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Erster Band.
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Allgemeines.

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Man findet daselbst neben zahlreichen Fundstücken aus Stein und Holz auchkupserne Gegenstände, die sich in ihrer Technik an die Steinwerkzeuge anschließen.Dann machte man aber die Erfindung der Mischung von Kupfer und Zinn zuder schönen und haltbaren Legierung, die wir Bronze nennen, und vonihr hat das ganze zweite Kulturzeitalter seinen Namen Bronzezeit erhalten.

In diese Zeit gehören die Anfänge der sämtlichen alten Kulturnationen, der Ägypter,Babylonier, Assyrer, Griechen und Römer. Die alten Werkzeuge der Steinzeit, die in derKupferzwischenzeit noch einen breiten Raum inne hatten, verschwanden immer mehr. Alleswird aus dem neuen Material geschmiedet und gegossen. Neben das neolithische Steinbeiltritt die neue geschmiedete Axt, der Celt, wie die verschiedenen Arten des Meißels. Danebenkommen, aber nur als Schmuck- und Wertmetalle, Gold, Silber und Eisen vor- Sie werdenvor allen Dingen zur Verzierung der zweiten, sich immer größere Verbreitung verschaffendenWaffe, des einschneidigen Bronzemessers und des geschmiedeten Bronzeschwerts verwandt.Daneben finden sich zahlreiche große Nadeln, Arm- und Fußringe, z. T. mit Bernstein undPerlen geschmückt. Erst ganz allmählich lernte man auch das Eisen schmieden- In dervollen Bronzezeit stand das Jnkareich in Peru, als es mit den Spaniern zusammentraf,schon eine Stufe höher als die Azteken, die noch im Übergang von der neolithischen Zeitzur Bronzezeit waren, als Cortez sich anschickte, ihr Reich zu erobern. In der alten Weltist der Kampf zwischen den Königen von Mykenä und Pergamon (das trojanische Reich) fürdie Bronzezeit das wichtigste historische Ereignis. — Auch sür diese Epoche liefern diePfahlbaudörfer die wichtigsten Funde. Doch sind diese Ansiedelungen seit der neuen Er-findung wesentlich umgestaltet worden. Die Häuser liegen weiter draußen im See, sind größergeworden und haben sich zu bedeutenderen Ansiedlungen vereinigt. Ja bei einigen ist schonder Übergang zu der nächsten Periode, der Eisenzeit, erkennbar. Dies gilt vor allem vonden Funden bei Hallstatt am Hallstätter See (im Salzkammergut), weshalb man auch voneiner Hallstätter Zeit oder Kultur spricht. Die dort vorgefundenen Waffen und Geräte,die samt und sonders aus Gräbern stammen, zeigen alle eigenartigen Charakter; die Schwertersind aus Eisen, doch nach Art der Bronzeschwerter geformt mit breiten Klingen und ab-geschrägten Spitzen. Die Bronze wird fast nur für Schmuckgegenstände verwendet, diein einer hervorragend entwickelten Technik vorliegen. Aus deren Beigaben erkennt man,daß der Handel bereits weit verbreitet gewesen sein muß. Denn neben dem von derOstsee kommenden Bernstein finden sich Muscheln des Mittelmeeres, und die Ornamentikerinnert vielfach an den Orient. Die Hallstätter Funde, deren Charakteristikum die Fibula(Sicherheitsnadel) ist, mit der die Gewänder zusammengehalten werden, während früher nurdie einfache Nadel in Gebrauch war, erinnern auf das lebhafteste an die ältesten griechischenFundstücke, die ja ebenfalls aus der Zeit des Übergangs von Bronze zu Eisen stammen:denn Homer nennt den Schmied nur „Erzarbeiter", läßt ihn aber daneben auch eiserneWerkzeuge verwenden. Dies gilt auch von der Töpferware, die in der gleichen Zeit erstmit der Hand hergestellt und ornamentiert ward, dann aber, besonders in Troja, mit derScheibe angefertigt wurde. Mit der sogenannten „Hallstätter Kulturperivde" schließt dieWissenschaft vom prähistorischen Menschen direkt an die eigentliche Geschichte an. Das zeigtvor allem der Boden von Troja mit den übereinander gelagerten acht Siedelungen, vondenen die untersten noch tief in der ersten Hälfte der neolithischen Zeit stecken, während diesechste, „verbrannte" Stadt die Eigentümlichkeiten der mykenischen Kultur (Z 68) ausweist,die jüngeren schon in das helle geschichtliche Licht fallen.

Als dritte Periode pflegt man anzuschließen die Eisenzeit, die auchhäufig nach dem schweizerischen Städtchen La Töne die La Tönezeit genanntworden ist. Auch sie gehört noch in die Periode der Pfahlbauten und zeigtdie vollkommene Kunst des Schmiedens und Lötens. In der Regel fällt ihreEntwicklung mit den historischen, lichteren Zeiten zusammen. In dieser Zeitkam die Verbrennung der Leichen und ihre Beisetzung in thönernen Gefäßen(Urnen) aus, die von nun an zu vielen Tausenden dem Boden anvertrautwurden. Besonders Westeuropa ist an solchen Urnenfriedhöfen mit ihrenmannigfachen Beigaben aus beiden Zeiten sehr reich. Daneben bestand hierund da die neolithische und die reine Bronzetechnik noch lange fort.

historischer 8 2. Menschenrassen und Sprachen. Seit dem Erstarken der pra-Standxunlthistorischen Wissenschaft sind viele Versuche gemacht worden, die Menschenin verschiedene Rassen zu gliedern. Der älteste Versuch (von BlumenLach)