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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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Meere nicht nehmen lassen wollten. Denn aus der alten Grenzfestung derLatiner gegen die Etrusker war infolge der glücklichen Lage der Stadtein sehr bedeutender Ort geworden, der die Freiheit der Grenznachbarnbedrohte. Wie dieser Kampf verlies, wissen wir nicht; doch dürfen wirannehmen, daß die Römer nachgeben mußten. Darauf weist hin, daßsabinische Gottheiten in den Hauptheiligtümern der Römer Aufnahmefanden, und daß deren Kultus sich in sabinischen Formen bewegte. DasBündnis, das die Römer mit den Sabinern geschlossen haben wollen unddas deren Einzug in die Stadt herbeigeführt haben soll, ist von dieserZeit zu trennen und aus einen späteren Zeitpunkt zu beziehen, wo dieEtrnskergefahr dem aufstrebenden Staatswesen immer drohender wurde.
MUtden Obwohl die Einwohnerzahl des jungen Gemeinwesens sehr schnell
Etruskern wuchs, so daß sich mehrere Vergrößerungen (Vierregionenstadt, Septimon-tium) des Mauerrings (eine davon, am Esquilin noch teilweise vorhanden,ein Rest der sogenannten servianischen (§ 167) Mauer, ist durch ihre Ge-waltigkeit besonders hervorragend) notwendig machten, und obwohl diesagenhaften Kämpfe des Tullus Hostilius mit den Latinern aus eine glück-liche Ausbreitung der römischen Herrschaft über ganz Latium hinweisen,
Eroberung gelang es nicht, den nach Süden bis Kampanien vordringenden EtruskernHalt zu gebieten. Die Etrusker nahmen Rom und setzten dort einesihrer Fürstengeschlechter aus den Thron. Wie lange die Fremdherrschaftdauerte, wissen wir nicht, doch muß es ein ziemlich großer Zeitraum ge-wesen sein, weil das Ritual und die Gottesverehrung der Etrusker denitalischen Naturdienst so gänzlich zu überwuchern vermochten, daß dieserganz verschwand und die etruskische Religion die italische ersetzte. Auchhier hat die Sage, die der Eigenliebe der Römer schmeichelte, einen freienVertrag an die Stelle der Unterwerfung gesetzt; doch ist es gewiß, daß dieEtrusker Herren von Rom waren. Schon ihre Siedelung im Tuskerviertelmitten zwischen Palatin und Capitolin beweist dies. Jedoch so machtvollauch die Etrusker sich festzusetzen wußten, so wenig vermochten sie dasGewonnene festzuhalten, obwohl sie eine Stütze bei den unteren Volks-schichten suchten. Der letzte König aus etruskischem Blute machte denUnterworfenen Konzessionen, die von den späteren dann in ein System ge-bracht und als. die servianische Verfassung (Z 167) bezeichnet wurden. Nachdem Niedergänge der etruskischen Macht in Kampanien, durch die schwereNiederlage von Kyme (ß 159), waren auch die Tage der Etruskerherrschast insw Rom gezählt; die Aristokratie erhob sich und jagte die fremden Herren fort.
Folgender Für Rom ist die Etruskerherrschast von großer Bedeutung gewesen: denn
Etrusker- die Etrusker brachten dem latinischen Bauernvolke nicht nur ihre Religion,
Herrschaft auch ihre Kultur mit. Sie brachten den Römern den Tempelbau,
entwässerten durch die großartige dloaoa inaxima die Sümpfe zwischen Capital,Palatin und Aventin und lehrten außer der sorgfältigen Pflasterung und derAusbildung des Gewölbebaus die später weltberühmt gewordene römische, wiefür die Ewigkeit berechnete Baukunst. So legte der ältere Tarquinius denGrund zu dem mächtigen Bau des Capitoliums, den sein Sohn TarquiniusSuperbus in des Vaters Sinn vollendete. Dieser Bau bestand aus der Burgund dem herrlichen, den drei obersten Göttern geweihten Tempel. Er war nachetruskischer Ordnung gebaut und hatte drei Zellen, in deren mittlerer Jupiterthronte, während die zu seiner Rechten für Minerva, die zu seiner Linken fürJuno bestimmt war. Zugleich stiftete Tarquin dem kapitolinischen Jupiter zuEhren die großen römischen Spiele an den Jden des September mit Opfer-