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Vierter Band.
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581
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Erstes Kapitel: Literatur.

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§ 2SS,

bon ^r Übersetzerin von Tegners Frithjofsage, Amalie von Helwig, die als Fräulein A.sried durch Goethe bekannt ist, endlich „der Wanderer nach Syrakus", Johann Gott- 17HH^^uine, eine der eigentümlichsten Erscheinungen in unserer Literatur, den sein -Ichreim tvandelvolles Leben durch fast ganz Europa geführt hat. Besser als durch seineDiärek ^ Vielseitigkeit machte sich Ludwig Bechstein als Herausgeber des Deutschen^„^/"buches und des Thüringischen Sagenbuches verdient. Köstritz ist der

" und Wirkungsort des Konsistorialrats Julius Sturm, des Verfassers lyrischerAuais?^ frommer Lieder in konservativem und gläubigem Sinne. Sein Sohn<Mx"ö.Sturm, Rechtsanwalt in Naumburg, trat mit gedankentiefen Epen, NachdichtungenkWlü mit Dramen in des Vaters Fußstapfen. Über Otto Ludwig vgl. ß 291. Die

bur Dichtung pflegten Luise von Fran^ois, besonders in der letzten Recken-

und den Stufenjahren eines Glücklichen, die Marlitt, eigentlichAl!n^.3ohn, mit vielgelesenen „Gartenlaubenromanen" und Helene Böhlau, Frau^ "iNid Bey, die sich mit den Ratsmädelgeschichten und dem RangierbahnhofÜe/^^b" Reihe ihrer Kunstgenossinnen einen Platz errang, auf den freilich ihr Halb-^a>l Anspruch mehr machen kann. Harmlos erquickliche Klänge schlägt Rudolf8 >ed^°^ aus Kranichfeld in seiner an Scheffel gemahnenden Lyrik: Thüringer^"Zian, ein Gaudeamus für Bergsteiger, Spielmannslieder usw.""4 der Makel der „Butzenscheibenlyrik" (S. 577) nicht grundlos angeheftet werden.^ Eigenart offenbart sich dagegen in Baumbachs Epen, vor allem Zlatorog, inder "s°rrnärchen und Truggold. Mehr als eine getreue Wiedergabe des Lebens und^ seiner Heimat beabsichtigt der tiefblickende Heinrich Schaumberger in den" 8 M Vater und Sohn, Fritz Reinhardt u. a. — Sachsen, der alte Sitzdxz antischex Kultur, behauptete seinen literarischen Ruhm, wenn auch seit dem ÜbertritteEch^sÜcherhauses in Dresden die Kunst mehr zur Geltung kam als Wissenschaft undÜm TiedgelH 82), der hier den Abend seines Lebens verbrachte, sammelte sich einÄh^,°arnehmer Liebhaber der Dichtung, dem u. a. Arthur von Nordstern, wie sich dersän, * """ Nostitz-Jüuckendorf aus der Oberlausitz nannte, der Dichter Geselliger Ge-der Sinnbilder der Christen, und der Sänger der Jüngeren Urania,^ip,i angehörten. Um Tieck als Mittelpunkt bewegten sich Friedrich Kind ausEext ^ durch die Ballade Georg N)eumark und die Gambe und durch den»Freischütz" nach einer Erzählung im Gespensterbuche des Leipziger RatsherrnKitzRugust Apel fortlebt, die Enkelin der Karsch, Helmine von Chezy, die gleich-^Een einem Textbuche und zwar dem zu Webers „Euryanthe" dankt, der als^riväs? schreibende Hoftheaterdirektor Winkler, der Lyrik und Dramatik gleichmäßig^raus brauchbare Übersetzung der „Lusiaden" von Camoens gab und als

lich k„^°br der „Abendzeitung" nicht ohne Einfluß auf den Geschmack seiner Zeit war, end-^trar ^^arbeiter Karl Förster aus Naumburg, der als Übersetzer Dantes und>vktt»i/^ "äe durch eigne Gedichte schöne Anlage bekundete. — Mit Tromlitz (S. 580)ein i-vt. auf dem Felde des Romanes der unerschöpfliche Friedrich Gustav Schilling,Niesff^tffcher Offizier, mit dem sich an Erfolg nur Friedrich Laun, eigentlich Schulze,^e- Er war Herausgeber der „Abendzeitung" und mit Apel des Gespenster-^nv ' Der Dramatiker von Maltitz aus Königsberg, Verfasser von H ans Kohlhas,^ie usw-, starb in Dresden. Gutzkow (8 287) und Otto Ludwig (8 291)

^Unia Robert Rein ick aus Danzig, der Dichter herziger Kinderlieber und der

krbllE^""der eines Malers, ließen sich in Dresden nieder'; hier ist der Novellist undlieh Lyriker Julius Hammer geboren und gestorben, Robert Waldmüller, eigent-^"nias^^ Duboc, schrieb hier seine Idyllen und Romane. Während seiner Haft auf demipäter im Zuchthause (8 175) suchte Otto Heubner in der Dichtkunst durch dieder Zelle in die Heimat und in Übertragungen englischer Lyrik TrostUnd H^t> uug. Leider war Sachsen auch das Quellgebiet des Stromes der seichten Almanach-Dlezj>^^ulefenliteratur. — Eine besondere Bedeutung und Anziehungskraft behaupteteder ^uch die weltberühmte Gemäldegalerie und zahlreiche Kunstsammlungen, die unterLiteraturforschers und Altertumskenners Hermann Hettner (H 304), neuer-p°ll . "umanns, des Dichters der Liederfolge Zu zweien im Süden, geschmack-^taria . ^^tgemäß erweitert wurden, sowie durch seine Theater, für deren Oper einst Karl^»le„ (H 298) und der Liederkomponist Karl Gottlieb Reissiger tätig

T^Me,, Richard Wagner l 8 298) als Kapellmeister die ersten seiner großen Musik-- "ß xDer Lehrer an der technischen Hochschule Adolf Stern, eigentlich Adolf^etis'ch^ Dichter und namhafter Erzähler, förderte die literarische Kenntnis und dasllrteil weiter Kreise durch die besonnene Kritik seiner mannigfaltigen Arbeiten

A. von Her-wig"1776 1831

1763-1810

Bechstein

1801-1860

Jul. Sturm1816—1896

L. vonFrancois1817-1893Marti tt1825-1887Hel. Böhlaugeb. 1859

Baumbachgeb. 1840

Schaum-

berger

1843-1874

Sachsen.

Dresden.

Tiedge

1752-1841

Friedr. Kind1768-1843

Apel

1771-1816von Lhezy

1783— 1856Th. Hell

1775 1856

Karl Förster

1784— 1841

Schilling1766—1839Friedr. Laun1770 - 1849

Maltiv

1794-1837

Reinick1805 -1852

Jul.Hammer1810-1862Nob. Walo-

geb. 1822Heubner1812-1893

Ad. Sterngeb. 1835