588 Siebentes Buch: Literatur und Wissenschaft Deutschlands im 19. Jahrhundert.
der Gegenwart ^
Seid!
1804-1875
Vogl
1802 -1866Hilscher1806- 1837Beck
1817—1879Uffo Horn1817—1860
Bauernfeld
1802—1890
Leop. Klein1810-1876
Riffel1831 -1893
Innigkeit
Mosonthal
1821-18??
Joh. Strauß
1864- 1649Joh. Strauß
1825—1899
Millöcker
1842-1899
Purgstall
1714-1856
Stifter
1865- 1868
Hamsrling
1836—1886
Kompsrt
1822-1886
Franzos
1848—1964
Sachsr-
Masoch
1836—1895
OssipSchubingeb. 1854M. uonebner-tftchenbachgeb. 1836B. vonSuttnergeb. 1843Roseggergeb. 1843
Modernen Eulenspiegel, in den Industriellen das LebenSeine Lyrik steht trotz aller Farben- und Bilderpracht an Wärme undEmpfindung hinter den schlichten Dichtungen Gabriel Seidls und Nepomuk Vog ^rück, von deren sangbaren Liedern einzelne Gemeingut unseres Volkes geworden lsst 'Gedichte des österreichischen Militärbeamten Joseph Hilscher streben nach dem ^ ^
seines verehrten Vorbildes Byron, den er auch übersetzt hat, während Karl Beck ausin Nächten, gepanzerten Liedern, im Fahrenden Poeten, auch invom armenManne sich an Anastasius Grün (H 293) anschloß. Sehr gut gelang wRoman Janko, der ungarische Roßhirt. Das Drama pflegten Uffohafter als Novellist, dann der Dichter der Lustspiele DasVersprechen hintermH e r ^Der Freiherr als Wilddieb, Alexander Baumann, und der geistreiche, jHftWitze politische Mißstände bekämpfende Eduard von Bauernfeld, der Verfasser zahbeliebter Lustspiele, wie Bürgerlich und romantisch, Der literarische SGroßjährig, Der kategorische Imperativ. Sein künstlerisch abrundendes > ^ging dem Deutschungarn Julius Leopold Klein ab, der seine reiche Anlage w-Trauerspiele noch in der umfangreichen Geschichte des Dramas zusammenzuhaue ^stand. Schwer hat unter der Gleichgültigkeit seiner Zeit Franz Nissel leiden müsse"'die Krönung seines Trauerspieles Agnes von Meran mit dem Schillerpreise bo^^zkeinen Ersatz für die heißersehnte und wohlverdiente öffentliche Anerkennung. Über L a ^Wirken und Werke vgl. 8 287. Das Theaterwesen Wiens hat er zweimal maßgede ^einflußt, 1849 bis 1867 als Leiter der Hofburg und 1872 bis 1880 an der ^Stadttheaters. Das Bnrgtheater galt ehedem als deutsche Musterbühne und Üt dis H-U jAnziehungspunkt für Dichter und Darsteller geblieben, so für Halm (8 286),
(8 291), Hebbel (8 292) u. a. Auch Salomon Hermann Mosenthal aus Kassel ' ^die Nähe dieser alten Kunststätte. Unter seinen vielen Dramen stehen Deborah- ^absichtsvolle Schilderung der Rechtlosigkeit des Judentums, Der SonnenwendhoiDer Schulz von Altenbüren obenan. Von der hervorragenden Bedeutung 2sVfür die Tonkunst war schon in Bd. III die Rede. Es genügt hier, anHaydn, Moza^ ^Beethoven zu erinnern. Großer Beliebtheit erfreute sich die musikalischeStrauß, in der des Vaters Johann Strauß gefälliges Talent fortlebte; sei"namiger Sohn (S. 591) brachte die Wiener Operette zu neuer Blüte, die durch Milliliter^erfolgreich weitcrgepflegt wurde. — Als Übersetzer morgenländischer Dichtungen xg,der Geschichtschreiber der Osmanen und gründliche Kenner des Ostens Hammer-" ^stall mit Rückert. — Scheue Abkehr vom Tage und seinen Stürmen kennzeich"-Studien und Bunten Steine Adalbert Stifters, zwei Novellensammlnngenidyllischem Charakter, in denen aber das Klein- und Innenleben der Menschen- und 1Welt mit allem Zauber der Darstellung umwoben wird, so daß der Dichter von vielen ^als Begründer einer neuen Erzählerkunst gefeiert wurde. Gleiches Aufsehen erregglühende, durch einen philosophischen Anhauch nur wenig gemilderte Sinnlichkeit, w ^der formvollendeten, schönheitstrunkenen Lyrik und Epik Robert Hamerliug°/ jgSchwanenlied der Romantik, Germanenzug, Ahasver in Rom, Dervon Zion, und aus dem geschichtlichen Romane Aspasia spricht. Auf dem ^angebauten Gebiete der Erzählung behauptet Leopold Kompert mit seinen Schilder ^jüdischen Lebens, wie Geschichten aus dem Ghetto, Böhmische JudenSonderstellung. Nur Emil Franzos aus Podolien nahm anfangs mit den Jude" ^Barnow u. a. den gleichen Weg, ging aber bald im Kampf ums Recht,Präsidenten und Aus der großen Ebene ganz zum Kultur- und Sittenbild« ^Halbasien über, wo auch der deutschfeindliche Pole Leopold von Sacher-M ^Stoffe für die Darstellung ekler Lüsternheit, besonders in Venus im Pelz,fand. Mehr als spannende Unterhaltung bietet auch die fruchtbare Schriftsteller«Ossip Schubin, eigentlich Lola Kürschner, nicht bei aller Kenntnis des Lebens,lich der Höheren Stände. Dagegen hat Marie von Ebner-Eschenbach durch dieernste Lebensauffassung und die Wahrhaftigkeit ihrer Kunst in ihren vielen und >"faltigen Erzählungen nach Gebühr allgemeinen Beifall geerntet. Ihren dramatisches
deren Natur und Menschen er mit packender Gestaltungskraft, dichterischem Sinnevollem Anteile schildert und verklärt, so in den Schriften des Waldschulm
eist-
und Kunstgenossin Bertha von ^^ka"^
war gleicher Erfolg nicht beschieden. Ihre Standes-hat sich namentlich durch ihren wohlgemeinten
aber auch zum Ziele billiger Angriffe gemacht. Echte Söhne des Volkes sind Anzengr^lund Rosegger. Petri Kettenfeier Rosegger aus Alpl in Steiermark, ein 8«Naturdichter, wuchs fast ohne Schulunterricht auf in der Einsamkeit seiner Hei>""
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Roman Die Waffen nieder!