Band 
Vierter Band.
Seite
579
JPEG-Download
 

295

»>>ite.

Erstes Kapitel: Literatur.

579

Lübeck.

Rumohr

1785-18L8

G. Ph.Schmidt

Anlage zu dramatischen Einzelwirkungen ist in des Malers Arthur Fitg er FttgsrIdeen Z-B- Die Hexe, unverkennbar; straffe Durchführung der tragischen ^b. 18,0

kindrn^"^ ihn weniger zu kümmern; Fahrendes Volk und Winternüchte bietenernst ^ "°ileWieder, ebenso Heinrich Bulthaupts Lyrik DurchFrostundGluten. Wie Bunhaupt«ene W ^^nst nimmt, das zeigen sowohl seine eigenen Schöpfungen, z. B. Eine 0 ° ' ^'0

diesen Verlorne Sohn, in Aufbau und bedeutsamer Handlung als auch die

Ternha? Dramaturgien der Klassiker und der Oper. Verdienten Beifall ernteteden N v, ^ Schulze-Smidt, verwitwete Frau Schulze, mit ungekünstelten, ansprechen- B. Schul,--^ ste anfangs unter dem Namen E. Oswald veröffentlichte, neuerdingsdie Gx s^s^vvbn. —Die Wissenschaft vertritt der Schulest Konstantin B ulle erfolgreich durch Konft. Bulle^ichs der neuesten Zeit sowie des zweiten Kaiserreichs und des König- a°b. 1844

schxm, ^ien, auch als Herausgeber des Geschichtskalenders. — Auf anderem GebieteNach Stärke Lübecks zu liegen. Dankte es doch seinem Wischen Rechte die Ehre,

Dach , ^ als Austrügal (Schieds-)gericht einen Streit Sachsens mit Preußen zu schlichten.

^ainoü abgesehen von dem aus Sachsen stammenden Kunstforscher Karl Ludwig vonIvach 8. .' ^r in Lübeck für seine Bücherei und seine Sammlungen ein eignes Haus er-Ebe/ Namen nennen, deren Träger in seinen Mauern geboren sind. Der Dichter derGeaaa Lieder: „Ich komme vom Gebirge her" und „Von allen Ländern in der Welt" usw-,Rrchc-^T^Epp Schmidt (Schmidt von Lübeck), gleich bewandert in der Heilkunde, der Schwirr^°i>er und dem Bankwesen, sein Zeitgenosse und ebenfalls Sänger volkstümlicher

2g^ s. Adolf Overbeck, der Vater des berühmten Malers, und Emanuel Geibel 4755—1821

leerst, '^d Söhne der Hansestadt. — Auch Hannover ist nicht ohne Pflege der schönen Hannover.Nsta b s Kunst geblieben. Die altberühmte Universität Göttingen war ja die Geburt-^>äciw Hainbundes (Bd. III). Aus Celle stammte der elegische Sänger des Heldengedichtesstadt Der bezauberten Rose, Ernst Schulze (§ 289). In der Landeshaupt-

^ Karl Philipp Spitta seine tiefreligiösen Lieder, u. a. Psalter und Harfe,

" Georg vonOmpteda, dessen kraftvolle Anlage :m Verlaufe seines fruchtbaren Ompteda^!chast ^ immer künstlerischerer und geläuterterer Darstellung erstarkte, besonders im Ge- seb. 1863der Sl°.,^vd Zeitroman, und der H 398 zu besprechende Heinz Tovote geboren- Auch E-kerman»^»non ^Eer Eckermann, Goethes Gesellschafter im Alter, gehört seiner Geburt nach 1792 -1854^ vn. — Oldenburg, die Vaterstadt des Geschichtschreibers und Staatsmannes Olde»-Aiv; Woltmann, verdankte sein gutes Theater der Tätigkeit des Dichters Julius

durch Sachsen, der seinen Ruf durch Epen und Dramen, in weitesten Kreisen aber 1770 — 1 Ä 7Dst 1 . f^ümliche Lieder, wie Andreas Hofer, Der Trompeter an der Katzbach, Mossn^arl M Zehn vom vierten Regiment u. a., begründet hat- Der Schulmann ^os-1867!chrich^"^V, auch als Novellist und Romanschreiber bekannt, der Italien bereist und be- ^ 9 °rHier ivie Greverus Griechenland, war eine Zeitlang in Oldenburg angestellt,

tiefte N 1 Konrektor am Gymnasium Adolf Stahr aus Prenzlau. Als Dichter ohne^f^Stahr^^atur erstreckte er seine vielseitige Schriftstellerei auf Altertum, Kunstkritik und "

wilder ^ schichte, Lebensbeschreibungen und Denkwürdigkeiten. Weitverbreitet sind seine Reife-^^at/? ^ahr in Italien und Ein Winter in Rom. Mit der Oldenburgerdtz "chau unterstützte er Mosens Reformpläne. Abgelehnt wurde seine Ehrenrettungin den Bildern aus dem Altertume. Seine zweite Frau war FannyRobert m ° ^4) aus Königsberg. — In Braunschweig dichtete der geborene Schweizer Bräun-te ein- ^s°penkerl seine Revolutionsdramen Robespierre und Die Girondisten,

^onlanu«„ ^"g Aufsehen und Beifall erregten, und Karl Köchy, „der letzte Ritter der I 8 W -1868' Verfasser vieler Dramen und anderer Dichtungen, war Dramaturg und Intendantn ^lichx Braunschweiger Hans Herrig glaubte als Bedürfnis der Zeit eine volks-

. ^^ve und Kunst zu erkennen; einen Grundstein dazu legte sein Festspiel Martin^enartin Columbus folgte. Mehr noch als er im Volksstücke wurde der ganz

dlhelm Raabe für die Erzählung vorbildlich. Im Grunde seiner Seele der^stände ^^enwart abgewandt, müßte Raabe nach feiner Vorliebe für seltsame Menschen,

^vtliG„ ^ Vorgänge der Romantik zugezählt werden, verfügte er nicht über eine außer-^chärftxx realistischer Darstellung. Mit ihr vereinen sich warm menschliches Gefühl,

!,°!^nder k ^ für Tüchtigkeit auch im Unscheinbaren und unter schrullenhafter Hülle, ver-r ^^mor Retter aus trübem Pessimismus, endlich ein fast ahnungsvolles Ver-tun, zu/a> " Seelenlebens zu Schöpfungen, die, vielleicht einzig in ihrer Art, geradeOffene» Nachahmung reizen und diese durch die Gleichgiltigkeit des Vorbildes gegen ge-d^"nik j^^au als erfolgreich erscheinen lassen mußten. Tatsächlich bilden z. B. die^ ^usnn» " Sperlingsgasse, Der Hungerpastor, Der Schüdderump u. a.gspunkt einer neuen Art der Erzählung. — Das Schaumburger Lündchen ist

37*

Herrig184S—1892

Raabegeb. 1831