Band 
Vierter Band.
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562
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562 Siebentes Buch: Literatur und Wissenschaft Deutschlands im 19. Jahrhundert, s

berichtet er aus eigener Anschauung, die er als Freiwilliger gewonnen hatte. Daneben s*"das Tagebuch von Helgoland und das Geheimnis des Wortes als Zeugnissen .Eigenart zu erwähnen. — Verwandte des jungen Deutschlands sind Fürst Piickleris^-i87i Robert Heller, der die Richterlaufbahn mit dem freien Berufe des Schriftstellers

tauschte, in seinen zahlreichen Erzählungen, z. B. Der Reichspostr eiter vonLudw*»^bürg, Hohe Freunde aus der Glanzzeit Weimars und das Hamburger Geschrw^Posenschrapers Thilde, wie als Zeitungsleiter: viel Beifall ernteten seineFürstPücklsrbilder aus der Paulskirche. Den Fürsten Pückler-Muskau beherrschten

reichelei und die Sucht aufzufallen im Leben wie in seiner literarischen Tätigkeit,

die

Grunde nur selbstgefällige Spiegelungen seines hochmütigen Ichs bot, so in den BNNeines Verstorbenen, in Semilassos vorletztem Weltgange und ^s***)mWin Afrika. — In den freiheitlichen Anschauungen wie im Kampfe gegen die rückschsü ^Romantik und auch gegen Goethes kühlen Klassizismus fand sich Wolfgang Menzek17 S 8 - 187 S mit einzelnen Jungdeutschen zusammen; später hat er in erster Linie, selbst mit bedenk *Mitteln, deutsche Art und Sitte vor dem neuen Sturme und Dränge retten zu müssenbis er zuletzt die Umkehr in Staat und Kirche verteidigte. Seine Dichtungen StrVerse, Märchen wie Narcissus und der Roman aus dem 30 jährigen Kriege Furore tweit zurück hinter der Deutschen Literaturgeschichte. Bis zuletzt hat er dann n ^später gewonnenen politischen Standpunkt, zugleich seinen vaterländischen Sinn bewahrt > .

Ges chich te Eur op as in d en letz tenvi er zig Jahren von 1857, im Deut scheu Kr ^im Jahre 1866 und in der Geschichte des französischen Krieges von 1870.er den Höhepunkt seines Einflusses als Herausgeber des „Literaturblattes zum Morgen ^von Stuttgart" und dann eines eigenen „Literaturblattes" erreicht, durch die er siw40 Jahre lang als Kunstrichter von Deutschland behauptete.

Z 288 . Die Dichtung im Dienste politischer und sozialer StreitfE^

Trotz seiner laut verkündeten Unabhängigkeitsideen hatte das junge Deutsch*^doch hauptsächlich die höheren Kreise, die „elegante Welt" im AugeAuf die Gesellschaft war seine ängstliche Pflege der Form und Sprache vor?weise berechnet. In den dreißiger und vierziger Jahren trat nun einejunger Dichter auf, die in Haß und Liebe, in Politik und Kunst ehrlichermannhafter waren. Die Bekanntschaft und das Mitleid mit demuntersten Klassen, der Ingrimm über den erbarmungslosen Mißbrauch der ^ ^und des Reichtumes gab ihren kraftvollen, leidenschaftlichen ErzeugnissenInhalt; die Form beküminerte sie weniger. Die Zeit ästhetisch-kitzelnden ^nusses ging auf die Neige; der Sturm von 1848 kündigte sich an. Osviel Aufreizendes und Aufrührerisches in dieser Poesie, die, um demElende den Geist der Tat einzuhauchen, mit grellen Farben die Leiden ^besitzlosen und rechtlosen Stände schilderte und Glauben und HoffnungJenseits als Truggebilde darstellte, ersonnen, um das Unglück überFreudlosigkeit hinwegzutäuschen. So predigten mit mehr oder minderund Offenheit Herwegh, Hoffmann vonFallersleben, Freilig *und auch Prutz den sozialen Haß. Anklagen, gerichtliche Verfolgung undentsetzung erhöhten nur ihre Bedeutung und förderten die Verbreitung ^Schriften. Franz von DingeIstedt (Z 286) lenkte rechtzeitig ein. Andere, ^Gottschall (§ 292), Giseke unckJordan (Z 292), büßten mannhaft s»Jugendungestüm und reiften in gesunder Entwickelung einer reineren Kunsgegen, und Kinkel wurde nur durch mutige Freunde aus dem Zuchthamrettet, in das ihn seine tätige Teilnahme am badischen Aufstande geführt— Den Mittelpunkt der junghegelischen (Bd. III), den Kirchenglauben rücksta)zersetzenden Kritik und Philosophie gaben die von Arnold Rüge gegrü ,Hallischen Jahrbücher ab. Ihre Einflüsse machen sich in der 8.^*^ e»schönen Literatur sehr deutlich bemerkbar. Ganz im verneinenden Sinneauch die Erstlingswerke von Bruno Bauer, Das Leben Jesu vonStrauß, der in dem Begründer der „Tübinger Schule", FerdinandBaur, einen gemäßigteren Nachfolger fand, endlich die grundstürzenden SE »stdes Philosophen Ludwig Feuerbach (§ 309) gehalten, gegen den selbst die ^des nach München berufenen Schelling (Bd. HI) nichts vermochte.