, „daß jeder Zollbreit deutschen Bodens in gemeinsamAnstrengung mit dem letzten Blutstropfen zu verteidigen sei." Da leni.Sept. 1866 Napoleon ein: der Minister des Auswärtigen, Drouyn de Lhuis, tvrüseines Amtes enthoben, und es wurde außerdem verbreitet, daß dieInstruktion des Botschafters dem Kaiser während seiner Krankheit entrstlworden sei. Indes der Mißmut des französischen Volkes über Preujst,Ruhm (Z 255) forderte weitere Schritte, und die Gelegenheit dazu sch^u ^Luxemburg luxemburgische Frage zu bieten. Das mit Holland durch
union verbundene Land war Mitglied des Deutschen Bundes und des Z"Vereins gewesen, seine Hauptstadt hatte als Bundessestung eine preußst^Besatzung gehabt. Durch die Auflösung des Deutschen Bundes kv^^j,die Lage sehr unklar geworden. Das Land gehörte dem Norddeutschen 2mnicht an, aber die preußische Besatzung und die Zugehörigkeit zum Zo^<ri.war geblieben. Da verbreitete sich die Nachricht, daß König Wilhelm isti86? von Holland, der zugleich Großherzog von Luxemburg war, im Degistehe, das Land um eine Geldsumme an Napoleon abzutreten, dtapostwünschte dadurch den „patriotischen Beklemmungen" der Franzosennung zu tragen; er gedachte dann später Preußens Zustimmung ZUlangen. Aber diese Pläne waren zu früh ruchbar geworden, und in Demi Iland gerieten die Gemüter in eine gewaltige Aufregung. Es fehltean Stimmen, die laut auf einen Krieg drangen, der ja doch nnverrneMsei, ein Ruf, in den auch die Gegner Preußens hoffnungsfroh einstimmt ^wurden doch in Holland schon Werbungen für eine zum KampfPreußen bestimmte hannöversche Legion vorgenommen. Aber der Ko ^und Bismarck hielten den Zeitpunkt für einen Krieg mit Frankreich "nicht für gekommen. In seiner Antwort auf die von nationaler Begeistert ^1 . April 1867 getragene Anfrage des Reichstagsabgeordneten v. Bennigsen wies Bismadaraus hin, daß die Frage einen europäischen Charakter habe, da Ltkebürg in dem Londoner Teilungsvertrag vom Jahre 1839 (§ 121) undie Garantie der Großmächte gestellt sei. Er erreichte seinen Zweck- ^König von Holland erschrak vor der Verantwortung eines Kriegeslenkte ein. Und so empfindlich es auch für Napoleon war, von st^st .Plane abzustehen, so scheute auch er noch vor einem Kriege zurück und g >auf den Vorschlag einer europäischen Konferenz in London ein- ^
Mai dieser gelang es den Bemühungen Österreichs, Englands und Rußm '
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7.-11
1867
eine Verständigung herbeizuführen. Frankreich trat von der Erwem ^Preußen von seinem Besatzungsrecht zurück gegen die von den Großmast! ,übernommene Gesamtgarantie einer „Neutralisierung des GroßherzogmLuxemburg" unter Schleifung der Festungswerke. Im Zusammen^