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Erster Band.
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405
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H 197. Drittes Kapitel: Roms Aufsteigen zur Mittelmeergroßmacht (366—133). 405

Flamininus ihren Eroberungsgelüsten gegen Thessalien Einhalt gethanund nach dem Fall des Nabis die Besitznahme Lakoniens durch denachäischen Bund begünstigt hatte, suchten sich freiere Bewegung zu schaffen.Da aber die kluge römische Politik die einzelnen griechischen Staaten durcheinander im Schach hielt, blickten sie nach außen, und schließlich gelang esihnen, den syrischen König Antiochos III. (den Großen, tz 146) zumKampf gegen die römische Großmacht aufzureizen. Antiochos wurde dazuum so leichter beredet, als der Rat Hannibals (Z 195) damit überein-stimmte und die Forderungen des römischen Senats, die griechischen StaatenKleinasiens frei zu geben und den früher eroberten ägyptischen Gebieten(in Thrakien) zu entsagen, seinen Stolz beleidigt hatten.

H 197. Der syrisch-ätolische Krieg (192—189). In Verbindung mitden Ätoliern und im Vertrauen auf die überall herrschende Gärung be-gann Antiochos den Krieg, freilich mit unzureichenden Mitteln. Zunächstgelang es ihm, das feste Demetrias auf der Halbinsel Magnesia zu nehmenund sich in Thessalien festzusetzen. Dann hoffte er Sparta zu gewinnen,wo der gewissenlose Nabis durch Mord beseitigt worden war; hier aber hatteer keinen Erfolg, denn dieser Staat siel an den achäischen Bund, der schonlängst danach strebte, sich die ganze Peloponnes anzugliedern. Dagegengelang es ihm, sich der festen Stadt Chalkis zu bemächtigen und dadurchFuß auf Euböa zu fassen. Er hatte dabei gehofft, an dem Makedonier-könig einen thatkräftigen Verbündeten zu finden; doch hielt Philipp treuan Rom fest, und ebenso war der achäische Bund nicht zu gewinnen.Trotzdem ließ Antiochos die unersetzliche Zeit zu den nötigen Rüstungenvorübergehen. Statt, wie Hannibal ihm riet, die Römer sogleich in Italienanzugreifen, vergeudete der „Befreier" thatlos seine Zeit auf der InselEuböa durch Festlichkeiten und schwelgerische Gelage, wobei die Truppendas Beispiel des Fürsten und Hofes nachahmten, und beleidigte denmakedonischen König durch die Prunkhafte Bestattung der bei Kynoskephaläbleichenden Gebeine der Gefallenen. So konnten die Römer, die erst zauderndsich an den Feldzug im Osten gewagt hatten, ihre Truppen zusammen-ziehen, unter M. Acilius Glabrio rasch in Thessalien einrücken, nach Er-stürmung der Thermopylen durch M. Porcius Cato, der indem gebirgigen Spanien (Z 201) eine treffliche Kriegsschule durchgemachthatte, den syrischen König besiegen und mit dem kleinen Reste seines Heereszum schleunigen Rückzug nach Kleinasien nötigen. Hierhin folgte ihm einrömisches Heer unter L. Cornelius Scipio (dem sein Bruder Publius,der Afrikaner, als Unterfeldherr zur Seite stand) über Thrakien und denHellespont aus dem Fuße nach. Hierbei stützten sich die Römer auf zweisehr wertvolle Bundesgenossen, auf die Rhodier, die die Geschwader derrömischen Flotte ausfüllten, und den König Eumenes II. (Z 147) vonPergamon. Zum ersten Male betraten damals die Söhne des Romulusdie heimatliche Stätte des Teukrers Aeneas,- Von dem sie ihren Ursprungherleiteten. Nach mehreren Gefechten zur See (bei Korykos, Sida) undbesonders nach dem glänzenden Sieg der rörnisch-rhodischen Flotte amVorgebirge Myonnesos wurde bei Magnesia am Berge Siphlos inLydien eine mörderische Schlacht geliefert; sie verlies ähnlich wie die kan-nensische Schlacht, entschied, besonders durch die Hilfe des Eumenes, gegenAntiochos und zwang den flüchtigen König durch die Abtretung seinersämtlichen europäischen Besitzungen und aller Länder Vorder-

Antiochos'Anschlagauf Grie-chenland192

Besetzungder Thermopylen 191

Spätherbst

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