0' Drittes Kapitel: Der deutsch-französische Krieg und das neue Deutsche Reich.
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Mittags
Gefangen-
nahme
^ ^rvonne nach den heftigsten Anstrengungen in ihre Gewalt brachten und densrau-».-'-^ei und in Bazeilles mit den von den wutentbrannten Einwohnern unterstützten^!e t p " Marinesoldaten einen Vernichtungskamps führten, die Hand reichten, so daßton furchtbaren Geschützfeuers der Franzosen die wichtige Stellung auf den Höhen
strx„g^ Mrmcelle und Schloß Monvillers in Besitz nehmen und mit gemeinschaftlicher An-^chlack^ » §eind aus der festen Stellung von Balan vertreiben konnten, da neigte sich das^°rdw auf die deutsche Seite. Inzwischen erschienen die Truppen der III. Armee im
ejp fu Stadt, besetzten die Ausgänge von St. Menges und Fleigneux und richteten
stni m>sff^ares Artilleriefeuer auf die gegenüberstehenden französischen Heeresabteilungen.
ÄiEh " "3 waren die Franzosen schon dergestalt eingeschnürt, daß nur noch zwei schmalessst;. ^ "ach Süden und nach Norden offen standen, um entweder zwischen Givonne undNach belgische Grenze zu erreichen oder von der Vorstadt Torcy aus über Vouziers
ein^ ^ch durchzuschlagen. Aber General Wimpffen trug Bedenken, hier oder dortzn "s^ruch, der allerdings nur mit den größten Verlusten vielleicht gelingen konnte,
^fchlos, ^ald war auch die nördliche Öffnung bei Jlly durch das Gardekorps
jojey I .^"d nun wurde von allen Seiten ein mörderisches Artilleriefeuer gegen die Fran-ko,, Kpso daß sie nach der letzten vergeblichen Anstrengung bei Floing, wo GeneralTod dorn elften Armeekorps und der französische Reitergeneral Margueritte auf den
blickn,wurden, alle Versuche eines Vordringens aufgaben und am Nachmittag den^ »ach Sedan antraten.
)usam ^ kleinen Stadt war am Abend die ganze Armee Mac Mahons
^engedrängt, und es herrschte in ihr eine beispiellose Unordnung und Napoleonsgetz s^ung, die noch erhöht wurde, als die deutschen Truppen von den um-Ddt>> Höhen herab die Festung zu beschießen begannen, und an mehrereneUM Stadt Feuer ausbrach. Um das Elend nicht noch zn vergrößern,kann s, ^her Kaiser Napoleon dem General Wimpffen den Beseht, zue reu. Dieser gehorchte mit innerem Widerstreben, aber durch die Not-^Eeit gezwungen. Schon wehte die Parlamentärslagge am Tore vonöxz ^ der Oberst Bronsart von Schellendorff eintraf, um im Namen
Aafß von Preußen Armee und Festung zur Übergabe aufzufordern.
y ste xr ^ ^ Hauptquartier zurück, begleitet von dem französischendes^ille, welcher dem König ein Schreiben Napoleons überreichte n S°pi.ich ^ Halts: „Da ich nicht in der Mitte meiner Armee sterben konnte, so legedas Degen in die Hände Eurer Majestät." König Wilhelm nahmlilh^ Erbieten an mit dem Zusatz, daß Napoleon einen Offizier ernennenerog/s?ffa über die Kapitulation der Armee zu unterhandeln. Napoleonder N ^ aur für seine Person, da er den Oberbefehl nicht führe und allesHg^^atschaft in Paris anheimgegeben habe. Die Abfchließung destiderlnn Kations Vertrages blieb dem Höchstkommandierenden Wimpffen Kapitulation»ach llZw der sich zu dem Zweck in Begleitung des Generals Castelnauzu ^ . onchez,-^ stegab, um mit Moltke und Bismarck in Verhandlungendauerten die ganze Nacht hindurch; aber wie sehr auch derkefs o *lche Feldherr sich bemühte, eine Milderung der bitteren Notwendig-^llstlee Stangen, Moltke ging von der Bedingung der Übergabe der ganzenzeit: fe'^Ä ^nade und Ungnade nicht ab; er gewährte eine kurze Bedenk-Neuey!! erfolglos verflossen, so werde die Beschießung der Stadt vonab, ^ginnen. Auch Bismarck wies entschieden jede mildere Bestimmungdes P ^ ^tonte, daß aus die Dankbarkeit eines französischen Herrschers
-- in n, Ees zu rechnen Wahnsinn sei und ein trügerisches Lustschloß wäre;
nicht Prophetischer Weife sagte er, daß man nicht wissen könne,
^hte, die ^ kurzer Zeit eine Regierung auftrete, welche kein Gesetz^*öe, ist,. achungen nicht anerkenne und sogar die Offiziere zwingenH°ber?B ^sprechen nicht zu halten. So wurde um 6 Uhr morgens,
aldamuz, Weltgeschichte. 21. Aufl. IV. 34