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Vierter Band.
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550
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550 Sechstes Buch: D. Gründg. d. neuen Deutschen Reiches u. d, Vollendg. d-ital. Einheit.

scheu Armee war der Krieg zwischen Frankreich und Deutschland tatsaa)zu Ende. Denn woher sollten neue Heere genommen werden, die

Aussicht auf Erfolg den Kampf hätten fortsetzen können!Massenaufgebot war gescheitert; die Franzosen entzogen sich der Auto ,

». s-br. des „Organisators der Niederlagen", der nun die Diktatur

National-

versamm-

lung

und der allgemeine Ruf nach Frieden sollte nicht angehört verhallenverschiedenartig auch die Nationalversammlung zusammengesetztdie, aus freien Wahlen hervorgegangen, am 12. Februar in Bordeaux

mochten sie im

sammentrat: weitaus die Mehrzahl der MitgliederMonarchisten oder Republikaner sein, wünschte den Frieden. Dresammlung konnte äks die wahre Vertreterin des gesamten alten Staates godenn Bismarck hatte nicht nur die Wahlfreiheit gegen jede Beschau ^sichergestellt, er hatte auch gestattet, daß Elsaß und Lothringenpräsentanten nach der Stadt an der Garonne sandten. Als die Versalung sich konstituiert und den gemäßigten Republikaner Jules GrevY sVorsitzenden gewählt hatte, legten Jules Favre ivd seine AmtsgeE^ihre Gewalt in die Hände der Volksvertreter nieder, die die volle souv ^Macht der Nation in sich vereinigten. Vier Tage nachher ^urde ^s-br. provisorische Regierung eingesetzt, indem die Nationalversammlung ^ ^Thiers zum Chef der Exekutivgewalt wählte, der sich dann mit ^ ^Ministerium umgab, worin mehrere Glieder der NationalvertellngFavre, Picard, Simon, Leflö von neuem die Leitung der StaatsgeM ^übernahmen; neben ihnen waren Dufaure, unter den früheren Regurals liberaler Abgeordneter viel genannt, und Pouyer-Quertier, ein r ^Finanzmann von schutzzöllnerischen Grundsätzen, die bedeutendsten- ^das Ende des Waffenstillstandes vor der Tür stand, so mußte bisWicklung des Friedensgeschäftcs um eine Verlängerung nachgesucht^^diese war jedoch nur zu erzielen, wenn Belfort, die nun iMonaten ebenso tapfer verteidigte als standhaft umlagerte Festung' "geben wurde. '

Übergabe Noch in der Nacht vom 26. auf den 27. Januar war es dem Kommandanten ,^«on e or , einen Angriff der Deutschen gegen die beiden Perches erfolgreich zurück; die

8 . Febr. 1871 seitdem aber diese beiden in den Felsen gebauten Forts erstürmt worden waren ^ d,lNiederlage der Bourbakischen Armee jede Aussicht auf Entsatz beseitigte, durfte der U ^ sßlFestung in Bälde erwartet werden. Es war daher eine nicht minder große Woddie Stadt und die Besatzung als sür die Belagerer, die durch Kälte und dcaii , Mmangelhafte Nahrung und durch die Geschosse des Feindes unsäglich gelitten ha HÜder Kommandant von Jules Favre, dem Minister des Auswärtigen, angewiesen w delFestung Vertragsweise zu übergeben. In Anbetracht der tapferen Verteidigung >

18 . Febr. Garnison freier Abzug mit militärischen Ehren bewilligt. So verließ denn das

Heer, etwa 12000 Mann stark, mit Waffen und Gepäck in guter Ordnung tue v

Friedens-

verhand-

lungen

worauf Tresckow die so hartnäckig verteidigte Stadt besetzte.

Nun stand einer Verlängerung des Waffenstillstandes nichtsWege. Doch wurde nur eine kurze Frist (bis zum 26. Februar) bewdamit, falls der Friede nicht zustande käme, der Krieg sofort Wieo ^genommen werden könnte; und im Hauptquartier in Versailles ^eine solche Möglichkeit umsichtig ins Auge gefaßt. Denn so Oder Friede ein unabweisbares Bedürfnis für Frankreich war: die ^schaftliche Verbissenheit Gambettas und der Kriegspartei, wozu nich ^die Abgeordneten von Paris und die Anhänger der roten Republik, 1auch die Vertreter von Elsaß-Lothringen gehörten, führte in Bordeauxzu heftigen Diskussionen. Selbst General Chanzy war der Meinung, v