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Zweites Buch: Griechische Geschichte.
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mütigste nachkam, um an dem edlen Königsgreise einen treuen Bundes-genossen zu erwerben. Zwei neugegründete Städte Bukephäla (Alexandersgefallenem Schlachtroß Bukephalos zu Ehren so benannt) und Nikäa(Siegesstadt), sollten auch diese Länder der griechischen Kultur erschließen.Ztzyp"°sis" Aus beschwerlichen Märschen, zog Alexander dann weiter nach Ostenbis zum Hyphäsis, an der Grenze des Fünfstromlandes, und trafAnstalten, die Gangesländer mit ihrer hohen Kultur und altenHerrlichkeit seinem Weltreiche hinzuzufügen. Da murrten aber die Make-donier so laut, daß der König, wiewohl mit innerem Widerstreben, denungestüm geforderten Rückzug antrat. Zwölf turmähnliche, steinerneAltäre am Ufer des Flusses sollten das östliche Ende des Eroberungszugesbezeichnen und vergrabene Waffen und Gerätschaften von übermäßigerGröße bei der Nachwelt den Glauben erwecken, daß einst ein „Riesen-geschlecht" bis zu dieser Stelle vorgedrungen sei. Nachdem Alexander demPoros und den übrigen mit ihm durch Verträge verbundenen Fürsten ihreLänder unter makedonischer Oberhoheit zurückgegeben, aus einem kühnenw»iun"der SEreiszug das kriegerische Volk der Maller mit eigner größter LebensgefahrMall-r zur Unterwerfung gebracht, ihre Hauptstadt Agalassa eingenommen und ander Grenze des Fünsstromlandes noch eine Stadt angelegt hatte, fuhr eraus Schiffen, die er aus dem Hydaspes hatte bauen lassen, den Indushinab, um einen andern Rückweg zu suchen. Er wollte zugleich dieunerforschten Länder des Südens der Welt öffnen und für den großartigen.Abend- und Morgenland verbindenden Handelsverkehr, welcher in der vonihm befestigten und mit Hasen und Wersten versehenen Stadt Pattalaam Jndusdelta seinen Ausgangspunkt haben sollte, neue Bahnen schaffen,äs Nsarch Dieses von Alexanders Heldengeist eingegebene Unternehmen schlugindes zum Verderben aus. Während sein geschickter Flottenführer Nearchlängs der Küste des heutigen Beludschiftan hinsegelte, zog der KönigAug^urch mit seinen Truppen durch die schauerliche Wüste von Gedrosien, demMch^Wüste „Lande der Armut", voll rötlich glühenden Flugsandes und lockerer Dünen,wo die stechende Sonnenhitze, der brennendste Durst in einer WasserlosenSandebene, der gräßlichste Hunger und die schrecklichste Ermüdung in zweiMonaten drei Vierteile des Heeres aufrieben. Fanden sich anfangs inden weiten, einsamen Sandstrecken noch einige Palmengruppen, die einenärmlichen Schatten gegen die glühende Sonne boten, und blühende Tama-risken, Myrrhengebüsch und Narbe, deren wohlriechende Blätter zurnächtlichen Streu dienten und deren köstlichen Saft die phönizischenKaufleute, die zahlreich dem Zuge folgten, einsammelten und aus ihreKamele luden, so hörte, als das Heer die eigentliche Sandwüste betrat,bald alles Wachstum aus. Die heldenmütigen Führer, die in so mancherSchlacht dem Schwerte und der Lanze getrotzt, bei so mancher Erstürmungden Geschossen der Feinde entronnen waren, erlagen den Qualen desMangels und der Anstrengung. Der Soldat, nur um die Rettung desnackten Lebens besorgt, streifte Zucht und Gehorsam ab, warf gleichgültigseine kostbare Beute an Gold, Silber, Edelsteinen und Teppichen hinwegund schlug sich mit den Waffengenosfen um die spärlichen Vorräte derhie und da entdeckten Wasserquellen. Nur der abgehärtete phönikischeKrämer behielt in dem allgemeinen Wirrwar seine Fassung und tauschtevon dem verschmachtenden Krieger die wertvollsten Kostbarkeiten gegenSpeise und Trank ein. Edelmütig teilte Alexander alle Beschwerden und