Einleitung.
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Z 6.
d) Geld-wtrtlchaft
Ackerbauwirtschaft, steigerten sich die Bedürfnisse und der Wunsch, andere weither gekommeneGegenstände zu erwerben. Weil der Einzelne sich diese nicht mehr selbst besorgen konnte,so trat ein besonderer Händlerstand auf, der es unternahm, die fremden Waren von fernherzu bringen und den Käufern zuzuführen. Dieser erweiterte Handel brauchte aber zumGedeihen dreierlei, Sicherheit der Wege, Schnelligkeit und Billigkeit der Transportmittel,und vor allem einen Wertmesser, um Verkäufer und Käufer gleichmäßig vor Übervorteilungzu schützen.
So entstand das Geld. Neben den in Afrika üblichen Muschelgeld (Kauri) und demSteingeld auf den Karolinen hat in den ältesten Zeiten fast überall das Haupt Vieh alsEinheit gegolten. Auch die Rvmer standen (pseunia, xeouliuiu Geld von pseus, Vieh)ursprünglich auf diesem Standpunkt. Aber schon in der Bronzezeit treten Metallstücke alsZahlungsmittel auf, zunächst nur gewogen (Barren), dann gemünzt. Späterhin ist dasgemünzte Geld, aus Gold, Silber und Kupfer (neuerdings Nickel), das alleingültige Zahlungs-mittel geworden. Sein unantastbarer Wert besteht in dem genau festgesetzten Verhältnisder einzelnen Edelmetallwerte zu einander und in dem Münzregal der einzelnen Staaten,wonach der Staat die alleinige Ausprägung der Münzen übernimmt, die Vollwichtigkeitgarantiert und mit seiner Autorität für den gesicherten Umtausch eintritt.
Der Weltverkehr hat zwar bei bem Metallgeld als Wertmesser Halt gemacht, aber inder Verwendung neuer Tauschmittel ist er weit darüber hinausgegangen. Um besondersbei überseeischen Zahlungen, den kostspieligen und gefährlichen Geldtransport zu vermeiden,griff man zu dem Verfahren von Wechseln und Geldanweisungen, die schon den Babyloniernbekannt gewesen sein sollen. Dies Verfahren gründet sich darauf, daß die einzelnen einanderVertrauen schenken (Kredit geben) und damit den Verkehr für sich und andere erleichtern. —Ein ganz ähnliches Verfahren haben auch die einzelnen Staaten eingeschlagen, in dem sie,um das Metallgeld im Lande zu erhalten, es aufspeicherten und Papiergeld dafür aus-gaben, dem sie einen Zwangskurs verliehen.
Die clLLe Geschichte.
Crster kuch.
Die morgenlandischen Volker.
Einleitung.
§ 6. Geographischer Abriß von Asien. Mitten durch Asien zieht sichein unermeßliches Hochland, das sich vom schwarzen Meer bis nach Korea er-streckt und von Westen nach Osten fast fächerförmig erweitert, im Nordendurch den Altai und andere Bergketten, im Süden durch das MythenreicheWundergebirge des Himälaha von den umliegenden Tiefländern getrennt.Durch das Hin du kus ch g eb irg e (Parapanisus) wird dieses Hochland inein größeres östliches und in ein kleineres westliches Plateau geschieden. Esbildet den eigentlichen Kern der Ländermasse, die wir unter dem GesamtnamenAsien verstehen, und wird von fünf Hauptgruppen des Tieflandes umgeben,die in größerer oder geringerer Ausdehnung ihm vorlagern (Turan, dassibirische Tiefland, Hindostan, das chinesische Tiefland und die Mandschurei).Zwischen diesen, teilweise ihnen weit vorgelagert, erheben sich, von dem KernAsiens durch breite Ebenen getrennt, kleinere Hochländer, die zum Teil alsHalbinseln weit in das Meer vorragen. Unter ihnen sind die bedeutendsten diearabische Halbinsel und Vorderindien. — Die Gebirge Asiens, die dem Kernvorgelagert sind und ihn umgeben, bilden folgende Hauptsysteme: 1. Der