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Zweites Buch: Griechische Geschichte.
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der ritterliche Euagoras von Kypros, bei dem Konon seine Tage beschlossenhatte, wurde, nachdem ihn die athenische Flotte unter Chabrias hatte verlassenmüssen, ein zinspflichtiger Unterkönig des Beherrschers von Susa.
^Kampfes^ Durch den peloponnesischeu Krieg war Sparta die erste Wacht infür Sparta Griechenland geworden. Durch eine kluge und zur rechten Zeit den hoch-fliegenden Plänen auf Kleinasien entsagende Politik erreichten es die leitendenMänner, daß die Hegemonie auch jetzt bei Sparta blieb; diese war schondadurch gewährleistet, daß niemand gewagt hatte, ihnen ihre alte Eroberung,Messenien, auch nur mit einem Worte streitig zu machen. Im Innernd-^Luxus freilich stellte sich das Bild weniger günstig dar; denn durch die insGroße gehende auswärtige Politik hatte sich der spartanische Staataus seiner selbstgewollten Einsamkeit herauslösen müssen, und infolge desWeltverkehrs waren die Spartaner weit von der alten Einfachheit undSittenstrenge abgekommen. Die Kriege in der Fremde brachten großeReichtümer, und diese letzteren entfesselten das alte, von Lykurg mühsamgebändigte Laster einer maßlosen Habsucht. Schon zur Zeit der Perser-kriege ließen sich Könige und Feldherrn um hohe Summen erkaufen, undseitdem war die ehrlose Sitte der Bestechlichkeit auf eine furchtbare Höhegestiegen. Die alte Warnung der Götter „Die Liebe zum Geld wirdSparta verderben, nichts anderes", war bereits ihrer Erfüllung nahe.Vor allem brachten die untergeordneten, nicht dem alten Geschlechteradelungehörigen Familien unermeßliche Reichtümer nach der Hauptstadt, diebald den alten Charakter verlor und ein ähnliches Gepräge zeigte wiedie üppigen Wohnsitze in Kleinasien. Lysander und seine Harmostenbetrachteten sich in Bundesgenossen- wie in Feindesland als berechtigt, zunehmen, was zu nehmen war, und erzeugten durch dieses Raubsystemde?Homö°n biue tiefe Erbitterung gegen Sparta, die sich schrecklich Lust machen sollte,w R-ich Dazu kamen innere Zwistigkeiten. Die reicheren Vollbürger (Homöen)"" ^ bildeten eine geschlossene, vorherrschende Körperschaft, welcher sich dieÄrmeren allmählich unterordnen mußten; aus ihnen ging nicht nur derlebenslängliche Rat hervor, sondern sie lenkten auch die Beschlüsse der großenNationalversammlung. Aber dieser bevorrechtete Stand krankte an dem-selben Übel, an dem alle Oligarchien (wie die venetianischen Nobiliund die englischen psors) leiden: die Kops- und Familienzahl der Homöenging beständig zurück, und somit häufte sich Macht und Geld in immerRArn^des kEniger Familien an. Die Abnahme der alten, mächtigen Häuser durchEpitadeus Krankheiten und Kriege drängte den Grundbesitz immer mehr in wenigenHänden zusammen, namentlich seit der Ephor Epitadeus die Unver-äußerlichkeit der Eigenhöfe aufgehoben hatte, und erzeugte bei wachsenderHabgier eine Art früher unbekannten Geldadels. Diese wenigen, aufihre bevorrechtete Stellung eifersüchtig, konnten sich nun nicht zu demspäter in Rom mit großem Glück angewendeten Mittel entschließen, ihreReihen durch Ausnahme anderer Geschlechter zu ergänzen, und bewirktendadurch, daß die, die auf dem Rechtswege niemals in die Höhe zukommen hoffen dursten, sich mit Gewalt das zu nehmen suchten, was manVerschwö- ihnen vorenthielt. Schon im zweiten Regierungsjahr des Agesilaos hatte einmnad°n gewisser Kinadon eine Verschwörung gebildet, um mit Hilfe von Periöken,^ Heloten und andern zurückgesetzten Einwohnern (Neodamoden, Hypomeionen)der Oligarchie der Homöen ein Ende zu machen; aber der Plan wurdeverraten und der Urheber mit den übrigen Häuptern der Verschwörung