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Drittes Kapitel: Der deutsch-französische Krieg und das neue Deutsche Reich- 519
Ersten nicht geladen. Eine dogmatische Kommission, in der besonders die Jesuitenund Schrader hervortraten, bereitete die Aufgaben des Konzils vor,
e»tt ^streute das Organ der Kurie, die von Jesuiten redigierte „Oiviltg,
„nsi-Mr^"' die letzten Zweifel an der Absicht, den Papst durch das Konzil fürHob r erklären zu lassen. Nun beantragte der bayerische Minister, Fürstgib den lohe, in einem diplomatischen Rundschreiben Konferenzen der Re- o-Apr« leosvon n l"' VP zu dieser „weit über das religiöse Gebiet Hinausreichenden Frageschl dechpolitischer Natur" Stellung zu nehmen. Die Ablehnung dieses Vor-scheste ^urch den österreichischen Reichskanzler Beust ließ diesen GedankenHokwm"f ultramontane Partei in Bayern bewirkte bald darauf den Sturzden (8 253), und in Frankreich vereinigte sich die Stimme Olliviers mituuck ^."«montanen in der Forderung einer absoluten Neutralität der Staaten. Daka^. ^ußen in seiner reservierten Haltung in katholisch-kirchlichen Fragen be-sah man in Rom mit Geringschätzung auf die höhnenden Reden der
harrteIch,
^heol ^ dünner und machte sich wenig daraus, daß selbst namhafte katholische"uf deutschen Universitäten, vor allen der Münchener Stiftspropftichäriü"^" (unter dem Namen „Janus"), das werdende Dogma mit denMsl der Wissenschaft bekämpften, und daß gleichzeitig gelehrte fran-
"oischöse, wie Maret und Dupanloup, die Grundsätze des Galli-^ 8 ^07) erneuerten. Etwas mehr Besorgnis erregten die neunzehn
sst i^db" Bischöfe, welche zu Fulda einen Hirtenbrief veröffentlichten, in welchem S-pt. isss, Pe Erwartung aussprachen, „daß das Konzil keine neuen Dogmen einführen
Und
bürgerliche Ordnung nicht eingreifen werde", und den Papst in ememU>ar ?'^Een beschworen, von seinem Vorhaben zurückzutreten. Die Antwortfür s, -^-^Nuß einer Geschäftsordnung, welche die Einbringung von Vorlagenvon dem Papste vorbehielt und ihm das Recht zusprach, Anträge, die
der Ivlk ^u gestellt werden sollten, selbst gegen den Willen des ganzen Konzilsiskussion zu entziehen.
beiwob l"'"^ ^>in das Konzil, welchem stets etwa 700 berufene Teilnehmersirchp . en, mit allem Glänze eröffnet und tagte im rechten Kreuzarm der Peters- Dez. wogder^^E) akustisch sehr ungünstigen Räumlichkeit. Allmählich zeigte sich, daß^tulanmr"^' bestehend aus Italienern und Spaniern, vor allem aber aushalt dp "Ä^tffen (in partidus) und ungefähr 300 Klerikern, deren täglichen Unter-zn ftxi* bezahlte („päpstliche Kostgänger"), eine höchstens auf 150 Stimmenstand Opposition deutscher, französischer und ungarischer Bischöfe entgegen-
^°Nar>ö'b - ^ alten Rechte des Bistums zu behaupten und der päpstlichensition ^ bine aristokratische Begrenzung zu geben willens war. Diese Oppo-3iai,s>/bren Führer die österreichischen Kardinäle Schwarzenberg undbürg I^vr, Erzbischöfe von Prag und Wien, der Bischof Hefele von Rotten-Qrle'ans^ ^rzbischof Darboy von Paris, die Bischöfe Dupanloup vonCt. « und Maret von Sura und der amerikanische Erzbischof Kenrick von^ifend"n! sah sich jedoch gehemmt schon durch die der Hauptfrage vor-
lebte j^c^^^tsordnung. Da Petitionen und Proteste hiergegen nichts fruchteten,
Zu lass» o^Mlreich der Gedanke wieder auf, die Staaten bei dem Konzil vertretenscheitet"', diese Versuche verursachten wohl schleppende Verhandlungen,
welche Ibdoch an der Gewandtheit des päpstlichen Staatssekretärs Antone lli,sich ^ Staatsmänner mit der Versicherung einzuschläfern verstand, es handle!!^Mun^ untergeordnete, um theologische Gegenstände. Bei der herrschenden Ver-Hbermjjltd nvußte jedoch der Plan, die Unfehlbarkeit durch eine Demonstration vond^rdea Wirkung, eine sogenannte Akklamation, durchzusetzen, aufgegeben
I^chtia--» 1?" beschäftigte daher das Konzil zunächst durch Vorlage eines weit-^?8reaaö' Entwurfes vom katholischen Glauben, bis endlich in der General-^uspruck^ Unfehlbarkeit zum ersten Mal offen gefordert wurde. Der F-br.^(tem ß; ^ . ungarischen Erzbischofs Heywald wurde von der Majorität mitschrei zurückgewiesen, außerdem wurde nunmehr an die Stelle des bald
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