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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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Heer in Griechenland hielt treu an Sulla fest und jagte die Ablösungstruppenfort, so daß Flaccus es vorzog, den Krieg aus eigue Faust zu führen undnach Kleinasien hinüberzuspielen. Sulla ließ ihn ungehindert durch Make-donien und Thrakien nach Kleinasien ziehen, wo er bald darauf in einemMilitäraufstande, den sein bisheriger Unterfeldherr C. Flavius Firn-es bria angestiftet hatte, das Leben verlor. Firnbria, ein fähiger Offizier,führte nun den Krieg in Asien kraftvoll weiter, so daß Mithradates baldin eine ganz verzweifelte Lage geriet, mit beiden Parteihäuptern Unter-handlungen anknüpfte und trotzdem befürchten mußte, daß, wenn einePartei ihm freundlich war, die andere ihn als Feind betrachten würde.
Der Kampf ging indessen auch in Griechenland weiter. Sulla kehrte sichnicht an des Mithradates Versprechungen, sondern brachte dem pontischenGu-ch°n-" Heere unter dem Feldherrn Dorhlaos, der mit Verstärkungen herbeigekommeni°nd 8s mar, bei Orchomenos in Böotien eine zweite vollständige Niederlagebei, in der der größte Teil der Feinde teils durch das Schwert, teilsdurch Ertrinken in den kosmischen Sümpfen umkam. Dieser Sieg führteganz Griechenland wieder unter Roms Herrschaft und bewog den pontischenKönig, dessen Willkür seinen früher so gefeierten Namen bei den Griechen inAsien und aus den Inseln zum Entsetzen gemacht hatte, mit Sulla ent-scheidende Unterhandlungen anzuknüpfen. Unterdes war eine sullanischeFlotte unter L. Licinius Lukullus nach Asien gekommen und hätte,mit Fimbria vereint, Mithradates sangen können, wenn Lukullus sichnicht geweigert hätte, mit dem Meuterer gemeinsame Sache zu machen.Diese Verstärkung der römischen Streitkräfte legte Mithradates den Friedens-schluß nahe. Ehe es aber dazu kam, rechnete Sulla mit Fimbria ab. Dieserhatte Neu-Jlion auf das grausamste zerstört und zog wie ein Mordbrennerin Kleinasien umher. Sulla rückte ihm mit seinen Truppen nach undtraf ihn bei Thhateira. Das Heer des Fimbria hielt seinem Führer dieTreue nicht und ging zu Sulla über. Fimbria machte erst durch einenMordanschlag auf Sulla einen letzten Versuch, sich des Gegners zu ent-ledigen, und nahm sich dann, als er den Anschlag entdeckt sah, selbst dasLeben. Damit war die demokratische Expedition nach dem Orient zu Ende.
Nunmehr hatte Sulla freie Hand. Da ihm daran gelegen war, in^ardanös Italien Ruhe zu schaffen, so schloß er mit Mithradates denFrieden vonDardanos, in dem Rom nicht nur seine frühere Herrschaft über ganzVorderasien wieder erlangte, sondern auch noch durch eine große Geldsummeund durch die Abtretung der gesamten pontischen Flotte entschädigt ward.Die abgefallenen Städte und Provinzen wurden schwer gestraft. Außereiner Kriegslast von 20 000 Talenten (90 Mill. Mark) mußten die Steuer-pflichtigen alle seit den letzten fünf Jahren rückständigen Zehnten und Zölleentrichten; durch Gelderpressungen in Armut und Elend versetzt, wurdensie die Beute römischer Wucherer, die sich sofort einsanden. Die treuenBundesgenossen wurden dagegen auf das glänzendste belohnt. Dannordnete Sulla noch alles, so gut es in dem zerrütteten Lande anging,und begab sich darauf über Dhrrhachion nach Rom.
§ 215. Die Niederlage der demokratischen Partei. Kurz nachSullas Aufbruch nach dem Orient hatte der demokratische Konsul Cinnagegen sein Versprechen in Rom den Versuch gemacht, Sullas Einrichtungenwieder umzustürzen, die Geächteten in ihrer Ehre herzustellen und denNeubürgern und Freigelassenen die Aufnahme in die Gesamtheit der