580 Siebentes Buch: Literatur und Wissenschaft Deutschlands im 19. Jahrhundert. 8
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V. von die Heimat des Epikers und Dramatikers Viktor von Strauß, der besonders I ^i8W^i8gg Novellen und Romane zu Trägern rückschrittlicher und strenggläubiger Ideen mach 0Wald eck. Korbach in Waldeck die Geburtstadt des Freiherrn Karl Josias von Bunsen, d ^von Bansen Niebuhrs Nachfolger in Rom wichtige Verhandlungen mit Geschick erledigte, ZnMw ^i?si-i8so Mittelpunkt der Altertumsforschung war, später als preußischer Gesandter auch ur rw -durch gelehrte Arbeiten über das alte Ägypten und zur Kirchengerichte die deutsche W > ^schaft im Auslande würdig vertrat. Seine Briefe über die Zeichen der Zeit iind d ^herzige Kampfschriften für Duldung, Humanität und Gewissensfreiheit, das unvou ^Bi.belwerk für die Gemeinde, eine neue Übersetzung der Heiligen Schrift nnklärungen, geschichtlichen Einleitungen und Ausführungen, ein Zeugnis seinesKurhessen, tätigten kirchlichen Sinnes. — Im ehemaligen Kurhessen, wo jahrelang eine ^feindliche Regierung und ein eigennütziges Herrscherhaus den geistigen Interessenmunterung versagten (8 128,190), vermochten einige Schulmänner in Fulda und Kassel undProfessoren der Universität Marburg die literarische und künstlerische Öde nur dü^b^befruchten. Der gewandte Romanschriftsteller Heinrich König war, seitdem Dingkli(8 286) aus Fulda weggezogen, mit den Klubisten in Mainz, DenKönig Jeromes Karneval usw. einer der wenigen Pfleger schöner Wissens. ^August Friedrich Christian Vilmar hat den guten Namen, den ihm seine Gesä!der deutschen Nationalliteratur und seine Sprachforschung erwarben, durchspätere rückschrittliche Tätigkeit und die Verschrobenheit seiner kirchlichen Schriftstellers (Sverunziert. Ernst Koch, der Verfasser von Prinz Rosa Stramin, suchte nach einem -
König
1790—1869
Vilmar
1800-1868
Thürin-
gen.
Grosse
1828—1902
v-mTr°mU?von Tromlitz, wie sich von Witzleben nach seinem Stammgute nannte,
sowie
voll innerer Zerrissenheit und äußerer Abenteuer Ruhe in der katholischen Kirche.
D°arm-° Kinder waren auch die Gebrüder Grimm (8 302). — Aus der Universitätstadtstadt. dem Wohnorte des später nach München übergesiedelten Philosophen Carritre (S- .
stammte der Sohn des Verfassers der Deutschen Nation alliteraturseitdemAni"^^"brand^ des löten Jahrhunderts, Joseph Hi llebrands aus Hannover, Karl Hillebr^.182 g—1884 Nach dem badischen Aufstande flüchtete er nach Paris, wo er als Lehrer fremder LiteraturenSeit 1870 widmete er sich in Italien ausschließlich der deutschen Literatur, derenEssayist er geworden ist. Auch das aus der Geschichte der Burschenschaft (Z 100) bekannte W ^paar Folien gehörte der Gießener Hochschule an. Nach der Flucht lebte Adolf L»Fallen in Zürich, wo er Ende 1855 starb, und Karl Fallen in Nordamerika, ^ ^ MJahre 1840 auf einem brennenden Dampfschiffe umkam. Pfarrer Oeser (ch 1859) Haidem Namen Glaub recht eine Reihe hessischer Volks- und Dorfgeschichten von reuö ^sittlichem Geiste, wie Fluch und Segen, Die Heimatlosen, Das Wasserger^^erscheinen lassen. Neuerdings hat diese Heimatkunst in Valentin Traudt einen degaVertreter gefunden. er,
Thüringen mit der Wartburg, dem ehemaligen Sammelplätze der Minnest^,und mit Weimar, dem glänzendsten Musensitze der Neuzeit, hatte an seiner großen ^gangenheit einen starken Anhalt und einen reichen Schatz von Erinnerungen. Weimar er ^nach der literarifchen Blüte eine musikalische Blüte, die vor allem an den Name»
(Z 298) geknüpft ist. Hier wurde 1864 die Deutsche Shakespearegesellschal A,stiftet, die, wie die später begründete Goethegesellschaft, in einem Jahrbuche d> ^gebnisse der Forschung sammelt. Mustergültig und maßgebend für den Wortlaut derGoethes ist die nach ihrer hohen Förderin genannte Sophienausgabe. Hierher .auch die Deutsche Schillerstiftung, die 1859 in Dresden begründet worden1890 endgültig verlegt, mit Rücksicht auf ihren Sekretär Julius Grosse, der fl^niseelenvoller Lyriker, mehr noch durch Epen, wie das Mädchen von Capri, Grindel ^Königssee, Anerkennung erwarb und sogar versuchte, die ereignisvolle Zeit von ^ gM'1870 zu dem Heldengedichte Volkramslied zu gestalten. In Weimar lebte der
io zu oem Helvengevrcyte Bolkramslied zu gestalten. In Weimar leore1805—1882 tumsforscher und Kunstgelehrte Adolf Scholl aus Brünn als Direktor der Sammt ^vorübergehend auch der als Geschichtsforscher, Philosoph, Tagesschriststeller und besonder» ^Karl Bieder- stE politische Tätigkeit bekannte Karl Biedermann (8 304) aus Leipzig. Wie er I ^>>1812 —isoi in Gotha Schutz vor Verfolgung Gustav Freytag (8 291); hier dichtete Eduard TeMp
aus Berlin sein lyrisches Mariengarn und Dramen. Aus Pommern stammte der ^PEske genannte Vorleser und Verfasser von Schillers Leben Emil Palleske. Er §,jeAlb. Lindner der Nähe von Eisenach. Albert Lindner aus Suiza, dessen Dramen, namentlich^1881—1888 Blut Hochzeit, Großes versprachen, endete in Irrsinn zu Dalldorf. — Diekräftige Universität Jena blieb ein Hort der freien Forschung, besonders auf^rnsEagnsr Gebiete. Über Haeckel vgl. 8 309, 315. — Einer früheren Zeit gehören an die Romane uFWagners aus Meiningen, besonders Wilibalds Ansichten des Lebens, und ^ ^