Band 
Vierter Band.
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573
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Erstes Kapitel: Literatur.

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LS4,

Leil/s".^"3en mißdeutet wurde. Richtiger läßt sich seine politische Stellung nach einemLyrik, z. B. aus dem Liede an Feldmarschall Radetzky („In deinem Lager istdünner ^ " ""d aus den Gedichten gegen Slawen und Ungarn beurteilen. Wie die Jugcnd-^3^ bietet auch die Novelle Der arme Spielmann wertvolle Zuge zu dem^Osten K des Dichters, dem im Jahre vor seinem Tode die allgemeine Feier zu seinembracht» bburtstage die Gewißheit der Namensdauer und der endlich errungenen Anerkennungdcz Rtit Grillparzers seelenkundiger, packender Tragik kann sich das „Künstlerdrama"hat Burgtheaterleiters Franz Deinhardstein nicht messen. Immerhin

anspx.^^ ^uen H a n s S a chs eines „Prologes" gewürdigt. Ebenso vergänglich sind seinewenden Lustspiele gewesen, z. B. Das Bild der Danae, Ehestandsqualen.

Deinhard-

stein

1794-1859

Bettina

1785—1859

4. Frauenliteratur.

^tiind Dib hohe, durch den langen Frieden begünstigte und über alle

^ten b Volksklassen ausgebreitete Kultur und die durch den Mangel großeriührt Begebenheiten erzeugte Wichtigkeit der literarischen ErscheinungenLeb b" viele, die sich unter anderen, natürlicheren Verhältnissen dem handelndenSchrjc,^öewandt hätten, auf das Gebiet der Wissenschaft, Kunst, Literatur undKellerei. Auch die Frauen nahmen an dieser Entwickelung ihren Anteil,

^Aez ^ schöpferisch, vielmehr stets im Fahrwasser der Richtungen des

don A Annette von Droste-Hülshoff (Z 289) gehört zunächst Bettina, eigentlich ElisabethNnh a, die erregbare, überspannte Schwester des Novellcndichters Clemens Brentano

Gchg , "" Achim von Arnims (I 82), zur Romantik. Geistreich schildernd, reich an dichterischenftarx"vd Bildern ist Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, ein freilichDenkmal ihrer anbetenden Schwärmerei für den Meister. Einen zweitenTjg °Mel bietet die Günderode. — Karoline von Günderode, unter dem Namen^ärn, Gedichten und Phantasien u. a. m., eine krankhaft

sich H ^sstche Natur, suchte, von Creuzer verlassen, den Tod im Rheine. — Später nahmden sn,' y warmes Herz der notleidenden Klassen mit Feuereifer an, besonders mit

sind j,. Schriften Dies Buch gehört dem Könige; nur Eingeweihten verständlich^ geheimnisvollen Gespräche mit Dämonen,derei, "^ der Kreis der „gebildeten Jüdinnen" in Berlin bewegte sich in der Romantik,stnr Miu r Sittlichkeit und Pflicht auflösende Keime dort bedenklich ins Kraut schössen.

^erin ^lpunkte stand die „schöne Seele" Rahel Levin, auch eine schwärmerische Ver> RaMLevin»»regend und in Zeiten der Not eine Wohltäterin der Armen, wie Bettina. Fesselnd,ich/a^^" 2 lich, zog sie alles in ihren Bann. Nach ihrem Übertritte zum Christen-der ^ ^n dauerndes Verhältnis durch die Ehe mit Varnhagen von Enfe <Z 304),

den, H..? „wrern Tode Die Galerie von Bildnissen aus Rahels Umgang und untergab, di"^^^^' Buch des Andenkens für ihre Freunde ihre Briefe herans-«lz ^ ^ durch zugespitzte, geistreiche Bemerkungen, Urteile und Aussprüche mehr ausgezeichnetgegx» ^ gediegene, auf Nachdenken und Erfahrung beruhende Lebensanschauung, den KampfÄnditzi?^Eihe Verhältnisse nicht selten als Ausdruck einer höheren, ungewöhnlichen>vie°x . ""utüt znr Schau stellen. Um Rahel bewegte sich eine Schar bewundernder MännerUnd bonGentzfA 293), PrinzLouisFerdinand von Preußen lß 47), der Philosoph

^vger ^ chseiermacher, Wilhelm von Humboldt (Z 311) und zahlreiche An-Herz ^ Romantik. Neben ihr behaupteten sich die ebenfalls übergetretene HenriettePrin de Lemos, verheiratet mit dem Arzte Herz, die in engerer Beziehung

stand, dann die Töchter Moses Mendelssohns, Dorothea, die ihr

zu

d°li verließ und später mit Friedrich von Schlegel katholisch wurde, und Henriette,

^^s>el,u'0" '^vrnboldt hoch geschätzt. — Ebenfalls in Berlin lebte vorübergehend die unsteteChezy. Zweimal geschieden, wandte sie sich der Schriftstellerei zu mitMen und romantischen Erzählungen. Bekannter ist sie als Verfasserin des Text-^ D,v m ^ Euryanthe.

^^ssensdr Kreis der „empfindsamen Seelen" verfolgte mehrfache Ziele. Ihr

Vrwu^??. ^'-^tzte philosophische, ästhetische und religiöse Fragen mit gleicher Leidenschaft'4 llef ai ^ .osigkeit: daher auch die seltsame Innigkeit mit christlichen Geistlichen. Frei-r ^»tuu, s gvt Teil Schöngeisterei mit unter. Ihr Eintreten für die Befreiung des"ald würd hergebrachtem Drucke ist menschlich begreiflich, lag auch in der Zeit. Doche der Freiheitsbegriff auch auf das eigene Ich erstreckt und gegen jede durch Natur