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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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Wurden schwierig. Dazu kam die kurzsichtige Politik seines Heimatlandes,das ihn jahrelang ohne Unterstützung ließ, so daß der Krieg sich durchden Krieg ernähren mußte, das sicherste Mittel, um die Sympathien deritalischen Bundesgenossen sür immer zu verscheuchen.
^onenln' 8 195. Ende des Kriegs. (Metaurus bis Zama, 207-201.) DasAfrika einzige Rekrutierungsgebiet außer den keltischen Ländern blieb für HannibalSpanien, wo er seinen Bruder Hasdrubal zurückgelassen hatte; jedochwar schon seit Jahren die Landverbindung unterbrochen. Gleich nach derSchlacht an der Trebia hatten die Brüder Cn. und P. Scipio (der Konsulvon 218 ) das Land zwischen Ebro und Pyrenäen beseht und teils mitWaffengewalt, teils durch Bestechung und Aufwiegelung große Teile deskarthagischen Spaniens gewonnen. Durch die Schlacht bei Jbera (Z 193 )war Hasdrubal nach dem Süden der Halbinsel zurückgeworfen worden,und die Macht der Römer machte immer weitere Fortschritte, da Karthagoauch in Afrika bedrängt ward, weil Syphax, der König von West-numidien, einen Krieg gegen die Phöniker begann. Hasdrubal wurde des-mit"Ost? halb nach Afrika zurückgerufen; weil er nur an den festen Punkten hattenumidi-n Truppen zurücklassen können, schien fast ganz Spanien römisch zu werden.Aber die Karthager verbanden sich mit Gala, dem Vater des Masi-nissa, Fürsten von Ostnumidien, Hasdrubal schlug den Syphax gänzlich2iL und kehrte bald darauf mit frischen Streitkräften nach Spanien zurück.Hier traten ihm die Scipionen entgegen, verloren aber Sieg undLeben, und nur ein kleiner Teil ihrer Truppen unter L. Marcius ver-mochte sich zu retten. Spanien war damit den Römern verloren; nurzwischen Ebro und Pyrenäen vermochte C. Claudius Nero sich einigermaßen211 zu behaupten. Als aber der siebenundzwanzigjährige P. CorneliusScipio den erbetenen Oberbefehl ohne jede Einschränkung erhielt undsich zum Rächer seines Vaters und Oheims auswarf, nahmen die Dingeeine andere Wendung. Mit schnellen Schlägen suchte er sich ganz Spanienszu bemächtigen; er zog mit seiner kleinen Armee nach Südspanien, umdie karthagischen Feldherrn in ihrem eigentlichen Herrschaftsgebiet anzu-greifen. Durch Tapferkeit und Klugheit überrumpelte er die feste See-burg Neu-Karthago, während er durch Milde und Freundlichkeit diespanischen Häuptlinge gewann; aber seine militärische Hauptaufgabe, daskarthagische Heer in Spanien festzuhalten, löste er nicht.
Nach der unentschiedenen Schlacht bei Bäcula in Südspanien ver-2«8 suchte Hasdrubal nach Italien zu ziehen. Dort war um die nämlicheZeit Marcellus durch einen Hinterhalt der Karthager bei Venusiagetötet worden; auch die römischen Bundesgenossen wurden durch den ver-heerenden Krieg müde und erschöpft und begannen zu Wanken. So schienes denn dem Hasdrubal möglich, den entscheidenden Marsch gegen Rom anzu-treten. Auf demselben Alpenwege, wie einst Hannibal, zog er nach Ober-italien und wendete sich dann, verstärkt durch gallische Truppen, aus derPoebene nach der Küste des adriatischen Meeres, um sich mit seinemBruder, der in Apulien dem Konsul C. Claudius Nero gegenübergelagert war, zu verbinden. Aber der kühne Entschuß dieses Konsuls,durch einen Zug nach Umbrien eine Vereinigung mit seinem KollegenM. Livius Salinator zu bewirken und dann mit vereinten Kräften2m den Feind anzugreifen, führte den Tod des mutigen Hasdrubal und dieVernichtung seines Heeres am Flüßchen Metaurus bei der Kolonie