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Drittes Kapitel: Der deutsch-französische Krieg und das neue Deutsche Reich. 515
düngen beraten —, die Depesche der preußischen Regierung an alle Kabi-Nvck^ ^wpas habe dem Ausschuß vorgelegen. Als Gambetta trotzdemDen Verlesung der Depeschen drang, wurde er niedergeschrieen. Diese^peschen bestanden in Wirklichkeit nicht, wie dies durch ein Rundschreibent^^rcks vom 18. Juli und durch die französische enguew xarlumsu-schutz ^"".1872 festgestellt wurde: Gramont hatte gelogen, die Aus-I jd^tglieder waren betrogene Betrüger; man wollte den Krieg. MitIbeb Harzen" kündigte ihn der französische Minister an, und der Senat,erb g ^ Unwillen und Zorn", stimmte in den Kriegsruf ein. Vergebensbesonnene Männer, wie Thiers, Jules Favres, Arago u. a. diep,. ^nde Stimme. Die Rheingrenze müsse man haben; „nach Berlin!"
(?' . ie Antwort. Die Geldsorderungen für Heer und Flotte, sowie dieyg»-Drehung der gesamten Mobilgarde wurden mit einer der Einstimmigkeit^Mvinnmwen Mehrheit bewilligt. Am 19. Juli erfolgte die Krieg s-^>°ss°E-bih/krtzng, die als das einzige offizielle Aktenstück aus dem ganzenist ^Eschen Notenwechsel an das Auswärtige Amt Preußens gelangtPr niemals seit der Gründung des Kaiserreichs befanden sich diestiw ' öffentliche Meinung so sehr mit der Regierung in Überein-^?tzng, als in diesen Tagen. Zum ersten Male erschallte wieder dieH ^illaise mit ihrer revolutionären Gewalt. Man hatte die aufregendenl>ei ' Töne seit dem Staatsstreiche nicht mehr geduldet; jetzt wurde .lied^b^ Feste in St. Cloud von dem Kaiser selbst das berauschende Sturm-Losung Zum Kampfe freigegeben. Aber diesem Übermut, diesemdak > ^rtrauen und dieser Eitelkeit, die in so grellen Zügen hervortraten,kr>^>' ^ Zweifel an Frankreichs Überlegenheit als vermessene Anmaßung^^n, entsprach die wirkliche Bereitschaft nicht.
^otz der Versicherung des Kriegsministers L e b oeu f , daß alles vollkommen Zikch/Wr"
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«exr ^igte sich sofort planlose Hast und Überstürzung, Unfertigkeit infolge^icht s; Organisation des Ersatzwesens: die Leute konnten ihre RegimenterDivis buden, bie neuernannten Generale wußten nicht, wo ihre Brigaden undst°nen stimden. Als der Kaiser Napoleon, dem man trotz seiner Krankheit
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Rat der Kaiserin den Oberbefehl des ganzen Heeres aufzwang, nach
wx^di Wnd er die Bahnhöfe mit Kriegsmaterial angefüllt, das die am Not-str ?^Uen Mangel leidenden Truppen nicht erreichen konnte. Die Sanitätswagenvhvb A Heer befanden sich im Jnvalidenhotel in Paris, aber ohne Geschirr undsichund während ganze Divisionen ohne Lagergeräte waren, fandenip s, Rletz 400 000 Zelte vor, aber ohne Zeltstöcke und Schnüre. Als späterüllia " ^awpfen vor Metz die Patronen zu mangeln begannen, fand man zu-A^s-^bhrere Millionen auf dem Bahnhof, vermischt mit Zwiebelkisten. Keindst ^ hatte eine Ahnung vom Vorhandensein dieser Munition gehabt. Auchübrj„. ^k>ung der Truppen, namentlich der Reiterei, ließ sehr viel zu wünschenHerv """ weiten Erkundigungsritten, vom Sicherheitsdienste verstand sie nichts.^rievK^/ die Täuschung in bezug auf die Stimmung des Landes. Wohl^Ooon^schrei an allen Orten, wohl überall der Ruf: „ä Berlin!" aber dieblstb^ freiwilligen, auf die man mindestens rechnen zu können glaubte,
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>ai anders auf deutscher Seite! Auch hier volle Kriegsbegeisterung, alsferste ^ Entscheidung gefallen war. Die Rückkehr des Königs von Ems nachie rinn,-binem Triumphzuge; überall dasselbe Bild der Entrüstung über>elche^ ardrgen Auftritte und das Gefühl, daß ein Völkerkampf bevorstehe, inDeutschland sich rächen würde für die jahrhundertlangen We-gen und Gebietsverluste. So viel Freiwillige stellten sich sofort zu den
Stimmungin Deutsch-land
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