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Erster Band.
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Drittes Buch: Römische Geschichte.

8 184.

nium einen großen Sieg und nahmen mehrere feste Plätze ein. Bald nach-her fiel der alte samnitische Feldherr Gavius Pontius (8 182) in die Händeder Römer, die ihn in Ketten nach Rom führten und dort im Kerker einesgewaltsamen Todes sterben ließen. Die letzten samnitischen Truppenwurden, wie es heißt, erst im Jahre 290 besiegt, wo sie der KonsulM'Curius Dentatus in ihre unwegsamen Berge zurückwarf. Damitwar die Kraft der Samniten gebrochen, aber nicht ihr Haß, den sie nochbis in Sullas Tage hinein gegen Rom bethätigten (tz 215). Zugleich war diegroße italische Koalition gesprengt, und allerseits eilten ihre einzelnen Teile,einen möglichst vorteilhaften Frieden mit dem siegreichen Rom abzuschließen.Die Samniten mußten die Oberhoheit Roms anerkennen und mit ihrenBundesgenossen den Siegern Heeressolge leisten. Die Römer versichertensich der unterworfenen Länder durch zahlreiche Militärkolonien (Minturnä,Sinuessa und Venusia), behandelten aber die Besiegten mit kluger Milde.

§ 184. Krieg gegen Pyrrhos (282—272). Unterwerfung vonw-uungv°nü"^i 1 Een. Nach der Niederwerfung Samniums ging die EroberungSabinum Mittelitaliens rüstig weiter. Zunächst wurde das Sabinerland demrömischen Staate angegliedert, und seine wichtigsten Städte erhielten das ein-geschränkte Bürgerrecht der Latiner (§ 181). Dann aber richteten die Römerihr Augenmerk aus die Gewinnung der östlichen, adriatischen Küste, undd-nGalli7rn^tt^tt Gelegenheit, sich derselben zu bemächtigen, als die keltischen SenönenWs das den Römern befreundete Arretium (Arezzo) in Etrurien belagerten.Zwar gelang es den Galliern, das römische Heer unter L. Cäcilius Metellusgründlich zu schlagen; aber die Rache folgte aus dem Fuße nach. Einzweites römisches Heer unter P. Cornelius Dolabella rückte in das Senonen-land ein und vernichtete diesen am weitesten nach Süden vorgedrungenen283 Keltenstamm. Drei Festungen am adriatischen Meere, Sena Gallica, Castrumnovum und Hatria, hielten das neugewonnene Land in Botmäßigkeit.Das machte die übrigen Gallier stutzig; denn ihr Land lag den Römernoffen da. Deshalb suchten die Bojer ihnen zuvorzukommen und fielen inEtrurien ein, gerufen von den römerseindlichen, demokratischen Parteien.Jedoch erlitten sie zwei bedeutende Niederlagen am vadimonischen See undLei Populonia, so daß sie sich beeilten, Frieden zu schließen. Von da anhören die Gallierschwärme aus, Mittelitalien zu durchziehen, um dieBalkanhalbinsel und Kleinasien desto ärger heimzusuchen (H 175).

Unterwsr- Den Römern kam der Friede mit den nordischen Gegnern gerade recht,griechischen Denn im Süden der Halbinsel bereiteten sich ernstere Verwicklungen vor." ^Nachdem Samnium sich verblutet hatte, kam die Reihe an die griechischenKüstenstädte, sich dem römischen Eroberer zu fügen. Unthätig hatten siedem Verzweislungskampse der tapferen Bergbewohner zugesehen; zweckloshatten sie ihre Kraft gegen die barbarischen Bruttier und Lukaner ge-wendet. Der Moment einzugreifen bot sich den Römern, als die Lukaner,dem Beispiel der sabellischen Söldner des Agathokles folgend (Z 188), dieStadt Thurii besetzten. Die Thuriner baten Rom um Hilfe, die auchbereitwillig geleistet ward, aber nur um den Preis, daß die Stadt dauerndrömische Besatzung aufnehmen mußte, also Unterthan wurde. Ein gleichesSchicksal traf Lokri, Kroton und Rhegion. Damit war die ganze KüsteTarent römisch, mit Ausnahme der mächtigsten griechischen Stadt Tarent. Dieseäußerst günstig gelegene Stadt hatte sich jahrhundertelang friedlich undglücklich entwickelt (8 158). Unter maßvollem Regimente war sie aufgeblüht