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Erster Band.
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-I 189. Drittes Kapitel: Roms Aufsteigen zur Mittelmeergroßmacht (366—133). Z87

in dem fremden Lande im Stich; ergrimmt über seine Treulosigkeit, ermordetendiese seine beiden Söhne und traten dann in die Dienste der Karthager.

Durch Mord und wilde Grausamkeit befestigte hierauf Agathokles seine Herr-schast aufs neue in Syrakus und dehnte sie über den größten Teil der Inselaus, bis ein von dem eigenen Enkel ihm beigebrachtes Gift seine Lebenskräftedergestalt verzehrte, daß der greise Tyrann in seine eigene Verbrennung willigte.

Nach dem Tode des kühnen Abenteurers wurde die ganze Insel von wilderGesetzlosigkeit heimgesucht. Seine campanischen Söldner, Mamertiner (nachdem latinischen Kriegsgott (Z 160s) genannt, bemächtigten sich auf dem Wegenach ihrer italischen Heimat der Stadt Messana, ermordeten oder verjagten emdie männliche Bevölkerung und teilten deren Habe, Frauen und Kinder untersich. Hierauf unternahmen sie räuberische Streifzüge und brachten dadurch inder ganzen Insel Bestürzung und Verwirrung hervor, die die Karthager zuihrem Vorteil auszunutzen suchten. Gegen beide wurde Pyrrhos (§ 184) vonden Syrakusanern zu Hilfe gerufen. In schnellem Siegesläufe durchzog er dieInsel, nahm Panormos und Eryx den Karthagern weg, belagerte Lilhbäum undtraf Anstalten zu einer Landung in Afrika. Als er jedoch mit dem Plane um-ging, sich selbst der Insel zu bemächtigen, die Gemeindeverfassungen verletzte unddie Bürger durch Erpressungen und ungerechtes Gericht drückte, zwangen ihn diesicilischen Griechen zum eiligen Rückzüge. Dadurch wurde Sicilien in die alteVerwirrung gestürzt, indem die Mamertiner ohne alle Scheu plündernd dasLand durchzogen und ihren Raub hinter den Mauern von Messana bargen. Dawählten die Syrakusaner den tapferen, hochsinnigen und leutseligen Hieron II-, T— 21 s'einen Nachkommen Gelons (ß 108), zu ihrem Feldherrn (274) und dann zuihrem König (270). Dieser zog mit einem aus Bürgern und Geworbenen ge-mischten Heer gegen die Mamertiner, überwand sie im Feld und bedrängte siedurch Umlagerung ihrer Stadt so sehr, daß sie sich nach fremder Hilfe um- 269sahen. Ein Teil der Mamertiner war für die Karthager, die aus Neidauf Hieron ihre Hilfe angeboten und durch ihren Feldherrn Hanno dieBurg in Messana in Besitz genommen hatten; die Mehrzahl jedoch rief denBeistand der Römer an.

8 189. Der erste punische Krieg (264—241). Für die Römer wardie Fülle und Schönheit der nahen Insel zu lockend, als daß sie nicht denBitten der räuberischen Mamertiner um ein Schutzbündnis willfahrt hätten,so sehr sie auch einsahen, daß die eisersüchtigen Karthager, die bereits imBesitz der Burg von Messana waren, sie mit allen Kräften zurückzuhaltensuchen würden, und so bedenklich manchem der Schritt erscheinen mußte,die bisherige kontinentale Politik, wodurch die Vater des Staates Größegegründet hatten, aufzugeben und in eine neue Bahn einzulenken, derenAusgang niemand vorhergehen konnte. Der Senat brachte die Sache vordie Volksversammlung, um nicht allein die wichtige Entscheidung zutreffen, und erst nach deren Zustimmung wurde der Vertrag mit denMamertinern abgeschlossen, worauf der Konsul Ap. Claudius Caudexin dunkler Nacht über die Straße von Messiua setzte. Damit war der W 4Kampf gegen Karthago erklärt. Dem römischen Hilfsheer gelang es alsbald,die um den Besitz der wertvollen Stadt kämpsenden Karthager und Shraku-saner von den Mauern der bedrängten Stadt zurückzutreiben, Hieron zueinem Bund mit Rom zu bringen und den Karthagern (die ihren FeldherrnHanno aus Kreuz schlugen, weil er sich die Burg von Messina hatte nehmen esslassen) ihren zweiten Hauptwasfenplatz Agrigent nach einer blutigen, für 262beide Teile sehr verlustvollen Schlacht zu entreißen. Aber die Eroberungen,welche die Römer mit Hierons Hilfe in den nächsten Jahren zu LandeMachten, waren kein genügender Ausgleich für den gestörten Handel und

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Krieg inSicilien