548 Sechstes Buch: D. Gründg. d. neuen Deutschen Reiches u. d. Vollendg. d, ital, Einheit-
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12. Aug.
Durch die trefflichen Berteidigungsanstalten des Generals Vogel von ^»schütztwaren die Flußmündungen und die Landungsorte der Nord- und Ostsee sehr gut 8so daß während des ganzen Sommers die französische Kriegsflotte aus Furcht vor denbatterien und Torpedos der Küste nicht nahezukommen wagte und sich nur auf dieder Hafenstädte Kiel, Lübeck, Stralsund und Stettin und auf das Abfangen deutscher H ^schiffe beschränkte. Das letztere war um so unrühmlicher, als das europäische Völkerre ^friedlichen Seehandel auch während der Kriegszeiten zu schirmen, Fahrzeug und ^uduNT odie Wegnahme durch Kreuzer sicherzustellen gesucht, und die Preußische Regierung dezösischen Handelsschiffen eine Frist von sechs Wochen zur ungestörten Rückfahrt festgese? ^Eine Landung wurde auch durch die Untiefen und Sandbänke, durch den Mangelkundigen Lotsen und die Entfernung aller Sicherheitssignale verhindert; dagegen wageinige preußische Kanonenboote sogar mehrmals mit großer Kühnheit in die Nähe der > .,lichen Panzerflotte und beschossen sie. Auch die zweite französische Flotte, die unter Fon Min die Nordsee segelte, fand an dem „ungastlichen User" keine angreifbaren Punkt ^ ^verrichteter Dinge kehrte der Befehlshaber nach Cherbourg zurück und wurde dannRegierung in Tours verwendet. In der Ostsee, wohin Bouet im Herbst segelte, ^»gdtfranzösische Flotte ebensowenig Ruhm. Zweimal beobachtete die pommerscheKolberg, die im Jahre 1807 sich so heldenmütig gegen das französische Belagerungstz,^i>teidigt hatte G 47), die feindliche Flotte in der Nähe, aber auch sie entging demBombardement, und bald sah sich der erkrankte Oberkommandant durch die baltischenfluten zum Abzug genötigt. — In den Gewässern von Kuba aber griff das kleine pr " ^Kanonenboot „Meteor" das französische Schraubenschiff „Bouvet" mit großer KühNtz?. Rov. I8?o uiid beschädigte es so sehr, daß es nur mit Mühe den Hafen von Havanna "^E^tsche»So ging auch zur See die Gefahr für Deutschland vorüber, und die .mete»Städte, die bei Ausbruch des Krieges mit Sorge in die Zukunft geblickt listen,wieder auf. Der Schaden freilich, den Deutschland durch die Störung des Seehanodurch das Wegkapern preußischer und norddeutscher Kauffahrteischiffe durch die »oFlotte Frankreichs erlitt, war nicht unbedeutend.
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3. Vom Untergang der Ostarmee bis zrrm Frieden. ,
Mant°uü°"s § 281. Untergang der Ostarmee. In der Konvention vonwar der östliche Kampfplatz vom Waffenstillstand ausgeschlossen wohier sollte sich nun die letzte Katastrophe vollziehen. Bourbaki w ^seine Absicht, von Besanxon südwärts nach Lyon zu ziehen (§ 277)'mehr ausführen. Manteuffel war mit zwei Armeekorps, dem pow^ ^scheu unter Fransecky und dem westfälischen unter Zastrow, ^
her quer durch Frankreich im Anmarsch, um ihm in den Rücken zu kow' ^Vor Dijon, wo Garibaldi mit 25000 Mann Freischaren stand,
General Kettler mit zwei Regimentern zurückgelassen, während die Ein-teile der Armee zwischen die Garibaldianer und Bourbakis Heer sichschoben und über Gray nach Dole, südlich von Besanfvn, vordrangWährend Garibaldi sich auf den Höhen um Dijon, in Talant und FoN ^2i.u.23.Jan. mit dem kleinen Heerhaufen Kettlers herumschlug, in der Meinung' ^ganze feindliche Armee vor sich zu haben, und in einem hochtönenden ^.^, .befehl seine Soldaten, „die jungen Söhne der Freiheit", beglückwu > ^„daß sie eine ruhmreiche Seite in den Jahrbüchern der RePubU ^schrieben, die kriegerischsten Truppen der Welt besiegt hätten,"Bourbaki von Werder, der dem von der Lisaine abziehenden )2i.-23.Jan. von Zastrow und Franseckh in mehrtägigen trefflich organisierten Al !mit einzelnen Gefechten in einem Halbkreis umstellt, so daß !
Lage kam wie Mac Mahon bei Sedan, und ihm nur eine ähnliche Klation oder der Übergang auf das neutrale Gebiet der Schweiz übrig ^ ^Fahne des Die Freischaren Garibaldis erlebten während des Kampfes mit den zwei RegiN^ Kettlers einen Triumph, wie er während des ganzen Feldzugs den Franzosen ^dr
geworden ist — sie erbeuteten eine preußische Fahne. In einem Gefechte bei Dit"'