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Zweites Buch: Griechische Geschichte.
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Untergang dämoniM Herrschaft allgemein verhaßt. Die Spartaner, von diesemPansanias Benehmen in Kenntnis gesetzt, riefen den treulosen Feldherrn ab; ihr^ Ansehen bei den demokratisch gesinnten Seestaaten war aber bereits so ge-schwächt, daß sie damit thatsächlich (wenn auch nicht im Prinzip) aus denOberbefehl verzichteten. Pausanias, der in die Heimat zurückgekehrt war,um sich zu verantworten, unterhielt auch in Sparta noch heimliche Ver-bindungen mit dem Perserkönig und strebte zugleich nach einer Umgestaltungder heimischen Staatsordnung, dadurch daß er das Königtum von derAussicht der Ephoren befreien wollte. Als sein verräterisches Vorhaben durcheinen Vertrauten an den Tag kam, wurde er in einem Tempel, in demer als Schntzflehender Zuflucht gesucht hatte, dadurch zum Hungertod ge-zwungen, daß die Ephoren ohne Rücksicht aus die heilige Stätte dieTempelpsorten schließen ließen. Die eigene Mutter des Pausanias sollden ersten Stein zur Vermauerung der Thüren Herbeigetragen haben.
Z 96. Der Aufschwung Athens unter Themistokles, Aristeides undKimon. Der delische Bund. Während so Pausanias die Macht seinerVaterstadt minderte, trugen die drei athenischen Heerführer durch verschiedeneEigenschaften und Talente sehr viel zur Hebung der ihrigen bei. Der be-Th°mist°nesdeutendste unter ihnen war Themistokles. Er bewirkte durch seine Klug-heit und List, daß Athen mit einer festen Mauer umgeben und der trefflicheHasen Piräus vollendet wurde. Sein Lieblingsplan, die Stadt der Athenerüberhaupt an das Meer und an den Piräus zu verlegen und so einewirkliche Seestadt zu schaffen, ist ihm nicht gelungen; denn die Athenerzu fest an ihrer heimischen Scholle. So verfiel er denn aus denMittelweg, die Straße zwischen Athen und dem Piräus durch zwei mächtigeMauern, die Schenkelmauern, sturmfrei zu machen. Auch dieses PlanesVollendung sollte er nicht sehen. Erst in dem Jahre 460 hat man mitdem Bau begonnen. Die eine Mauer führte nach dem Piräus, die anderenach der Rhede von Phaleron, dem früheren Hafen von Athen. ErstPerikles hat die dritte Mauer parallel der Nordmauer hinzugefügt und soAthen mit dem Meere unlöslich verbunden. Aus behauenen Blöcken, diedurch Metallklammern verbunden waren, wurde die befestigte Straßeerbaut, der Stolz und die Lebensader des neuen Athen, naturgemäß denNachbarn und Feinden eine stete Drohung. Durch dieses Unternehmen,das Athen in eine große Festung verwandelte, zog sieb Themistokles denunversöhnlichen Haß der Spartaner zu, die Athens Befestigung nichtdulden wollten, angeblich, damit die Perser, wenn sie wieder in Griechen-land einfallen würden, keinen befestigten Stützpunkt fänden, in der Thataber, um der wachsenden Macht der regsamen Stadt entgegenzutreten.Deshalb beschuldigten sie ihn der Teilnahme an der Verräterei desPausanias, weil er als Mitwissender dessen hochverräterischen Plan nichtangezeigt habe, und forderten ihn vor ein Bundesgericht, in dem sieselbst den Vorsitz hatten. Dies traf gerade in die Zeit, da die spartaner-freundliche Aristokratenpartei in Athen (an deren Spitze Kimon, des^d-s°Ths-°MMiades Sohn, stand) es durchsetzte, daß der einflußreiche Mann durchmiMles das Scherbengericht auf zehn Jahre aus seiner Vaterstadt verwiesen ward.Verfolgt floh Themistokles, der Athen zu einem Handels- und Seestaaterhoben, die Stellung der Schutzbürger (Metöken) geordnet und gebessertund die Industrie in Aufschwung gebracht hatte, nach Asien, wo er beidem Perserköniq eine ehrenvolle Aufnahme fand und drei Städte Klein-