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Erster Band.
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Drittes Buch: Römische Geschichte.

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schwer es dem karthagischen Feldherrn auch ankam, er folgte dem Rufedes zur Rückkehr mahnenden Vaterlandes und verließ grollend und zuThränen bewegt das Land seines Ruhmes, die verbündeten Städte undVölkerschaften Unteritaliens der Rache der Römer preisgebend.

Aftua WL DU Heere Hannibals und Magos landeten bei Lcptis an der kleinenShrte und hielten fich längere Zeit ruhig, da man immer noch hoffte, daßdie von der karthagischen Regierung angeknüpften Friedensverhandlungenzum Abschluß kommen würden. Als diese Aussicht sich aber nicht ver-wirklichte, da brach sich der Unwille des karthagischen Volkes mit elemen-tarer Kraft Bahn; die Kriegspartei suchte und fand ihr Opfer in Has-drnbal, Gisgos Sohn. Weil er für den Frieden gewirkt hatte, wurdeer verurteilt und geächtet; er verbarg fich im Grabgewölbe seiner Familieund nahm Gift. Inzwischen näherten sich die beiden Heere zum Ent-scheidungskampf. Wie die dichterisch verklärende Phantasie der Späterenuns meldet, machte Hannibal noch einen Versuch, auf einer persönlichenZusammenkunft den siegreichen Gegner zu billigeren Friedensbedingungenzu bewegen und durch Hinweis auf die Wechselfälle des Glücks zurMäßigung zu stimmen. Scipio verlangte aber unbedingte Unterwerfung,

k^Zama und so entschloß sich denn Hannibal zu der entscheidenden Schlacht bei202 Zama (Naraggara), die trotz der Tapferkeit der alten Krieger und dergeschickten Anordnung des waffenkundigen Führers mit einer vollständigenNiederlage der Karthager endete. Dieselben Soldaten, die dreizehn Jahrefrüher bei Cannä gewichen waren, übten jetzt an ihren damaligenÜberwindern schwere Vergeltung und stellten ihre Kriegsehre wieder her.

Frieds 201 Nun riet Hannibal selbst zum Frieden, so hart auch die Bedingungenwaren. Die Karthager mußten geloben, ohne Einwilligung derRömer keinen Krieg anzufangen, mußten auf Spanien Ver-zicht leisten, ihre Kriegsschiffe ausliefern und fich für fünfzig Jahre zurZahlung einer jährlichen Kriegssteuer von 200 Talenten verpflichten. Nachder Vernichtung der karthagischen Flotte und nach Verleihung des größtenTeils von Numidien an Masiniffa, den Freund und Bundesgenossen desrömischen Volkes, kehrte Scipio, fortan der Afrikaner (Tkrieanus) ge-nannt, zurück, und hielt einen glänzenden Triumphzug durch die geschmücktenStraßen der Hauptstadt.

Ergebnisse Von dieser Zeit an besaß Rom die unbestrittene Hegemonie überden Westen des Mittelmeergebiets. Die gänzliche Unterwerfung und teil-weise Ausrottung der keltischen Bewohner in der Poebene, mit denenMago noch im letzten Jahre des „hannibalischen" Krieges den RömernWiderstand geleistet hatte, bis er in Genua seinen Wunden erlag, bildetenden Schluß des großen Kampfes. Die Einverleibung des shrakusanischenReiches, die Begründung des römischen Patronats in Afrika und dieEinrichtung der Doppelprovinz Spanien, die freilich in ewigem Aufruhrfich befand, waren die unmittelbaren Folgen des unerhörten Ringens.Karthago lag am Boden, und die phönikische Herrschaft hatte auch imWesten aufgehört, wie tausend Jahre früher im Osten, die Welt zu um-spannen und auszubeuten. Rom besaß nunmehr den Westen und schicktesich nun an, die Hand auch nach dem hellenischen Osten auszustrecken.Daß ihnen dieser leicht zufallen würde, hatten die Römer stets gemeint;ihr großer, geschlossener Staat stand in imponierender Machtfülle dengriechisch-makedonischen Despotien gegenüber. Wenn ihnen diese Frucht