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Zweites Buch: Griechische Geschichte.
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großen Vermögens verstanden hatten, grausam erdrosselt: so fiel deridealgesinnte Heldenkönig, dessen lebhafte Phantasie erfüllt war von derGröße und Herrlichkeit des altspartanischen Waffenstaates. Besseren Fort-men°s°in nahm der gleiche Versuch des Königs Kleomenes, der sich mitLW-2M Ugis' hochherziger, freiheitbegeisterter Witwe Agiatis vermählt hatte.Die Hingabe der Verarmten allein genügte ihm nicht: er mußte einMachtmittel haben, das ihn zu dem erstrebten Ziele hinführte, und erschuf sich darum ein starkes Heer, um auswärtige Erfolge gewinnen zukönnen. Durch vorsichtige Politik gelang es ihm, Sparta in Gegensatzzu dem achäischen Bund zu bringen. Ein glücklicher Feldzug gegen diesen(der sich mittlerweile durch den Anschluß von Argos, Megalopolis unddss°Kle°- andern Städten erweitert hatte) ermöglichte eine entschlossene That. Ermen-s plötzlich die Ephoren bei einem Mahle überfallen und töten, ächteteachtzig der angesehensten Oligarchen und führte dann vermittelst einerVolksversammlung die radikalen Reformen ein, die schon Agis beabsichtigthatte, und von denen allein Spartas Wiedergeburt ausgehen konnte. Einneuer Geist kam nunmehr über den verjüngten Staat: die alte spartanischeKriegstugend, Einfachheit und schlichte Sitte kehrten wieder; der tapfereKönig, durch die neue Staatseinrichtung mit größerer Macht ausgerüstet,brachte Argos und Mantineia zur Unterwerfung und suchte feiner Vater-stadt die alte Vorherrschaft im Peloponnes wieder zu erringen.
Damit war natürlich dem achäischen Bunde empfindlicher Schadengethan, und der Einfluß seines Oberfeldherrn Aratos erfuhr starke Einbuße.Er wollte jedoch nicht ruhig zusehen, wie die hochherzige Politik des sichAnputz d°s verengenden Sparta eine Menge Bundesgenossen aus seinem Lager hin-Bundes an üöer zog, vor allem die unbegüterten gewann, die in der socialen ReformMak°d°m°n ^ MxEenes auch für sich das Heil erblickten. Um sich und seine staat-liche Neuschöpfung auf der alten Höhe erhalten und der gährenden Un-zufriedenheit in seiner Eidgenossenschaft begegnen zu können, that Aratosden verhängnisvollen Schritt und schloß sich an Makedonien an. DerKamps Spartas mit den Achäern war nun unvermeidlich. Kleomenes be-siegte sie, und es schien einen Augenblick, als wenn die Achäer sich vonAratos lossagen und ihm anschließen würden. Das suchte Aratos aufjede Weise zu hindern. Als Kleomenes Anstalten zur Belagerung vonKorinth traf, wies er dessen Friedensanträge zurück, rief den makedonischenin. Reichsverweser Antigönos Doson zu Hilfe und stellte, nachdem erD°s°n v°» diesem die Akropolis von Korinth übergeben, den achäischen BundWo-Wi"unter Makedoniens Schutz, eine That, die auf fein ganzes Lebeneinen düstern Schatten wirft. Dieser vereinten Macht vermochten dieSpartaner nicht zu widerstehen; besonders weil die von Ptolemäos Euer-getes versprochene und erwartete Hilfe wegen der Verwicklungen im Ostenausblieb (Z 148). Kleomenes mußte Argos wieder aufgeben, mußte zusehen,wie Mantineia zerstört und seine Einwohner teils erschlagen, teils inKnechtschaft geführt wurden; und als er unfern Lakoniens Nordgrenze»onSellasia einen Hauptschlag wagte, verlor er durch die Niederlage von Sel-222 lasia alle Vorteile seiner bisherigen Bemühungen. Von einer kleinenSchar Getreuer umgeben, entkam Kleomenes nach Sparta, von wo erunverweilt der Meeresküste zueilte, um nach Alexandreia überzuschiffen,wo sich bereits seine Mutter und seine Kinder befanden. Hier suchte ervon dem ägyptischen Hof Unterstützung zur Befreiung seiner Vaterstadt