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Erster Band.
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z 159.

Erstes Kapitel: Land und Völker Italiens.

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bewohner Sardiniens scheinen die aus der ägyptischen Geschichte bekannten Schardana (Z 31)gewesen zu sein, denen wohl auch die rätselhaften Denkmäler der Nurhags verdankt werden.

Die räuberischen und störrigen Einwohner Korsikas erhielten sich unabhängig, bis sie unterdie Herrschaft der Römer gerieten. Ein Versuch der Phokäer (H 70), sich im 6. Jahrh,v. Chr. daselbst eine Niederlassung zu gründen, wurde von den Karthagern und Etruskerndurch die Seeschlacht und die Wegnahme von Alalia (Z 159) verhindert. Die durch Silber-und Erzgruben berühmte „Feuerinsel" Äthalia (Elba) wurde den griechischen Ansiedlern,welche diese anfangs mit großem Erfolg ausbeuteten, frühzeitig von den Etruskern entrissen.

Auf den lrp arischen Inseln hatten die Rhodier alte Niederlassungen.

§ 159. Die Bevölkerung Italiens. In den ersten historischen ZeitenItaliens haben wir zwei Hauptvölker zu unterscheiden, dienichtarischeuUreinwohner und die dem indoeuropäischen Sprachstamm angehörendenZtaliker. Doch ist hier noch sehr vieles unsicher. Das Chaos derÜberlieferung hat sich erst, als die moderne Sprach- und Denkmal-forschung einiges Licht in die frühere Verwirrung gebracht hat, einiger-maßen ordnen lassen.

Das älteste nicht arische Volk, das sich in Italien vorfand, scheinen die^AÄ*/Ligurer gewesen zu sein, deren Wohnsitze ursprünglich von der Rhonemündunglns tief in die Poebene hineinreichten. Der Keltensturm (Z 175) drängte sie von den Agur-rEbenen in die Seealpen und den obersten Apennin, wo sie sich bis zu Augustus'

Zeiten behaupteten. Möglich erscheint, daß sie mit den Korsen, Sarden,

Iberern eine Volkssamilie darstellten.

Das zweite nichtarische Voll Italiens waren die Etrusker, deren Stellung >>. srusk-rin der Völkerkunde ein noch ungelöstes Problem ist. Sie saßen zwischen denJtalikern und Ligurern und hielten die Ebene Toskanas bis an den Apenninund darüber hinaus die östliche Poebene bis in die höchsten Alpenthäler hineinbesetzt. Vielfach nimmt man an, daß sie ursprünglich in der gesamten Poebenesaßen und durch den Keltensturm in zwei Hälften gespalten wurden, von denender eine Teil als Räter in die Alpen in den Quellgebieten der Etsch unddes Jnn gedrängt wurde, während der andere südlich des Apennin sich nochJahrhunderte gegen die herandrängenden Jtaliker behauptete. Für diese An-nahme spricht der einheimische Name Lassnnao, den sie sich selbst beilegten, undder mit dem Worte Raeter verwandt erscheint; ferner auch die Thatsache, daßes im späteren Keltengebiet eine Reihe Städte gab, die als etruskisch bezeichnetund mit etruskischen Namen benannt wurden (z. B. Melpum für Mediolanium).

Der Name Tusker oder Etrusker, den ihnen die Römer gaben, scheint mitdiesem altheimischen Namen zusammenzuhängen.

Die Festsetzung und Machtentfaltung dieses Volkes in Ober- und Mittelitalicn scheintin sehr frühe Zeit zu fallen. Denn wir dürfen wohl in den Turnscha, die beim Ansturmder „Seevölker" im Reiche des Pharao Merneptah eindrangen (8 31), die Etrusker erkennen.

Sie wehrten sich aggressiv gegen die phönikische Kolonisation und Ausbeutung ihres Landesund lernten hierbei den Osten des Mittelmeerbeckens und die Griechen kennen, mögen Wohlauch einzelne Versuche gemacht haben, sich dort festzusetzen (z. B. in Lemnos, Jmbros).

Sonst ist uns von ihrer ältesten Geschichte nur wenig bekannt, hauptsächlich darum, weiles trotz der taufende von Inschriften, die sogar bis nach Ägypten reichen und zum Teil sehrlang sind, noch nicht gelungen ist, genügend in den Geist ihrer Sprache einzudringen. Nurdas eine erkennen wir, daß sie schon bei ihrem ersten Zusammentreffen mit den karthagischenPhönikern und den Hellenen ein mächtiges Seevolk waren, das sich eifersüchtig jeden Neben-buhler von seinen Meeren fern zu halten suchte und schon früh als gefährlicher Konkurrentneben den beiden andern Handelsnationen auftrat. Ihre höchste Blüte erreichte die etruskischeNation im siebenten Jahrhundert v. Chr., als sie eine entscheidende Mittelstellung zwischenden kolonisierenden Karthagern und Griechen einnahm. Die mächtigste Stadt war damalsCaere in Südetrurien, von wo aus die Siegeszüge bis nach Latium hinein unternommenwurden. Der Name Tuskulum bezeugt die dauernde Festsetzung dieses Volkes auf denHöhen der Sabinerberge. Am mächtigsten waren sie zur See, und das angrenzende Meer,das sie mit ihren Piratenschiffen durchführen, hieß in griechischer Form nach ihnen dastyrrhenische. Es konnte nicht fehlen, daß aus ihren Kapern bald eine mächtige Kriegsflotte