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Vierter Band.
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'^68. z 27V.

Drittes Kapitel: Der deutsch-französische Krieg und das neue Deutsche Reich. ZZZ

des? E69. Die Einnahme von Straßburg. Durch die Gefangennahmebm- ^^'iösischen Heeres bei Sedan war das Schicksal der Festungen Straß-Prokl*"^ - ^ ^siegelt. An demselben 24. September, an welchem die

ann g ^Eion von Tours die Bedingrrngen des Waffenstillstandes für un-bhmbar erklärte, fiel bereits eine der verlangten Festungen. Toul,sak s-lagere Zeit von Truppen des Großherzogs von Mecklenburg belagert,ein scharfem Bombardement zur Kapitulation gezwungen; es war

yg^lchtiger Erfolg, weil dadurch die Eisenbahnverbindung vom Rhein bisauch ^ris "h"e Unterbrechung hergestellt wurde. Wenige Tage nachher fielals d' ra^ burg, dessen Auslieferung die französischen StaatsmännerMößte Ehrlosigkeit von sich gewiesen hatten, trotz der heldenmütigen >^digung des Generals Uhr ich in die Hände der Deutschen.

Word "Bevölkerung Straßburgs war im Laufe von zwei Jahrhunderten französisch ge- Belagerung

^Nniä^r' Borteile, einem großen Staate anzugehören und von den Jämmerlichkeiten des

lassen Deutschen Reiches erlöst zu sein, hatten die deutsche Stammverwaudtschaft vergessen 27. Sept.

t>vr konnte der Kommandant Uhrich, als am 10. August ein deutscher Parlamentär

dtz . reu Festung erschien, ihn mit der Erklärung zurückweisen, daß die Stadt sich

tetdj. ^ äußerste verteidigen werde. Schon nach wenigen Tagen war die Stadt, deren Ver-

F,rtz ^buustalten keineswegs in glänzendem Zustande waren, die auch durch keine detachierten

Unischr-? Feind in der Ferne halten konnte, von badischen Truppen unter General v. Bey er is. Aug.

^ese wurden durch preußische Truppen verstärkt und unter den Oberbefehl des^hnte > Werder gestellt, der nun Anstalten zum Bombardement traf. Uhrichnascht nur die wiederholte Aufforderung zur Übergabe ab, sondern er weigerte sich sogar,gerich/"lurhospital aus der Nähe der Zitadelle zu verlegen und das auf dem Münster ein-daz Observatorium zu entfernen, wodurch dieses herrliche Denkmal gotischer Baukunst,

* Pritsche General schonen wollte, in den Kreis der Beschießung gezogen werden mußte,bei dem Bombardement, das am furchtbarsten am 24. August wütete, auch daslanden ^"seum, die Neukirche, die Stadtbibliothek mit unschätzbaren Manuskripten und Ur-N ^^unde; ganze Straßen, vor allen die Steinstraße, wurden in Trümmer gelegt,jedes ^mtttlung des Bischofs von Straßburg hatte keinen Erfolg, da der KommandantDe^ § Geständnis verweigerte; er ließ vielmehr die offene Stadt Kehl in Brand schießen,die dritl^m folgte die regelmäßige Belagerung; am 2. September war schon

^ruis b Parallel nahe an die Festung herangeschoben. Auch die Ausfülle der tapferen^ürae>-r!r ^eben ohne Erfolg, aber an eine Ergebung dachte man nicht, besonders da die^dublu"^f die Kunde von den Vorgängen in Paris der Nationalverteidigung der neuen^cheer ^ nicht versagen wollte. Schließlich aber hatten die Belagerungsgeschütze solchehabea angerichtet, daß ein Gcsamtangriff mit der Erstürmung der Festung geendigt

den, ^sMrde. Um der Stadt dies schwere Schicksal zu ersparen, ließ der Kommandant aufaus n, Mster die weiße Fahne aufziehen. Die Kapitulation kam ohne weitere Schwierigkeiten

ber im Vertrag von Sedan aufgestellten Bedingungen zustande. Straßburg, die 27. Sept.flucht^ s?°ne Stadt", war dem neuerstehendeu Reiche wiedergewonnen. Freilich bewies diedeutsch^P^che Auswanderung vieler Elsüsser nach der Schweiz und Südfrankreich, daß wenig!°psere ^^p°thien unter dem entfremdeten Bruderstamme vorhanden waren. Auch derfrunzösjr4°"^udant Uhrich nahm die Gastfreundschaft der Schweiz in Anspruch, von denUronu Journalen, die ihn anfangs in den Himmel erhoben hatten, nun als „Verräter"

«Markt H 352).

Die Einschließung von Paris. General Vinoy war mitlllil "^ekorps aus dem Wege von Chälons nach Mezieres, um sich^Und ^ Mahon zu vereinigen, als er von den Ereignissen in SedanEhielt. Er wandte sich nun nach Paris und seine Mannschaftenbox f?" "bn Kern des Verteidigungsheeres, mit dem Trochu die Riesenstadtbin anrückenden Feinde zu schirmen gedachte; mit allen waffengeübtenKation r nran aufzubringen vermochte, den Marinetruppen, Mobil- und40ooosi H5^en n. !- tv- mochte sich die Zahl der Bewaffneten wohl aufdsinstH^ .nun belaufen, die freilich nur zum kleinen Teil wirklich feld-wtig waren. Schon waren auch die beiden deutschen Armeen, welche