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Vierter Band.
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Drittes Kapitel: Der deutsch-französische Krieg und das neue Deutsche Reich. 55Z

geriet die Herrschaft über Paris in die Hände der wildesten De-3ogen. Ein greuelvoller Bürgerkrieg begann.sk',°.t^ Insurgenten ermordeten die beiden Generale Lecomte und Thomas, sie Kämpf- in

'-erten — -- - . —^.. . rv ^ ^ «. Varrs

3. April

Ordn,," Platz Bendöme auf eine Schar unbewaffneter Bürger, welche als „Freunde der L2^°Märjsich ^ kine Versöhnung mit Versailles versuchen wollten. Die „Kommune" verschaffte„ ^ Requisitionen und Zwangsanleihen bei der Bank, bei Eisenbahngesellschaften Geld-Hauz erklärte das Vermögen der religiösen Genossenschaften für Staatseigentum. Dasanaps-k " Thiers wurde geplündert und niedergerissen, der Erzbischos Darboy nebst vielenPiac Geistlichen und Bürgern als Geiseln in Haft gebracht. Als endlich der MarschallÜuvp ^ "haa, den die Versailler Regierung zum Oberfeldherrn ernannte, mit den Linien-aus Deutschland heimgekehrten Gefangenen nach wochenlangen heftigenan der Brücke von Neuilly und an anderen Orten sich allmählich der Enceintestlldt ^ Fall der durch innere Zwietracht und Parteiwut fieberhaft erregten Haupt-

ölE^^*m«i>lich war, da schändete sich die Kommune durch unerhörten Vandalismus und^»rde - Tie Vendömesäule, das Symbol des französischen Kriegs- und Siegesruhms, 2 «. Main,it N P^^b^rissen, die stolzesten Gebäude der Stadt, von rasenden Frauen und MännernTiiil»' " getränkt und angezündet, wurden gänzlich oder teilweise zerstört: so die^lysee^"' Teil des Louvre, das Luxembourg, das Palais Rohal, das Stadthaus, dasI^ran't?^ Ministerialgebäude, der Rechnungshof u. a.; mehrere der verhafteten Geiseln,

Zueilt'i»? ^^lüschof Darboy von Paris und der allgemein geachtete Pfarrer der Magda-barer^ Taguerry, wurden erschossen. Solche Greuel reizten die Gegner zu furcht-brach und als unter dem Schrecken der bewaffneten Gewalt die Kommune zusammen- 29. Mai

uchw ^ H^Lannen die Strafgerichte. Zu Hunderten wurden die Urheber, Führer und Teil-in Aufstandes, die sich nicht durch die Flucht zu retten vermochten, erschossen,

dw„^ 5 >llngnisse und Festungen eingeschlossen oder nach überseeischen VerbrecherkolonienUnd . "ber ein Jahr dauerten die Verhaftungen-, Untersuchungen, VerurteilungenHinrichtungen fort.

ein Deutschen hatten keine Veranlassung, sich in den Bürgerkrieg Frankfurt»cE ^E^chen, ^ sowohl die Kommune als die Versailler Regierung diederw ^vssenen Verträge anerkannten und vorsichtig jede Verletzung zuals b ^ Achten. Die Kämpfe vor Paris waren noch nicht zu Ende,stiin 0 ^ Präliminarfrieden, über dessen Vollzug in den einzelnen Be-du,.?^tzgen sich die Bevollmächtigten in Brüssel nicht einigen konnten,

^Uarck o^Ete Unterhandlungen zwischen dem Reichskanzler Fürsten Bis-in d den französischen Ministern Jules Favre und Pouyer-Quertier^ainstadt Frankfurt endlich bestätigt und sowohl über dieGre der Entschädigungssumme von fünf Milliarden als über die^"ilien um Belsort und Diedenhofen eine Vereinbarung getroffenfron »r- welche sodann die Zustimmung des deutschen Reiches und derTuschen Nationalversammlung erhielt.

10. Mai

' Die Gründung des deutschen"Aaisertums und Vollendungder italienischen Einheit.

Kaiser und Reich. An dem Tage von Sedan richtete die

Eintrittder Süd-

Mrung Badens an Bismarck ein Schreiben, in dem sie sich für die d-ÜMm in

' .... , ^ , den Nord-

deutschen

Bund

tob ' 1 v " Mgrerungen ramen oer aaai; am

Bersp. rr ^0 trafen die Bevollmächtigten der süddeutschen Regierungen in^ado M Besprechungen mit Bismarck, Delbrück und Roon ein. Mitain Hessen kamen die Verhandlungen rasch zum Abschluß; schon

o- November unterzeichneten sie den Entwurf der neuen Verfassung,