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Erster Band.
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Drittes Buch: Römische Geschichte.

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die sich der Ostküste von llmbrien bis in die Nähe der syrakusanischen Pflanzstadt Ancönabemächtigten und mit den Römern lange Kriege führten. Unter den Städten auf ihremGebiet (dem agsr Ltallieus) waren am berühmtesten Sena Gallica, in deren Nähe sichdie Küstenflüsse Metaurus und Sena ins adriatische Meer ergießen, Arimknum(Rimini), eine uralte umbrische Handelsstadt, und die durch den Sieg der Römer über dieSamniten (295) bekannte Stadt Sentinum.

^itaNen°^ II- Mittelitalien reicht vom Rubico und Macra bis zum Frento und Silärus," ° mit dem heiligen Berge Soracte, nördlich von Rom, und den Flüssen Arnus (Arno) undTiber, in welchen letzter» sich der Anio (Teverone) und das durch die Niederlage derRömer (390) berühmte Flüßchen Allia (Z 175) ergießen. Mittelitalien umfaßt folgende

1 . Etrurien sieben Landschaften: 1. Etrurien (Tnscien), ein von einem gebildeten Volke bewohntes,

ziemlich großes Land, in dem sich in vorrömischen Zeiten ein republikanischer Staaten-bund, bestehend aus zwölf aristokratisch eingerichteten städtischen Gemeinwesen befand:Cortona, Arretium, Clusium, Perusia im Nordosten; Volaterrä, Vetulonia,Rusellä, Bolsinii im Südwesten; Tarquinii, Cäre(oder Aghlla), Veji, Faleriiim Süden. Nachdem die Römer nach langen Kriegen sich allmählich sämtliche zwölfHauptstädte, die größtenteils sehr fest und wohlverteidigt waren, unterworfen hatten, legtensie Kolonien an und verbanden das Land durch mehrere Heerstraßen, die Aurelische,Cassische, Flaminische, mit Rom. Die bedeutendsten Städte während der Römerherr-schaft waren: Luna (unweit des heutigen Carrara), berühmt durch seine Marmorbrüche;Pisa, eine uralte Handelsstadt am Arno; Fästtlä aus einer Anhöhe oberhalb von Florenzim Arnothale; Pistoria, berühmt durch die Vernichtung des catilinarischen Rebellenheeres(62 v. Chr.); an der Meeresküste Populonia und Telämon, wo die Gallier 225 v. Chr.

2. Umbrien eine bedeutende Niederlage erlitten; Ameria an dem Tiber; 2. Umbrien, mit den

Quellen des Tiber und den Küstenflüssen Rubico, Metaurus und Sena. Als Städtesind außer dem oben erwähnten Ariminum zu nennen Pisaurum, Fanum Fortunä,Spoletium, Jnteramna (Geburtsort des Geschichtschreibers Tacitus?), Jguviummit berühmten Tempelruinen, wo in einem Gewölbe die sieben eugubinischen Bronze-tafeln mit umbrischen Zuschriften gefunden wurden, Sarskna (Geburtsort des Plautus)s. Picenum und andere, sämtlich Municipalstädte oder Kolonien der Römer. 3. Picenum, teils bergigund waldig, teils eben und fruchtbar, ursprünglich von Sabellern bevölkert, späterdurch römische Koloniälstädte (Firmum, Auxlmum u. a.) kultiviert und gesichert;am berühmtesten war die durch ihre Purpurfürbereien und ihren Handel blühende Hafen-stadt Ancona, eine Niederlassung der Syrakusaner (um 394); die übrigen Orte, wiet u. römische Municipiem 4. Das Sabinerland (Sabinum) war

ein rauhes, waldreiches, mehr für Viehzucht als für den Ackerbau geeignetes Bergland,von verschiedenen Völkern sabellischen Ursprungs bewohnt. Die wichtigsten Städte sind:Pinna, Hauptstadt der Vestiner; Teäte, Hauptort der Marruciner, Corfinium(während des Bundesgenossenkriegs Jtalica genannt sZ 211)), und Sulmo (Ovids Geburts-ort) im Lande der Paeligner. Marruvium war die alte Hauptstadt der Marser amFucinersee, an dem auch die römische Kolonie Alba Fucentia (Fucens) lag; Amiter-num. die uralte Stadt der Vestiner, war Sallusts Geburtsort. In dem an Wein, Olivenund Waldungen reichen eigentlichen Sabinerland, das bis in die Nähe der Stadt Romreichte, lagen die in der römischen Sagengeschichte berühmten Städte Fidenä und Crustu-merium, ferner Cures, die uralte Hauptstadt des Titus Tatius und der sabinischenKönige, Reäte in einer reizenden Gegend am Flusse Avens, der weiter abwärts sich mitdem Tolenus zum Flusse Nar vereinigt und bei Jnteramnia (Terni) prächtige Wasserfälle5. Samnium bildet. 5. In Samnium gehörten den Samnitern die Städte Aquilonia, Aufidena,Bovianum, die uralte, noch heute durch ihre Ruinen merkwürdige Stadt Benev entum,ursprünglich Maloeis (Apfelstadt), woraus die Römer Maleventum machten (Z 184) unds. Latium Caudium, berühmt durch die Gebirgspässe der turautas 6s.uäius.e (§ 182). 6. Latiumhieß „die breite Ebene", von dem Tiberis bis zum Liris, mit dem durch seine edeln Weineberühmten Massllergebirge und den Albaner Bergen, einer vulkanischen HügelreiheDie Alba- von mäßiger Höhe, die sich südwärts von Rom in drei Arme teilen: der Albanerbergner erge sowohl bei den latinischen Völkerschaften (die hier und im Hain der Ferentina ihre

Bundesvereine und „Dingstätte" hatten), als bei den Römern (wegen des Jupiter-Tempelsauf seinem Gipfel) im höchsten Ansehen. An seinem westlichen Fuße befinden sich zweitiefe und schöne Kesselseen, heute nach den Städten Albano und Nemi genannt, zwischendenen gegen Norden die alte Ansiedlung Albalonga lag und gegen Süden der Tempel mitdem heiligen Hain sich befand, von dem die heutige Stadt Nemi den Namen trägt. AuchAricia (mit einem hochberühmten, von heiligem Gehölze umgebenen Diana-Tempel) lag