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Erster Band.
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Zweites Buch: Griechische Geschichte.

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konischer Edelleute erfüllt hatte, zum Tode verurteilen und durch dieAnverwandten der Hingerichteten steinigen. Ohne Klagen und Thränensank die greise Königin, von Steinwürsen zerschmettert, zu Boden, dasHaar geschmückt und den sinkenden Leib in ihr Gewand verhüllend. Inden Wirren, die diesen Vorgängen vorangingen, hatten auch die beidenberühmten Athener Demades und Phokion ihr Ende gefunden. Demadeswar als Gesandter von Antipater noch kurz vor dessen Ende hingemordetworden; Phokion fand in dem Kampfe zwischen Polysperchon undKassander dadurch seinen Tod, daß Polysperchon die niedergehaltenenVolksparteien der hellenischen Städte durch verlockende Versprechungenanstachelte, sich ihm anzuschließen, und Phokion von den erbitterten Demo-Ende'siL kraten, als der erwartete Erfolg der Befreiung ausblieb, genötigt ward,den Giftbecher zu trinken.

Regenten Nun vermählte sich Kassander mit Thessalomke, der Schwester des großen^w-8io baute am thermaischen Meerbusen die Stadt Thessalomke und in

der reichen Gegend des zerstörten Olhnth Kassandreia, zwei Städte, die seinenund seiner Gattin Namen aus die Nachwelt bringen sollten, stellte Thebenwieder her und herrschte gewaltig über das makedonische und hellenischeLand. Die Königin Roxane und ihren jungen Sohn Alexander hielt ernoch einige Jahre in enger Haft und ließ dann beide durch abgesandteBeseitigung Mörder erdolchen und in der Stille verscharren. So starb die einst be-wunderte „Perle des Morgenlandes". Auch der letzte Sproß von AlexandersStamm folgte ihr bald. Der früher im Kampfe unterlegene PolysperchonMs rief den siebzehnjährigen Herakles, einen Sohn Alexanders von derBerenike, als König aus, ließ ihn aber, von Kassander bestochen, umLandes und Geldes willen erdrosseln.

In ähnlicher Weise dauerte das Ringen der Feldherrn auch in Asien fort.Antigonos hatte sich nach und nach der westlichen Satrapien bemächtigtsn-Mi und streckte seine Hand schon nach den obern und den am Indus gelegenenLandesteilen aus. Glück und Sieg wußte er an seine Fahnen zu fesseln. Eineganze Anzahl der alten Generale Alexanders, unter ihnen Seleukos, Nikanoru. a. schlössen sich ihm an und wollten ihm zur Gesamtkrone verhelfen. NurEumenes, der treueste und erfahrenste Feldherr aus der Zeit des großenKönigs, stand gegen ihn und hatte im fernen Osten wunderbare Waffen-Ns thaten gegen Antigonos vollbracht. Aber als Fremdling beneidet und alsSchreiber von den wasfenstolzen Makedoniern verachtet, siel er endlichdurch den Verrat der „Silberschildner", der ehemaligen Leibgarde Alexanders,inmitten seines eignen Heeres in die Hände seines Gegners und wurde nebstmehreren seiner Gefährten im Kerker ermordet. Nun war Antigonos Herrund Meister in Asien. Er bemächtigte sich der Schatzkammer in Susaund vermehrte die Zahl seiner Miettruppen so sehr, daß er allen andernFeldherrn Trotz bieten und sie zwingen konnte, ihn als Reichsverweseranzuerkennen. Von Persepolis aus gebot er wie die ehemaligen Groß-könige und verteilte Asiens Satrapien an seine Anhänger. Da er abermerken ließ, daß er nach der thatsächlichen Herrschaft über das Welt-^Anttgonos reich Alexanders strebe, und seinen Verbündeten Seleukos der Statthalter-schaft über Babylonien beraubte, so vereinigte Mißtrauen und Gefahrdie vier bedeutendsten Feldherrn Ptolemäos, Seleukos, Lysimachos(der sich in den Besitz von Thrakien gesetzt hatte) und Kassander(in Makedonien) zu einem Bunde Wider Antigonos und seinen Sohn