Band 
Vierter Band.
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586
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Schnecken-

burger

1819—1849

Auerbach

1812-1882

K. I. Weber1767- 1832

Flaijchlengeb. 1864Karl Weit-brecht1847-1904RichardWeitbrechtgeb. 1851zur Megedegeb. 1864

Ba yern.

Grübet1736 1809

Daumsr

1800—1875

Sperlgeb. 1862

Fallmerayer

1791—1861

von Schubert1780—1860

e 096

586 Siebentes Buch : Literatur und Wissenschaft Deutschlands im 19. Jahrhundert- 8

drucker, der bekannte Sänger der Wacht am Rhein, Max Schneckenburger aUZÄ^heim, und Bertholt» Auerbach, der, im Schwarzwalde geboren, die Vorbereitung 1Rabbiner bald aufgab und dann als freier Schriftsteller auf dem Gebiete desSpinoza, Auf der Höhe, Ein Landhaus am Rhein, der Erzählung im Volks ^besonders Schwarzwälder Dorfgeschichten, Barfüßele, Joseph im Schnee 'des Trauerspieles, Andrer Hofer, auch der Philosophie, z. B. als Übersetzer SpinozM'^regend und unterhaltend tätig war. — Im Hohenlohischen Lande verbrachte Karl 3Weber sein einförmiges Leben, der Verfasser der satirischen Briefe eines in Deu ^land reisenden Deutschen, des Demokritos oder hinterlassenePapiere Mlachenden Philosophen, Sammlungen von Witzen und Späßen, „an einen Humorist?Reflexionsfaden gereiht und mit Lesefrüchten aus verschiedenen Wissenschaftenund einiger geschichtlich-humoristischer Werke, wie Die Möncherei, Das ,

Wesen. — In neuerer Zeit traten, außer dem in Stuttgart geborenen Cäsarder als Anhänger der „Moderne" in Berlin lebt, die Bruder Karl und Richard W eitbr ^in den Vordergrund; besonders Karl, der feinsinnige Verfasser des Deutschen Dr? ^hat mit der liebenswürdigen Erzählung Phaläna schnell seinen Ruf begründet. 9anderen Mitteln als er arbeitet der in Sagan geborene Johannes Richard zurjetzt Redakteur in Stuttgart. Seine der Wirklichkeit abgelauschten Gesellschafts- Ae»romane Unter Zigeunern, Quitt, Von zarter Hand können freilich der gFarben kaum entbehren. .. ^i!

In Bayern hat das Frankenland eine Reihe berühmter Namen auszuwerfen'^den Prinzenerzieher von Knebel, der als ernster Lyriker und Übersetzer bekannt, ^Weimarer Kreise angehörte, Friedrich Rückert <H 83), den Grafen Platen-HallerM ^(H 292) aus Ansbach, der Heimat auch der beiden Dichter Uz (Bd. III) und Croueg , ^aus Lessing bekannten Verfassers der preisgekrönten Tragödie Codrus. NürnbergsGeburtstätte des Meistersanges und im Reformationzeitalter der Mittelpunkt de ^Kunst, nahm das „Germanische Museum" in seinen Mauerring auf. Hier trieb m ^Volksgesang einen letzten Sproß in Konrad Grübels Gedichten in Nürnb ^Mundart. Einen seltsamen Wandel machte der Dichter von Bettina, HaHb-Marianischen Legenden, Friedrich Daumer, durch. Aus seinem kirchenfeMJunghegelianismus flüchtete er endlich in den Schoß der alleinseligmachenden Kirnst-Fürth stammt der begabte Verfasser geschichtlicher Romane, wie Hans GeorgDie Fahrt nach der alten Urkunde, August Sperl. In Wunsiedel ist 3ean4^d80) geboren. Eine Sonderstellung und Weltruf erlangte Bayrenth durch »1Wagner <Z 298) und das von ihm begründete „Festspielhaus", das die Stätte der „gaufführungen seiner Tonwerke ist und bleiben soll. — Für München wurde die RePKönig Ludwigs I-, des Freundes und Förderers aller schönen Künste, von gr?»^ ^deutung. Neben dem bewegten Künstlertreiben mit seinem Witze und Humor, wie er ^heute in den 1845 begründeten „Fliegenden Blättern" blüht, entwickelte sich "Eeinzelnen wissenschaftlichen Gebieten reges Leben- Aber die einseitige Begünstigung^Ultramontanismus trieb manche hervorragende Männer außer Landes. Der Maler d?nelius (Z 399) und der Philosoph Schelling (Bd. III) gingen nach Berlin, der groß? ..^iiforscher Oken <8 311) sowie der gründliche Kenner der neugriechischen und morgenurnWelt Fallmerayer, nach seinem klassischen Reiseberichte Fragmente aus dem-? ^iiNder Fragmentist genannt, mußten, dieser vorübergehend, jener dauernd, in der Schw " ^Zuflucht vor politischer Verfolgung suchen. Zwar hielten Friedrich Thiersch ^

geistreiche Kenner des griechischen Altertums in seinen künstlerischen und literarlschZeugnissen, und Gotthilf Heinrich von Schubert, ein Schüler Schellings undglaubenstreuer, mystisch-kühner Apostel der Nachtseiten der Natur und einerGeisterwelt", bis zu ihren: Tode in München aus, auch konnten geistreiche und g

König Mar1848—1864

von Löher1818—1892Carriere1817 1895

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Forscher ihre Wissenschaft fördern, wie Steinheil die Physik und Schneller ^ ;und mittelhochdeutsche Sprachknnde, aber lange stand die Üniversität ^ünm h,Zeichen des Mystizismus und Ultramontanismus, deren Vertreter Franz ikaver von 4-(st 1841), von Lasaulx (st 1861), Joseph von Görres (Z 286) und sein Sohn(st 1852) in den „Historisch-politischen Blättern" waren. Der Regierungsantritt d^ hieMax II. brachte für die Wissenschaft, deren Gönner er war, und in der Folge auch ILiteratur einen Umschwung. Jetzt bildete sich die dichterische Tafelrunde der »Krokodile - ^ihren Mitgliedern sind bereits Geibel, Heyse, Lin'gg, von Schack erwähnt,

Löher gab Reise- und Geschichtsbilder, bewährte sich auch als Epiker im General - ^Sein Amtsgenosse an der Üniversität war der Philosoph und Ästhetiker Carritre <8 ?

Die letzte Nacht der Girondisten besang. Vorübergehend weilte auch der spaw