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Erster Band.
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Viertes Kapitel: Die Ägypter.

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Z 26 .

Stil, der zu konventioneller Darstellung hinneigt; zugleich mit der WeltmachtsstellungAssyriens fand er seinen Weg nach Westen und ist in den Denkmälern der troisch-mykenischenPeriode der griechischen Kunst deutlich wiederzuerkennen (Z 68). Von den anderen Künstensind bis jetzt zu geringe Spuren auf uns gekommen, als daß man ein Urteil gewinnenkönnte. Das meiste müssen wir den Skulpturen entnehmen, die auch für Textilerzeugnisse undandere kunstgewerbliche Gegenstände auf eine hohe Entwicklung hinweisen.

Schließlich noch ein Wort über die Riesengröße der assyrischen und babylonischen AssyrischeGroßstädte. Die Angaben des Propheten Jonas, des Ktesias und Diodor von Babylons ^ ^

ungeheurer Größe erscheinen zwar übertrieben, aber sehr ausgedehnt sind die Städte gewesen.

Man muß beachten, daß, wie Layard gelehrt hat, zwischen den einzelnen Häusern sich Felderbefanden, die innerhalb der Stadtmauern lagen. Die südbabylonischen Ruinenstütten freilichzeigen nur bescheidenen Umfang, wie ihn noch heute etwa orientalische Mittelstädte einzu-nehmen Pflegen.

Viertes Kapitel.

Die Ägypter.

§ 26. Der Nil. Ägypten, von den Einwohnern Oemt, „die schwarzeErde" genannt, im Gegensatz zu dem „roten Lande", der blendend hellenlibyschen Wüste, die sich westlich in endloser Weite ausdehnt, ist das lang-gestreckte, sruchtbare Thalland, welches dem Nil (sem. — Fluß) sein Daseinverdankt. Ohne die Fluten dieses Stromes würde der Wüstensand allesWachstum bis zur Küste des roten Meeres mit seiner todbringenden Gewalterstickt haben; daher nennt Herodot das untere Land ein „Geschenk des Nils";und bei Homer sührt Land und Fluß denselben Namen, Aigyptos. Diesersegenspendende Strom, über dessen Ursprung erst die neuesten Forschungen nähereAusklärung verschafft haben, während ihn die Eingebornen selbst den „ver-borgenen" (A-u-ra) nannten, ist der Ausfluß von zwei gewaltigen, auf einemHochplateau unter dem Äquator gelegenen Seen, denen man die NamenViktoria-Nyanza (Ukerewe) und Albert-Nyanza (Mwutan Nsige) gegeben hat.

Beide steigen während der Regenzeit über ihr gewöhnliches Niveau; derAbfluß des Ukerewe(spr.Jukerju)see empfängt, verstärkt durch die Abflüsse des Mlquellen,Albert-Edward-Nyanza und Albert-Nyanza bei seinem Laufe nach Norden denNamen Bahr-el-Abiad (weißer Nil) und nimmt beim heutigen Chartum denBahr-el-Asrak (blauen Nil), den Abfluß des abessinischen Gebirgslandes auf.

Der Strom fließt durch einen im allgemeinen von Süd nach Nord verlaufendenFelsenspalt und hat diesem folgend sich seinen Weg zum Mittelmeere gesucht,anstatt sich in das viel näher gelegene rote Meer zu ergießen. Der höhergelegene Teil der Nilquellenregion am blauen Ukerewe gehört zu den herrlichstenund gesündesten Gegenden der Erde. Sobald dagegen der Fluß das nubischeLand erreicht hat, berühren bald pflanzenlose Sandflächen seine Ufer, baldtreten ihm felsige, meist kahle Bergketten hemmend, in den Weg, bis er endlichbei den Palmenwäldern von Syene die Grenze Ägyptens erreicht. Nachdemsich hier die Fluten zum letztenmal zwischen den reizend gelegenen Inseln Philaund Elephantine brausend über die dunkeln, wild aufgetürmten Granitfelsenhinabgestürzt haben, ändert sich die Natur des Bodens. Der Abfall der felsigen^Hochebene der Wüste bildet nun zwei hohe Thalwände, zwischen denen der Nilseine stillen Wasser in ruhiger Strömung dem Meere zuführt, im Osten voneinem felsigen Urgebirge begleitet, welches das Flußthal von den Sanddünendes roten Meeres trennt und edles Gestein, wie Basalt, Porphyr, Serpentin,in sich trägt; im Westen ist er durch ein Gebirgsplateau gegen den goldgelbenFlugsand der Wüste geschützt, der jedoch bisweilen von den heißen Südweststürmenbis an den Rand des Thales geführt wird. In dieser Vertiefung rollt derbreite Strom seine Wogen in stiller Majestät dahin, den üsersand auf beidenSeiten, soweit sein befruchtendes Wasser durch Natur- oder Menschenkunst ge»