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Vierter Band.
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534
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Laori10. Sept.

Einschlie-ßung vonParis19. Sept.

534 Sechstes Buch: D.Gründg. d. neuen Deutschen Reiches u. d. Bollendtz. d. itat.Einheit. 8"

bei Sedan gefochten hatten, unter den Kronprinzen vonund Sachsen auf dem Marsch nach der Hauptstadt begriffen. ^welcher Erbitterung die Franzosen bei der Annäherung der Deutschenfüllt wurden, bewies ein Vorfall in Laon. Nachdem Stadt und Zswvon dem Kommandanten, General Theremin d'Hame, VertragswertOberst von Alvensleben übergeben worden war, flog das PulvernragvVin die Luft, so daß gegen hundert deutsche Soldaten und Offiziereeine noch größere Zahl französischer Mobilgarden getötet oder verwu ^wurden. Theremin selbst, den man anfangs für den Urheber hielt un .Haft setzte, erlag einige Zeit nachher der bei der Explosion erhaltenen K 1Wunde. In der Folge stellte es sich heraus, daß man es mit derbrecherischeu Handlung eines fanatischen Zeugwarts zu tun hatte- ^Nach einigen Gefechten vollzogen die deutschen Truppen allmählichEinschließung von Paris in der Weise, daß die ArmeePrinzen von Sachsen sich am rechten Ufer der Seine und unteren tu ^auf der Linie von Argenteuil über Montmagny, Blanc Menil iwrch ^Wald von Bondh bis Gournah ausstellte, während die des Kronprr ^von Preußen das linke Ufer von Gournah an der unteren Marne ,Bonneuil, Choisy le Roh, Thiais, Chevilly, Sceaux, Meudon, SevresBougival besetzte. In diesem nördlichen und südlichen Halbkreis des erser^Ringes waren die einzelnen Heeresabteilungen, die durch NachzrE ^mählich die Höhe von 150000 Mann erreichten, so verteilt, datzpreußischen Armeekorps vorzugsweise den Norden und Westen innehawährend im Süden die Bayern unter Hartmann und v. d. Tann, imdie Sachsen unter Prinz Georg, später (8 274) die Württemberger uObernitz mit den Preußen gemeinschaftlich die Festungslinie bewach , ^König Wilhelm nahm sein Hauptquartier in Versailles. In dbNt dRäumen, von wo einst in den Tagen Ludwigs XIV. die Machtsprüch^ ^die Gesetze ausgingen, denen Europa sich in Demut beugte, in denen ^moderne Bürgerkönigtum und das zweite Kaiserreich die Großtaten^französischen Ruhms prahlerisch in mächtigen Wandgemälden darstellenschlug jetzt der greise Heldenkönig sein einfaches Feldbett auf. Drv?starken Befestigungen von Paris, hoffte man auf einen raschen Erfom ^Belagerung; man zählte besonders auf die unwiderstehliche MachHungers, da man die Verproviantierung einer solchen Riesenstad ^Monate für eine Unmöglichkeit hielt. Man war daher vor allemParis zu isolieren und jede Zufuhr abzuschneiden; durch sortisikaw v,Arbeiten aller Art, Erdwerke, Geschützausstellungen, Schützengräben,kaden, Blockhäuser, Verhaue, Befestigung von Dörfern und Gehöften, cObservatorien und Telegraphenverbindungen suchte man die Zernrerlinie undurchdringlich zu machen. ^

Wie sehr auch Trochu sich anstrengte, durch fortwährendesM. Ssxt. den Forts und durch wiederholte Ausfälle (zuetst im Süden gegen

und Chevilly) die Einschließung zu verhindern, die Schanzwerke 6 ?^ii.stören: seine Unternehmungen scheiterten an der Wachsamkeit der Den i ^Aber zum großen Erstaunen Europas zog sich die Belagerung vonzu Woche, von Monat zu Monat hin, ohne daß von außen ernhafter Fortschritt, von innen ein Erlahmen der Widerstandskraft Mmerkbar machte. Durch die Ausdehnung der Forts war man^seits genötigt, sich in solcher Entfernung zu halten, daß eine ""