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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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schärfer bedrängten und diese von ihren Bundesgenossen, den Karthagern,nicht unterstützt wurden, da ihnen die Griechen schwere Niederlagen zu-gefügt hatten. So finden wir denn Rom fast nur mit seiner NachbarinVeji im Kampfe, und zwar in lange andauernden Fehden, die von denEtruskern mehr zur Verteidigung als zum Angriffe geführt wurden, unddie von den römischen Geschichtschreibern in naivster Weise ausgeschmücktworden sind; besonders prunkte man mit Großthaten patrizischer Ge-schlechter, die sich Heldenruhm erwarben und damit ihre besondere Berech-tigung zur Führung der Herrschaft darthun sollten.
D«nUnter- Bor allem gewann nach der Sage das fllbische Geschlecht hohen Ruhm. Früher als^FabM harte und stolze Verfechter ihrer Ehrenrechte von den Plebejern angefeindet, hatten die Fabiersich zuletzt dem Volke zugewendet und dadurch den Haß ihrer Standesgenossen aus sich geladen.Man beschuldigte sie, sie Hütten den Vejenterkrieg mutwillig heraufbeschworen. Da erbatensie sich vom Senat das Vorrecht, den Kampf wider Veji als eine Familienfehde auf eigeneHand ohne weiteren Beistand ausfechten zu dürfen, und zogen, als ihrem Verlangen freudigwillfahrt wurde, unter den Glückwünschen des Volkes in das feindliche Gebiet. Von einemfesten Standort aus fügten sie den Vejentern großen Schaden zu und kehrten von manchemStrauß siegreich und beutebeladen zurück, bis sie zuletzt, verleitet von der Begierde, eineabsichtlich ihnen entgegen getriebene Viehherde zu rauben, in einen Hinterhalt gerieten und477 nach der tapfersten Vertheidigung auf einer Anhöhe an dem Flüßchen Cremkra sämtlicherschlagen wurden. Dreihundert Mitglieder der berühmten Familie starben dort den Helden-tod, nur ein einziger überlebte den Fall und pflanzte das Geschlecht fort.
dEErn Minder glücklich verliefen die Kämpfe mit den südlichen, stamm-
»ndsnquer»^wandten Nachbarn, unter denen vor allem die Volsker undAequer den Römern viel zu schaffen machten. Schon damals scheintsich infolge des Druckes der vordringenden Kelten die Bewegung dersabellischen Völkerschaften nach Süden vorbereitet zu haben, die in demStreben der süditalischen Völkerschaften nach den Küstenlandschasten undin den erbittertsten Kämpfen mit deren Bewohnern sich äußerte. DieseKriege wurden hauptsächlich gegen Rom und den latinischen Bund geführtund waren oft unglücklich, ja für die Latiner, die eine Landstadt nachder andern verloren, geradezu verhängnisvoll. — Den Römern machtenvor allem die Volsker viel Not. Die Coriolansage (ß 171), die dem Römeralle Erfolge und Siege zuschreiben will, beweist uns, daß es den FeindenRoms gelang, bis nahe an die Stadt heranzukommen und die Römer zudemütigenden Friedensbedingungen zu nötigen. Die Hauptstützpunkte derVolsker waren die feste Seestadt Antium und Ecetra im Gebirge. Erstnach der Zeit der Decemvirn (Z 172) sehen wir diese erbitterten FeindeRoms zurückweichen, wahrscheinlich infolge eines Angriffs, den die Sam-niten von Süden her gegen ihre Ansiedlungen im Liristhale richteten.Dadurch gewann Rom Muße, sich gegen Südetrurien zu wenden und dieszu unterwerfen. — Der dritte Feind, der besonders von Osten her dasTiberthäl einzunehmen und so das Meer zu erreichen strebte, waren dieAequer (Aequikuler), deren wichtigste Sitze die Städte Präneste undTibur waren, und die mit ihnen verbündeten kleineren italischen Stämme.Auch sie bekriegten viele Jahre lang Rom mit günstigem Erfolge. Ja,es gelang sogar einmal einem der mit ihnen verbündeten Sabiner,
H«Unius Appius Herdonius, nach Rom einzudringen und mit seiner Scharum4so Kapital zu besetzen, das ihnen nach der Überlieferung von P. Vale-rius, dem Sohne des Poplicola, wieder abgenommen ward. Wie gefährlichsie für Rom waren, geht daraus hervor, daß die Aequer jahrelang einefeste Stellung auf dem Mons Algidus inne hatten, aus der sie nur durch