540 Sechstes Buch: D. Gründg. d. neuen Deutschen Reiches u. d. Vollends d. itul. Einheit.
§ 274 ,
Verteilung
derMetzsrBe
lagerungs-
Zrveiter Ent-satzversuchvon Süden
9. Nov.
ein Durchbruch nach Baden versucht werden. Im Süden erhielt an ^Motterouges (Z 271) Aurelles de Paladine den Oberbefehl überEntsatzarmee, im Norden kommandierte Bourbaki. ,
Es war, wie gesagt, ein Glück, daß die Belagerungsarmee vonverfügbar wurde. Ein Teil unter vonZastrow blieb als Besatzung MU 'um zugleich zu weiteren Operationen gegen Diedenhofen verwendet zu werde 'ein anderer Teil zog nordwärts, um unter dem Oberbefehl des Generav. Manteufsel der französischen Nordarmee den Weg nach Par^ ^verlegen. Eine dritte Abteilung unter dem Prinzen Friedrich K«marschierte der Loire zu und sollte zugleich die Verbindung mit dem 2Verdscheu Korps (Z 272) aufrecht erhalten. Eine vierte Abteilung, die Pawwsunter Fransecky und die Württembergische Division unter v. Oberin^verstärkte die Zernierungsheere um Paris. Nach und nach wurden adie im Rücken noch belagerten Festungen Soissons (14. Oktober), Ber(8. November), Diedenhofen (24. November), Hain (10. Dezember), Wbürg (12. Dezember), Montme'dh (16. Dezember) und Mezieres (2. Jan1871) eingenommen; nur Bitsch, die uneinnehmbare Felsenburg, halteTriumph, bis zum Friedensschluß ausgeharrt zu haben. ^
Inzwischen begann Paladine seinen Vorstoß gegen die BayernOrleans(Z 271), indem er an mehreren Stellen die Loire überschritt- ,nicht auf seinen Flügeln umgangen und von der Hauptarmee vor Paris ,geschnitten zu werden, räumte von der Tann Orleans; auch GeneWittich erhielt Befehl zum Rückzug nach Chartres. Obwohl von den Feinunaufhörlich verfolgt, bewerkstelligte v. d. Tann dennoch nach der dlung^Schlacht bei Coulmiers gegen die dreifach überlegene Truppenzaht
Franzosen auf beschwerlichen Märschen einen geordneten Rückzug nach
Toury'
Abweisung»> Groß-herzog vonMecklenburg
17., 18. Nov.
Wo auch General Wittich wieder zu ihm stieß. ^
Die Bayern hatten sich in der heißen Schlacht, die von sieben Uhr morgens bi» s^Uhr abends dauerte, mit außerordentlicher Tapferkeit geschlagen, so daß der Feind (Verlust von 2000 Mann hatte, während aus deutscher Seite die Zahl der Toten und ^Mundeten sich auf etwa 1100 Mann mit 54 Offizieren betief. Der Rückzug aber,unter heldenmütigem Widerstand gegen die feindliche Übermacht ausgeführt, machte dochpeinlichen Eindruck, zumal da Gambetta die Begebenheit als einen glänzenden TriuMpd^französischen Waffen hinstellte, dem die Entsetzung von Paris und der endliche Sieg am ^Fuße nachfolgen werde. Auch unterließ Gambetta nichts, die Streitkräfte zu mehren un ^ganze Kraft des Südens und des Westens zu einer gemeinsamen Aktion zu vereinigest ^rief immer neue Mannschaften herbei, eilte nach der Bretagne in das Lager von Conu,^die beiden Heerführer Charette und Keratry, die in Hader geraten waren, zu Versöhnernbemühte sich, die Loirearmee auf eine solche Höhe zu bringen, daß sie unter dem erierS) hjeAurelles de Paladine, einem Mann von „eisernem Arm" und strenger Manneszuch >Befreiung des Vaterlandes vollbringen könnte. ^
Allein der Fortgang des Feldzugs entsprach nicht den großen ^Wartungen, die man nach dem ersten Erfolge gehegt hatte. Währendjungen Mannschaften sich langsam zu einem größeren Heerkörpereinigten, rückte der Großherzog Friedrich Franz von Mecklenbu^Schwerin, dem der Oberbefehl über die deutschen Streitkräfte Ü .Gegend übertragen wurde, westwärts, schlug bei Dreux, bei ChäteauN ,bei Digny und im Walde von St. Jean die Mobilgarden, die unter GenFiereck zur Loirearmee ziehen wollten, und verhinderte nicht nur die hssichtigte Verbindung, sondern erzeugte auch unter der jungen Mannssolche Entmutigung, daß Keratry seinen Oberbefehl niederlegte undentsetzt werden mußte. Sodann erhielt der Großherzog von Mecklen