Letzter Aus.fall
IS. Jan.
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546 Sechstes Buch: D. Gründg. d. neuen Deutschen Reiches u, d. Vollendg. d. ital. Einheit. .
selbst Schulen und Krankenhäuser von Granaten getroffen würden: Moltke gab ^ ^ersicherung, daß, wenn man erst nähergekommen sein würde und die Gegenstände Sunterscheiden könnte, solche Gebäude verschont werden sollten. Trotz Nebel und Schneegwurde die Beschießung regelmäßig fortgesetzt; alle Batterien standen mit Versailles ^geschützte Telegraphendrähte in Verbindung, so daß alles nach einheitlichem Plane" »er'gehen konnte. In Paris suchte man durch großsprecherische Worte die innere Furchtbergen, die Lage der Deutschen als gefahrvoll darzustellen. Man schalt Trochu, daß er ^nur kleine Ausfülle unternommen, welche keinen Erfolg hätten haben können: Idtzt l.^Augenblick gekommen, mit der gesamten bewaffneten Macht vorzugehen, durch einenausfall den Belagerungsgürtel zu durchbrechen und den Heeren, die Gambetta ins Ferufen, die Hand zum gemeinsamen Hauptschlag zu reichen. c.
° Dem lauten Ruf der Aktionspartei wagte der Oberkommandierem
nicht zu widerstreben. Mit Zuziehung der Maires der zwanzig WZ ^von Paris wurde ein Kriegsrat gehalten. Die drohende Hungersnot,^feindlichen Geschosse, die Gärung unter den Anhängern der roten Nepu^drängten zu einem entscheidenden Schritt. So wurde denn aus19. Januar, einen Tag nach der Kaiserproklamation (§ 284), ein gAo^Ausfall beschlossen und durch eine hochtönende Proklamation die gesaWehrmannschaft der Hauptstadt unter die Waffen gerufen.
Früh am Morgen zogen über 100 000 Mann aller Waffengattungen, die Linientrup ^voran, in der Richtung von Meudon, Sdvres, St. Cloud zum EntscheidungskaE ^Den linken Flügel kommandierte General Binoh, den rechten Ducrot, währendder Sternwarte aus die ganze Schlacht leitete. Vinoy gelang es, sich der Schanze Mandurch die überlegene Truppenzahl zu bemächtigen und sie eine Zeitlang zu behaupte^: ^aber Ducrot, durch die Barrikaden in der Stadt aufgehalten, nicht rechtzeitig zur Untenherbeikam, so wurde der Angriff nach siebenstündigem furchtbarem Kampfe von den ^lagerungstruppen zurückgeschlagen und die Franzosen zum fluchtähnlichen Rückzug gep"
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8 279. Die „Konvention" von Paris. In Paris hatte manganzes Vertrauen auf den großen Ausfall gesetzt. Nun überkam
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dumpfe Verzweiflung die ausgehungerte Stadt, die sich zunächst A/zMausbrüchen gegen Trochu, den „Verräter", Lust machte. Die KapituA. ^stand in naher Aussicht; da aber der Oberkommandant geschworen 0" ^daß er niemals sich einer solchen Schmach unterziehen werde, so Wden Besehlshaberstab in die Hände Vinohs. Derselbe Mann, der vorMonaten die Parole in die Welt geschleudert: „Kein Fußbreit von uALand, kein Stein von unseren Festungen" (Z 268), Jules Favre, mußA ^den ersten Schritt tun, um sein Vaterland vom gänzlichen Nr" §retten. Es war Wohl die schwerste Stunde in dem LebenMannes, als er zu der nachgesuchten Unterredung mit Grasdurch die deutschen Vorposten nach Versailles geführt wurde. Er m ^es. Ja«, den Vorschlag zu einer „Konvention", kraft deren es der Besatzung ^Paris gestattet sein sollte, mit allen kriegerischen Ehren nach ^nicht besetzten Gegend Frankreichs abzuziehen gegen das Versprechen, ^Monate laug den Kamps nicht wieder aufzunehmen. Auf solche Bedingließ man sich im deutschen Hauptquartier aber nicht ein ; man ^eine Übergabe wie bei Sedan und Metz. Niedergeschlagen ^ii
2 t. Jan. Minister nach Paris zurück. In einer zweiten Unterredung am A^g gpfTage kam man überein, daß vom 27. nachts 12 Uhr an das WUbeiden Seiten eingestellt werden sollte. Dies war die Einleitung.^28 . Jan. Abschluß eines dreiwöchigen Waffenstillstandes behufs Eiuberi^einer Nationalversammlung, mit welcher der Frieden vereinbart Mkönnte.