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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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asiens diesseit des Tauros und durch eine unermeßliche Ent-d^Prö'änz schädigungssumme den Frieden zu erkaufen. Seitdem erblich in denAsien W8 Augen der Asiaten der Stern der Nachfolger des großen Alexander vordem Glänze der neuen Macht im Westen. Den größeren Teil des ent-rissenen Landes mit Einschluß des im folgenden Jahr von dem KonsulCn. Manlius Vulso eroberten Galatien (H 147) erhielten einstweilen RomsVerbündete, die Rhodier, damals die erste See- und Handelsmacht inden östlichen Gewässern, und Eumenes von Pergamon zum Lohn derbewiesenen Hilfe und Treue und zum Ersatz für die erlittenen Drangsale;aus anderen Territorien wurden selbständige, aber ohnmächtige und durchewigen Hader zerrissene Staaten und Gemeinwesen daraus gebildet. Dieabsichtlich genährten Streitigkeiten dieser Schützlinge untereinander undder vereitelte Aufstand des letzten Attaliden führten später die Errichtungeiner Provinz Asia, vom Mittelmeer bis zum Halys und Tauros,Efun), herbei (H 199). Auch die räuberischen Ätolier, die waffengeübten Reis-der Ätolier läuser aller Fürsten und Staaten, die sich in Heraklea bei den Thermopylenund an andern Orten heldenmütig verteidigt und die geforderte Unter-werfung aus Gnade oder Ungnade zurückgewiesen hatten, wurden nachtapferster Gegenwehr durch M. Fulvius Nobilior unterworfen, ihrerSelbständigkeit beraubt und an Geld, Gut und Kunstschätzen schwer gebüßt.Kurze Zeit darauf siel Autiochos durch Mörderhand, als er, um die Kriegs-kontribution zusammenzubringen, den Tempel des Bel im Lande derElymäer plünderte.
HEuns Unermeßlich war die Beute, die die Römer aus dem reichen OstenL°ni-ns nach Rom trugen, aber im Gefolge des Reichtums kehrten auch Luxus undGenußsucht und damit Geldgier und Käuflichkeit in die mächtige Haupt-stadt ein. Dem König Philipp von Makedonien, der in diesem Krieg zu denRömern gehalten hatte, erließ der Senat den rückständigen Tribut und sandteihm die Geiseln heim; aber seine Erwartungen waren viel höher gewesen,und die vermeintliche Kränkung durch Unterschätzung der geleisteten Diensteerzeugte in dem stolzen König eine verbitterte Stimmung, die einen neuenKrieg herbeigeführt haben würde, wenn nicht sein Sohn Demetrios, dereinige Zeit als Geisel in Rom gelebt und sich das Vertrauen des Senatsund Volks erworben hatte, einen Ausgleich bewirkt hätte. Trotzdem wurdees Philipp immer klarer, daß ein neuer Krieg unvermeidlich war, wenndas makedonische Reich auch nur den Schein der Selbständigkeit rettenwollte. Da er selbst sich zu schwach fühlte und in Demetrios, seinemErben, einen Römerfreund erblickte, ließ er diesen beseitigen und übergabbald darauf seinem unebenbürtigeu Sohne Persens die Krone und denVerzweislungskampf gegen die übermächtige und übermütige Republik.Hannibals, Wenige Jahre nach dem syrischen Kriege verließen die drei größten MännerScipios und jener Tage fast zu gleicher Zeit die irdische Schaubühne. Hanuibal, mit dermms i 83 Auslieferung an die Römer bedroht, war vom Hofe des Autiochos nach Kretaentflohen und hatte Schutz bei dem König Prusias II. von Bithynien (§ 147)gefunden, dem er in einem Kriege gegen Eumenes von Pergamon treffliche Diensteleistete. Dieser Krieg wurde durch Roms Machtspruch entschieden, und der großePrinter,, dessen Name seit zwanzig Jahren den Senat wie ein Gespenst verfolgte,sah sich abermals mit Auslieferung bedroht. Da ihn Prusias nicht zu schützenwagte, nahm Hannibal aus einer einsamen Burg Gift. Er war darauf seit langegefaßt, „denn er kannte die Römer und das Wort der Könige"; redlich hatteer in fünfzigjährigem Kampfe den Knabenschwur (8 191) gehalten. — In dem-