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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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und hatten nur noch in der Provinz Makedonien eine Freistatt; es schien,als wenn Sulla mit seinem Heere von Italien ganz losgelöst wäre. So-bald dieser aber die demokratische Armee in Kleinasien beseitigt und denFrieden von Dardanos geschlossen hatte (Z 214), schickte er Gesandte nachItalien, die dem Senat von seinen Thaten berichteten und erklärten, daßer sich zwar den neuen Gesetzen sügen, aber keineswegs aus die Rache anseinen Gegnern verzichten wolle. Die Demokraten merkten Wohl, daß dereigentliche Kampf nun erst begann; aber die demokratischen Legionenwollten nicht über das Meer; sie meuterten, und als Cinna gegen dieUnbotmäßigen Strenge anwenden wollte, wurde er in Ancona bei einem84 Soldatentnmult getötet und dadurch die Demokratenpartei eines ihrer8»?°? fähigsten Häupter beraubt. Zugleich wurde der Zusammenstoß mit Sulla,der unterdes in Brundisium gelandet war, unvermeidlich, und die Par-teien rüsteten für den kommenden Kamps aus das eifrigste.
Käm,-,« mn Unterstützt von den Aristokraten, die von allen Seiten herbeiströmten,krate» rückte Sulla auf Rom los. Die wichtigste Hilfe brachte ihm der jungeCn. Pompejus, der in feiner Heimatlandschaft Picenum die Fahneder Optimaten aufpflanzte und bald ein Freiwilligenheer von drei Legionenzusammenbrachte. In Unteritalien schlug Sulla in mehreren glücklichen83 Schlachten die demokratischen Konsuln L. Cornelius Scipio und C. Nor-banus und brachte ihre Truppen auf seine Seite. Jedoch der Feldzug zogsich länger hin, als man gedacht hatte, so daß für 82 nochmals demo-kratische Konsuln gewählt wurden, Cn. Papirius Carbo und der jüngereMarius, beides erprobte Kriegslente. Aber das Glück blieb Sulla hold;^er trieb den jungen Marius, der vor seinem Weggang aus der Haupt-stadt die noch vorhandenen Führer der Gegenpartei, darunter den ehr-6. Juli 82 würdigen Oberpriester O. Mncius Scävola, hatte niederstoßen lassen, nachdem glücklichen Gefechte beiSacriportus (unsicherer Lage) in dem festenLS. Oktober Prä Neste enge Belagerung zum Selbstmord und vernichtete endlichN°°. 82 in einer furchtbaren, mörderischen Schlachtvor derPortaCollinadiePartei der Marianer und der empörten Samniten. Sulla hatte zwar beiseiner Landung allen Neubürgern und Jtalikern die neuerworbenen poli-tischen Rechte zugesichert, um sie nicht in das Heerlager der Feinde zu treiben;aber die sabellischen Stämme, in denen durch die kühnen FeldherrenPontiusTelesinus und L a m p onius der alte Kriegsmut und Römer-haß geweckt worden war, hatten den Kampf vorgezogen, um ihre währendder Demokratenherrschaft erworbene unabhängige Stellung nicht einzu-büßen, und die Absicht ausgesprochen, die Stadt Rom, „den Wald derWölfe", von Grund aus zu zerstören. Sullas Sieg über die Sam-niten rettete die Hauptstadt vom sichern Untergang und war zugleich derTodesstoß für die Popularpartei, deren ganzes Heer in dem Treffen mit-gefochten hatte. 4000 Gefangene wurden einige Tage nachher in der Villapublica auf dem Marsfelde niedergestoßen, während Sulla den Senat indem nahen Tempel der Bellona zu einer Beratung versammelt hatte. DasAngstgeschrei der dem Tode Geweihten, das Ächzen der Verwundeten, dasStöhnen der Sterbenden drang in die Halle der Versammlung. DieSenatoren erbebten und fügten sich den Machtgeboten des Gewaltigen.sungds?auf-Jn den empörten Städten Latiums und Campaniens warfen die Bürger,^Bundä-' aller Rettung verzweifelnd, den Feuerbrand in ihre Häuser und tötetengenossen sich und die Ihrigen mit eigener Hand, um den verhaßten Gegnern die