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Vierter Band.
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589
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Erste» Kapitel: Literatur.

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Z 297.

Gottsucher usw. Von sich selbst erzählt er in der Wald Heimat und AusIjch^ Handwerkerjahren (als Schneiderlehrling). Mitleid mit seines Volkes gcist-tuy, . Hot ihn schließlich zum Kämpfer für Glaubensfreiheit und verinnerlichtes Christen-"Us M^""oht, Ett Wort wie mit Tat. Als Mitstreiter stand ihm Ludwig An zengrub eröur Seite, der Volksdramatiker neben dem Volkserzähler. Nach manchen Jrr-Üetre» or ^ ihm vorbestimmte Lebensbahn mit dem absichtsvollen und wirklichkeits-sch^„ Volkstücke Der Pfarrer von Kirchfeld. Inniges Verständnis für die An-

^ben Denk- und Empfindungsweise des Volkes, die Wahl der Stoffe aus dem

"or Bauern, endlich richtiger Blick für dramatisch Wirksames sichern seinen Stücken,Dor Meineidsbaner, Der Gewissenswurm, Das vierte Gebot, die

z. B ^ Bauern, endlich richtiger Blick für dramatisch Wirksames sichern seinen* Meineidsbaner, Der Gewissenswurm, Das vierte Gel8ri>b ^ Wirkung auf menschlich fühlende Herzen. An Rosegger und Anzen^ar^'* ^mahnen Ludwig Ganghofers Erzählungen aus dem Hochgebirge, z. B. Diehöbe,, *??Elause und das stimmungsvolle Schweigen im Walde. Großen Anklangh"ns r ° Volkstücke Der Herrgottschnitzer von Ammergau, Der Prozeß-Kdolk "" Stunden. Als treuer Sohn und genauer Kenner seiner Heimat erscheint

^i»e l Allerlei Geschichten aus Tirol, Letzte Alpenrosen u. s. f.

Deichs Lieder sammelte er in den Spätfrüchten. Zu den besten Erzählern Öster-

Ctxnh ^hört Ferdinand von Saar, zugleich Dramatiker von Schwung und Kraft, danngesjjhk? Milow, eigentlich von Millenkovics, aus Orsowa (Lebensmächte u. a), dessen8 x s"oige Lyrik hin und wieder der Schwermut zuneigt, wie in gesteigertem Maße die^Nkens .» Erzählungen von Jakob Julius David, z. B. Am Wege sterben. Ge-^slllr hochfliegender Idealismus weisen Richard Kralik, dem Dichter der

Host i>or, Sprüche und Gesänge, der in der Studie Sokrates eine wahr-an. PssE^hohe Lebensanschauung bekundet, einen besonderen Platz in Österreichs LiteraturRdstp/l ^^sophische Neigungen offenbart auch der Dramatiker Rudolf Lothar in demLieh Der Wert des Lebens, und Hans Grasbergers Gedichte Licht und^onkeL ebenso ein Ausfluß reiner Menschlichkeit wie sein Triptychon ein Zoll desßeter . ihre Quelle, das Altertum. Gegensätze zu solcher Richtung sind die beiden Ver-Txr sogenannten „Decadence", Hermann Bahr und Hugo von Hofmannsthal.der D^ünstler Bahr hat sich ganz zum Apostel der französischen Modetheorien gemacht,rejchTMtung vom Ende des Jahrhunderts (bün äk sitzcle) und des Symbolismus. Geist-^o>vs!«^ Absicht beherrscht seine vielseitige Schriftstellerei. Neuheit und Eigenart derseihst „""S ^iten ihm alles. Und tatsächlich belohnt sich gelegentlich sein Suchen, sein?hevi Arisches Umherspähen im eignen Innern. Aber sein wüster Naturalismus schlügt>» sei'n?"^ Kunst heißt, ungescheut ins Antlitz. Ganz anders gibt sich von HofmannsthalT»r * säst schattenhaften und wesenlosen, aller Körperlichkeit entkleideten Dichtung Der»n> der Tod, einem Drama, wie Die Hochzeit der Sobetde und Die Frau^>NersKor. Sicherlich ist darin die Form zu einer staunenerregenden Vollendung ver-"osn,a ^ Ko ist überfeinert bis zur Kraftlosigkeit, wie anderseits alle Empfindung beihorsiL?^^ Kis zur Krankhaftigkeit verzärtelt und verweichlicht erscheint. — Eine guteüber die neuere Dichtung im deutschen Böhmen gibt Heinrich Teweles imDichterbuch.

^Schweiz haben sich die 8 291 besprochenen Erzähler Gotthelf und Seals-^r( einen Namen erworben. Bereits erwähnt ist auch der Dramatiker Griepen-

dchhnie ' ^^9). Weit über die Grenzen ihres Vaterlandes hinaus gelangten zu verdientem^Koren Ansehen Gottfried Keller und Konrad Ferdinand Meyer (Z 291). EinerBnt gehört der Dichter von Fabeln, Erzählungen und geistlichen Liedern Abrahamd»n h, Fröhlich an. Am innigsten war von jeher Basel mit Deutschland verwachsen,^ einige seiner bedeutendsten literarischen Kräfte, wie den milden, christlich-frommen^chleiermachers de Wette, den Dichter und Sprachforscher Wilhelm Wacker-!"*>cher „ ^2) u. a., an sich zog. Geborene Schweizer waren dagegen der Kirchengeschichts-°kr kii Dichter Hagenbach, der Geschichtschreiber und Kunstkenner Burckhardt undkni urgeschichtschxxiber Gelzer. Aber auch Zürich und Bern haben wenigstens auf^eu h-b,'^,dor Literatur und geistigen Arbeit überhaupt die deutsche Stammverwandtschafteine» E "üb manchem deutschen Schriftsteller von Ruf dauernd oder auf Zeit Zuflucht""gemessenen Wirkungskreis geboten. Der Epiker und Dramatiker Joseph Viktor^ssen Äsn" ""2.Währen lebt als Mitherausgeber der Zeitung „Der Bund" in Bern, inü? blnl - Ferdinand von Schmid, der sich unter dem Namen Dranmor als epischer^ "oralkn^K^scher Dichter bekannt gemacht hat, geboren ist. Er lebte als österreichischerAic^?"x. ""^ Horausgeber der „Deutschen Zeitung" in Brasilien, dem Geburtslands" Huch, jetzt Frau Cecconi, deren Erzählungen, voran der Roman Erinnerungen

Anzeugruber1839 1889

Ganghofergeb. 1855

Pichler

1819—1900

von Saargeb. 1833Milowgeb. 1836Davidgeb. 1859

Bahrgeb. 1863Hofmanns-thal

geb. 1874

Schweiz.

A.E.Fröhlich

1796—1865

Widmanngeb. 1842Dranmor1823-1888

Nie. Huchgeb. 1864