Z14 Sechstes Buch: D. Gründg.d. neuen Deutschen Reiches u. d- Vollendg. d. ital. Einheit.
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Beschlüssedes franz.
Dies Vertrauen auf die durch Preußen entwickelte germanische Kraft "die Anziehung, welche einer entschlossenen und tapferen Politik innewoy 'wenn sie Erfolg hat und dann sich in vernünftigen und ehrlichen ^bewegt, dieser Nimbus Preußens ging unwiderruflich oder doch auf la"^Zeit verloren, wenn in einer nationalen Ehrenfrage die Meinung 'Volke Platz griff, daß die französische Insulte: ?ru886 euns' (PreUp.
duckt sich) einen tatsächlichen Hintergrund habe." So schickte Eisma 'da die Depesche in der vorliegenden Form zu milde erschien, und erBeleidigung zurückgeben wollte, im Einverständnis mit Roon und M"die Depesche in folgender, viel schärferen Fassung in die Welt:
„Ems, 13. Juli 1870. Nachdem die Nachricht von der Entsagung desvon Hohenzollern der kaiserlich französischen Regierung von der königlich spanischen ammitgeteilt worden ist, hat der französische Botschafter in Ems an Se. Majestät den ^ ^noch die Forderung gestellt, ihn zu autorisieren, daß er nach Paris telegraphier,
Se. Majestät der König sich für alle Zukunft verpflichte, niemals wieder seine ZusUM ^zu geben, wenn die Hohenzollern auf ihre Kandidatur zurückkommen sollten. Se. Malder König hat es darauf abgelehnt, den französischen Botschafter nochmals zu einpsa ^
und demselben durch den Adjutanten vom Dienst sagen lassen, daß Se. Majestät
Botschafter nichts weiter mitzuteilen habe."
§ 259. Die Vorgänge in Paris und die Kriegserklärung. 2^1
Depesche, welche am 14. Juli in Deutschland bekannt wurde, befreite stdie Herzen von einem Alpdruck; in Frankreich dagegen rief sie "des,ran,, wahre Wut hervor, vor der alle Vernunft verstummte. In dem .
Ministerrats 14 , Juli früh 9 Uhr in St. Cloud unter dem Vorsitze des kranken Kau
tagenden Ministerrat sah man zunächst in der Depesche keine Beleidig"Frankreichs, denn man beschloß, die Berufung der Reserven aufzuschi"" -Aber unter dem Eindruck der Nachricht von der Rückberufung BKmtzund der von Gramont gebrachten Mitteilung einer Depesche aus MüuÄ ^daß die Abfertigung Benedettis allen europäischen Höfen bekannt Ml-'vsei, beschloß der Ministerrat in einer dritten Sitzung um Mitterna^'die Armee sofort mobil zu machen. Der Vorschlag des Kaisers,europäischen Kongreß zu berufen, der jedem Prinzen einer Großmachtbieten sollte, einen fremden Thron zu besteigen, wurde verworfen. Daß " .Kaiserin, von den klerikalen Elementen getrieben, den Umschwung herbeiges"^'gsAgÄ»-' habe, ist spätere Erfindung. Am 15. Juli fanden dann zwei Sitzungden Körpers des Gesetzgebenden Körpers statt. Die erste schloß um 5 Vs Uhr nachmittag'die zweite begann um 9'/s Uhr abends. Zu dieser Zeit war dieDepesche" allgemein bekannt; ja, Benedetti, der am 15. Juli vormittags^Paris eingetroffen war und der Kammersitzung selbst beiwohnte, hatt"Depesche schon am 14. Juli vormittags, noch in Ems gelesen und si"zutreffend gefunden, daß er ihre Entstehung unmittelbar dem königlm,Kabinett zuschrieb. In der ersten Kammersitzung, in welcher über,^.Kriegskredite verhandelt wurde, behauptete nun Gramont, dieRegierung habe alle Kabinette Europas benachrichtigt, der König st ^sich geweigert, den französischen Botschafter zu empfangen. Da verlaThiers unter dem Wutgeheul der Kammermehrheit, die Regierung 1 ^die Depeschen vorlegen, auf die hin sie die Entschließungen gefaßtdie einer Kriegserklärung gleichkämen. Aber ein entsprechender Antrag 3"Favres wurde von der Kammermehrheit abgelehnt. In der zweiten KamMsttzung behaupteten Gramont und der Berichterstatter des Ausschussesdie Kriegskredite — dieser Ausschuß hatte zwischen den beiden KamM